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Zusammenarbeit für Museum in Paulinzella neu geregelt

Der weitere Betrieb des Museums für Kloster-, Forst- und Jagdgeschichte in Paulinzella ist gesichert. Gestern unterschrieben Landrat Marko Wolfram und Volker Stein, Bürgermeister der Stadt Königsee-Rottenbach, eine gemeinsame Vereinbarung zur Finanzierung der Außenstelle des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg.

Die Ruine der Klosterkirche in Paulinzella gehört zu den bedeutenden romanischen Bauwerken in Deutschland. Das zwischen 1102 und 1105 von der sächsischen Adeligen Paulina im Rottenbachtal gegründete Kloster wurde nach der Einführung der Reformation in der Grafschaft Schwarzburg 1534 aufgehoben und ging in den Besitz des Grafen Günther XL. von Schwarzburg (1499 – 1552) über.

Mit der damaligen Gemeinde Rottenbach und dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt wurde ein Betreibermodell erarbeitet, das den Betrieb des Museums als auch die Touristinformation im Jagdschloss ermöglichte. Mit der Fusion der Stadt Königsee mit der Gemeinde Rottenbach musste dieses überarbeitet und die vertraglichen Bedingungen neu gestaltet werden. Nach Anhörung im Stadtrat Königsee-Rottenbach im letzten Jahr, zu der der Direktor der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus, sowie der Direktor des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg, Dr. Lutz Unbehaun, eingeladen worden waren, sind die vertraglichen Modalitäten über die Betreibung des Museums neu verhandelt und geregelt worden.

Damit erhält das Museum für Kloster-, Forst- und Jagdgeschichte, das bisher von ca. 70.000 Gästen besucht worden war, eine neue Perspektive. Diese wird unter anderem eine enge Zusammenarbeit mit den Fürstlichen Erlebniswelten Schloss Schwarzburg beinhalten, die im Mai 2018 eröffnet werden.