Allgemein dies & das Thüringen

Wochenrückblick der Bundespolizei

In der Nacht von Freitag zu Samstag fuhren acht Eritreer im ICE von Gotha nach Erfurt ohne einen für die Fahrt erforderlichen Fahrausweis zu besitzen. Die Männer im Alter von 19 bis 27 Jahren wurden daraufhin vom Zugbegleiter von der Fahrt ausgeschlossen. Weil sie sich weigerten den Zug zu verlassen, kamen Bundespolizisten bei Einfahrt des Zuges in Erfurt vor Ort. Bei deren Eintreffen flüchteten drei der Männer, konnten aber gestellt werden. Wie sich herausstellte, lag gegen einen der Flüchtenden, einen 24-Jährigen, ein Haftbefehl vor. Außerdem hatte der Mann Betäubungsmittel dabei. Weil er sich gegen die Festnahme wehrte, fesselten ihn die Beamten. Aus dem Grund bekam er neben den Anzeigen wegen Erschleichens von Leistungen und wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz auch eine Anzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. Den Haftbefehl hatte das Amtsgericht Gotha wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen. Er wurde in die Justizvollzugsanstalt Suhl-Goldlauter gebracht. Die anderen Männer bekamen Anzeigen wegen Erschleichens von Leistungen. In der Vernehmung gaben sie an, nicht „so viel Geld für ein Zugticket bezahlen“ zu wollen.

Am Samstagvormittag entwendete ein 18-jähriger Syrer einer Reisenden in einer Regionalbahn Mobiltelefon und Bargeld. Der Zug befand sich auf der Fahrt von Leipzig nach Gera. Der Täter soll den Zug in Crossen verlassen haben. Hier nahm ihn in der Folge eine Streife der Bundespolizei fest. Die Beamten hatten ihn auf Grund der Täterbeschreibung erkannt. Beim Eintreffen der Beamten warf der Mann noch eine Kaugummipackung ins Gebüsch. In dieser befand sich eine kristalline Substanz, bei der es sich um eine geringe Menge Betäubungsmittel handelt. Gegen den 18-Jährigen leiteten die Beamten Strafverfahren wegen des Diebstahls und wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.

Sonntagfrüh kam es zum tätlichen Angriff auf Bundespolizisten. Die Beamten hatten es mit einem 22-Jährigen und einer 31-Jährigen (beide deutsche Staatsangehörige) zu tun, die an Streitigkeiten vor einem Schnellrestaurant im Erfurter Hauptbahnhof beteiligt waren. Die Streife war gerufen worden, weil die beiden andere Personen belästigt haben sollen. Just im Moment des Eintreffens der Beamten versuchte der 22-Jährige auf andere Personen einzuschlagen. Die Beamten schritten ein und wurden in der Folge selbst angegriffen. Dabei versuchte der Erfurter, einen der Polizisten ins Gesicht zu treten. Auch die 31-jährige Erfurterin wehrte sich gegen die Beamten und versuchte weiter die anderen Personen anzugreifen. Beide mussten gefesselt werden und bekamen Anzeigen wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung. Bei ihnen durchgeführte Atemalkoholmessungen ergaben Werte von jeweils über zwei Promille.

Am Nachmittag belästigte ein 39-jähriger Deutscher in aggressiver Weise Reisende im Bahnhof Eisenach. Als eine Streife der Bundespolizei eintraf, versuchte der Mann gerade in einen ICE einzusteigen, ohne einen dafür erforderlichen Fahrschein zu haben. Die Aufforderungen der Beamten, andere Reisende nicht weiter zu belästigen, ignorierte der Mann, so dass diese einen Platzverweis gegen den ohne festen Wohnsitz Lebenden aussprachen.