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„Wieder mehr miteinander, wieder mehr füreinander“

Eric H. Weigelt führt nun schon seit 2014 die Stadtratsfraktion DIE JUNGEN. Einige Zwischenfragen:

Sie gehören keiner politischen Partei an. Wie beurteilen Sie den Wahlausgang in Sachsen, Brandenburg?

Die Meinung, dass „nichts passiert“ ist, teile ich absolut nicht. Wieder haben die Volksparteien mächtig an Boden verloren. Dennoch wird es wohl für ein „weiter so“ reichen. Die strahlenden Gesichter in Thüringen müssen sich auf einen spannenden Wahlabend im Oktober einrichten. Auch in der Politik bewahrheitet sich: „Wer zu letzt lacht …“.

Seit mehr als einem Jahr hat es der Stadtrat Weigelt mit einem neuen Bürgermeister zu tun. Ihr Zwischenzeugnis für ihn?

Er legt ein gewaltiges Tempo vor und macht eine hervorragende Arbeit. Da gibt es nichts zu rütteln. Ich hoffe nur, dass weder die Verwaltung noch andere drumherum den Anschluss verlieren. Ins Schwitzen kommen ist etwas anderes als wieder laufen zu lernen.

Was wünschen sie sich für Saalfeld gegenwärtig?

Zuerst wünsche ich mir weniger Schmierereien im Stadtgebiet. Was momentan überall zu sehen ist, ist entweder Ausdruck großer Langweile oder grenzenloser Dummheit. Als zweites wieder mehr Sachpolitik für unsere Kommune ohne bundespolitische Hypes. Wieder näher am Bürger zu sein und nicht nur Sprücheklopfen vor der Wahl. Sind wir doch ehrlich, die Wahlergebnisse von den Grünen oder den Roten, spiegeln nicht im geringsten diese Hypes hierzulande wieder. Wieder mehr miteinander, wieder mehr füreinander. Das wäre doch was. Dafür ist weder die rote, grüne noch die blaue Brille nötig. Wichtig ist der Menschenverstand des kleinen Mannes und nicht Ideologien gut finanzierter Parteien.

Wie finden sie die touristische Infrastruktur aktuell?

Mehr als ausbaufähig. Wir leben dort, wo andere gern Urlaub machen (würden). Wenn das wieder in den Köpfen derer ankommt, die sich auf diesem Parkett bewegen, würde es auch klappen. Eine bessere Radwege-Infrastruktur oder die bessere Verfügbarkeit von zeitgemäßer Gastronomie wären ein erster Schritt. Sicherlich ist gegenwärtig alles nicht einfach. Der Fachkräftemangel schlägt überall durch.

Kann man bei Ihrer kleinen Fraktion weiterhin gespannt sein, was da kommt?

Na klar! Und wie! Wir haben bereits jetzt schon wieder mehrere Anfragen an die Stadtverwaltung gestellt. Außerdem wurde die Fraktion durch Oliver Grau maßgeblich verstärkt. Man darf definitiv gespannt bleiben, was da kommt.