Wie im Wahlkampf #gelutzt wird

Nur als freundliche Füllung einer Wissenslücke der Schreiberin eines (bestellten?) Leserbriefs: In Deutschland werden weder der Eid noch das Genfer Gelöbnis nach der Approbation verpflichtend geleistet.
Wenn Wahlkampf ist, geht dümmer immer. Seit Wochen machen in Saalfeld die „Unterstützer“ des SPD-Bewerbers Steffen Lutz Front gegen den CDU-Kandidaten Dr. Steffen Kania. Diese Gosse bedarf einer Glosse:

Um nicht gleich zu Beginn zu tief im moralischen Sumpf zu versinken, versuchte man es seitens der „Unterstützer“ von Steffen Lutz auf allen erdenklichen Kanälen (soziale Netzwerke, Mundpropaganda, Leserbriefe) „positiv“ erscheinen zu lassen: Mit einem Bürgermeister Dr. Steffen Kania würde dem Ärztemangel Vorschub geleistet. Da lobten selbst geistige Vollpfosten, die gerade einmal in der Lage sind, Urologe richtig zu schreiben. Zu deren Info: Die Urologie der Thüringenklinik hat den Weggang ihres legendären langjährigen Chefs Dr. Jochen Tscharnke überlebt. Dort geht es auch weiter, wenn Dr. Kania in die Politik wechselt. Die wenigsten, die sich über Ärztemangel echauffieren, kommen glücklicher Weise jemals in einer Klinik mit dem Urologen in Kontakt. Das Feld der Urologie ist im Übrigen nach Meinung von Fachleuten im Landkreis gut bestellt.

Als die „freundliche“ Masche nicht mehr verfing, wurden die Giftpfeile der „ärztlichen Ethik“ aus dem Köcher gezogen. Und als das nicht mehr genügte, wurde es unterirdisch: Es dauerte mehrere Tage bis der SPD-Kandidat eine nicht mehr zu unterbietende Abartigkeit von seiner Facebook-Seite löschte. Es bedurfte dazu mehrerer Hinweise!

SPD-Kandidat Steffen Lutz wurde seit Beginn seiner Bewerbung um den Saalfelder Bürgermeister-Stuhl nicht müde, gegen den angeblichen Filz in Saalfeld zu Felde zu ziehen. Er hätte sich besser zuvor mal im eigenen Umfeld genau umgesehen. Drei simple Fakten, bei denen auch Nicht-Schelme Arges denken könnten. Denn selbstredend handelt es sich bei den Personalien um eine objektive Bestenauslese, die mit sozialdemokratischer Vetternwirtschaft nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. Der große deutsche Philosoph Alfred Tetzlaff hätte das so kommentiert: „Der Sozi ist nicht grundsätzlich dumm, er hat nur sehr viel Pech beim Nachdenken.“

Christoph Majewski, der regelmäßige Loser als SPD-Direktkandidat bei Landtags- und Bundestagswahlkämpfen bekommt nur wenige Monate nach dem Amtsantritt seines Partei- und Busenfreunds Marko Wolfram (SPD) den bestens dotierten Job als Geschäftsführer der Bildungszentrum (BZ) Saalfeld GmbH. Sozusagen als „Morgengabe“ wird auch noch der aufwändige Umzug ins warme heimische Nest von der öffentlichen Hand mit einem mittleren vierstelligen Betrag aus dem Steuersäckel bezahlt.

Alexandra Lutz (Ehefrau des SPD-Parteifreunds Steffen Lutz) bekommt ebenfalls einen gut dotierten unbefristeten Job im Hause des SPD-Landrats im Bereich Asyl.

Julienne Trempert, bereits Lehrerin und 2014 als SPD-Kreistags- und Landtagskandidatin Durchgefallene, beginnt im September 2017 im Hause Wolfram im zarten Alter von 30 Jahren eine zweite Ausbildung. Dass damit die ohnehin bereits dünne Personaldecke bei Lehrern noch dünner wird, war aus SPD-Kreisen nicht zu vernehmen.

Den vorläufigen Tiefpunkt setzten heute (sehr) nahe Verwandte des SPD-Bewerbers mit einem (bestellten?) Leserbrief. Das Strickmuster ist leicht durchschaubar. Immer dann, wenn einem sonst nichts Kluges einfällt, wird – wer auch – immer mit dem Attribut „umstritten“ überzogen. Wenn dafür ein ehemaliger (parteiloser) Landrat herhalten kann – umso besser. Jedoch rutscht es sich verdammt leicht aus, wenn man sich auf das glitschige Parkett des Themas „Plakat mit Kindern“ begibt. So lange ich auch gesucht habe: Hartmut Holzhey ist mit seinen Kindern auf keinem Großplakat in Saalfeld zu sehen. Dafür prangt der SPD-Kandidat seit mehren Wochen mit Gattin und drei Kindern lebensgroß im Puschkinpark. Es bedarf Sülze (oder Rotwurst?) auf den Augen, das zu übersehen.

Aus dem Glashaus heraus mit jungen Felsen zu werfen, ist schwierig. Die beiden Schreiberlinge beherrschen die Kunst jedenfalls nicht. Ein Alt-Bürgermeister aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt kommentierte treffend: „Als Bürgermeisterkandidat würde ich mich in Grund und Boden schämen, wenn meine Schwiegermutter für mich in die Bresche springen und meinen Gegner diffamieren würde. Es ist einfach nur peinlich.“

PS: Im Saalfelder Stadtgebiet wurden bisher mehr als 50 Wahlplakate von Dr. Steffen Kania gestohlen (dazu muss man mit Werkzeug anrücken), beschädigt oder beschmiert. Und ausgerechnet das Großplakat des CDU-Bewerbers, erstellt von einem Saalfelder Künstler, in Steinwurfweite des Klubhauses wurde mit einem Hitlerbärtchen „verziert“.

PPS: Letztlich sind es die Wähler in Saalfeld, die am Sonntag darüber entscheiden müssen, ob sie sechs Jahre lang #gelutzt werden wollen. Eine Alternative, die Schmuddelei nicht nötig hat, gibt es.

Andreas Kühn

5 Gedanken zu „Wie im Wahlkampf #gelutzt wird“

  1. Ja…Und Sie „Kania’n“ rum…Also eins merkt man relativ schnell , dieses Saalejournal ist eher ins bräunliche Ecklein zu verstehen! Jetzt ist es nunmal so, das Herr Kania Bürgermeister ist, schön finde ich es nicht! Aber diese Meinungsmache ihrer Seite aus ist wirklick unter jeglichem Niveau! Der ganze Artikel ist ein krasser Widerspruch in sich (aber das merken Sie sicherlich nicht) ! Beide haben schmierigen Wahlkampf betrieben (meiner Ansicht Kania mehr und er ist mehr als unsympathisch…Aber das dein gestellt) was dieses Möchtegern „Journal“ hier für Berichte und Meinungen bringt ist kein Journalismus oder auch nur im Ansatz soetwas….Es wirkt (also um das klar zu stellen, es ist die Ansicht die ich hier von dieser Seite habe) einfach nur um Stimmungsmache in brauner Gesinnung und das finde ich schändlich…bzw unter dem Deckmantel seriösen Journalismus betreiben zu wollen!

  2. Diese Linksversifften Sozis, waren in ihrer 155 jährigen Geschichte schon immer die Verräter , es heißt nicht umsonst, …Wer hat uns verraten ??? Die Sozialdemokraten……….es wird Zeit das diese Linksfaschisten Unterstützer endlich von der Bildfläche verschwinden.
    Es ist zwar hart, was ich hier schreibe, aber man(n) muss endlich mal mit offenen Augen durch das Leben gehen.
    Wenn wir das nicht endlich tun und aufräumen, dann stehen wir vor den Abgrund, wo wir 29 Jahren schon standen und es mit politischen Witzen in der DDR auch beschrieben haben. Befreit Euch endlich von dieser Partei die ihr Volk verrät.

    1. Wow….kommt da auch noch mehr als ungeistreiche Kommentare mit typischen Wutbürgervergleichen? Sehr Konstruktiv war der Beitrag jetzt nicht….Zumindest fällt mir da nichts groß ein, was es zu beantworten gilt, weil die Geistlosigkeit hat diesen Post mehr als genug beantwortet? Wäre schön wenn man mal politisch korrekt in solchen Foren diskutieren könnte!

  3. Ihr seit doch nicht gescheit, nur um die Wahl zum Bürgermeister zu gewinnen, zieht man die Leute in den Dreck. Ob Gelutzt oder Gekahnt, es geht doch eigentlich um den Menschen und nicht um eure Politik! Fangt an, an uns zu denken, wir sind auch noch da

    1. 1. Das SaaleJournal führt keinen Wahlkampf. 2. Wer in der Öffentlichkeit Kegel schiebt, muss nachzählen lassen, wie viele er getroffen hat. Da sieht es bei Steffen Lutz nicht gut aus. 3. Im Beitag sind nur Fakten aufgeführt.

Kommentare sind geschlossen.