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Wenn Opa das Schwarzfahren nicht lassen kann

Ein 77-Jähriger bekam es mit der Bundespolizei zu tun, weil er gestern Abend mit einem Regionalexpress von Kassel nach Erfurt gefahren war, ohne einen Fahrschein zu besitzen. Der Mann war kurz nach 21:00 Uhr in Erfurt angekommen. Die durch den Zugbegleiter in Kenntnis gesetzten Polizeibeamten nahmen den Senior am Bahnsteig in Empfang und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Erschleichens von Leistungen ein. Bei der Überprüfung seiner Personalien kam heraus, dass er gleich durch vier Behörden zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war. Die Staatsanwaltschaften Marburg, Kassel, Frankfurt a. M. und Hildesheim suchten nach dem ohne festen Wohnsitz Lebenden, weil sie bereits in mehreren Fällen wegen des Erschleichens von Leistungen gegen ihn ermitteln.

Erst nachdem ein Zustellungsbevollmächtigter ernannt und den Staatsanwaltschaften mitgeteilt wurde, konnte der 77-Jährige die Dienststelle wieder verlassen.