Welche Spitzenpolitiker vertreten die Interessen der Befragten?

Das Erfurter Meinungsforschungsinstitut INSA wollten von den Befragten wissen, welche ausgewählten Politikerinnen und Politiker ihre Interessen vertreten. Gut ein Viertel der Befragten gibt an, dass die geschäftsführende Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel ihre Interessen vertritt (27 %). Das ist der höchste Wert aller in dieser Umfrage abgefragten Politiker. Allerdings äußern mit 39 Prozent mehr Befragte, dass Merkel ihre Interessen nicht vertritt. 18 Prozent der Befragten geben an, dass die neugewählte Generalsekretärin der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, ihre Interessen vertritt. 25 Prozent sehen das nicht so. Elf Prozent geben an, sie gar nicht zu kennen. Dieser Wert liegt bei Jens Spahn, dem designierten Gesundheitsminister, um acht Prozentpunkte höher (19 %). 14 Prozent sehen ihre Interessen von aber von ihm vertreten, 19 Prozent tun dies nicht.

Von Olaf Scholz, der voraussichtlich Finanzminister und Vizekanzler der neuen Großen Koalition wird, sehen 15 Prozent ihre Interessen vertreten. 23 Prozent geben das Gegenteil an. Elf Prozent kennen ihn nicht. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als bei Andrea Nahles, der designierten SPD-Parteichefin (5 %). Knapp ein Drittel der Befragten sieht ihre Interessen von Nahles nicht vertreten (32 %). 14 Prozent geben an, dass sie ihre Interessen vertritt. Den Juso-Chef Kevin Kühnert kennen 18 Prozent der Befragten nicht. Dieser Wert liegt nah bei denen von Jens Spahn (19 %), Alice Weidel (19 %), Katrin Göring-Eckhardt (16 %) und Katja Kipping (20 %). Die geringsten Unbekanntheitswerte weisen Angela Merkel (1 %), Horst Seehofer (2 %), Andrea Nahles (5 %) und Alexander Gauland (6 %) auf.

Von den abgefragten AfD-Politikern Alice Weidel, Alexander Gauland und Jörg Meuthen ist Gauland der bekannteste. Lediglich sechs Prozent kennen ihn nicht. Bei Alice Weidel geben dies 19 Prozent und bei Jörg Meuthen 27 Prozent an. Zwölf Prozent der Befragten geben an, dass Alexander Gauland ihre Interessen vertritt, 42 Prozent sehen ihre Interessen von ihm nicht vertreten.

Sahra Wagenknecht, Chefin der Linken-Fraktion im Deutschen Bundestag, kennen lediglich sieben Prozent der Befragten nicht. Weitere 31 Prozent der Befragten finden, dass sie ihre Interessen nicht vertritt. 22 Prozent sehen hingegen ihre Interessen von Wagenknecht vertreten. Dies ist in dieser Kategorie der dritthöchste Wert nach Angela Merkel (27 %) und Horst Seehofer (23 %). Auf Wagenknecht folgt Christian Lindner, bei dem jeder Fünfte angibt, dass er ihre Interessen vertritt. 27 Prozent sehen dies nicht so. Weniger als jeder zehnte Befragte kennen den FDP-Parteichef nicht (8 %). Der von der FDP gestellte Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki kommt hier auf einen ähnlichen Wert (9 %).

Der neue Parteivorsitzende der Grünen, Robert Habeck, ist bei 30 Prozent der Befragten unbekannt. Dies ist der höchste Unbekanntheitswert unter allen vorgestellten Politikern, dicht gefolgt von dem von Jörg Meuthen (27 %). Lediglich sechs Prozent geben an, dass Habeck ihre Interessen vertritt, dies ist der niedrigste Wert in dieser Umfrage. Weitere 19 Prozent sehen ihre Interessen nicht von Habeck vertreten. Von Katrin Göring-Eckhardt, der Vorsitzenden der Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag, sehen elf Prozent ihre Interessen vertreten. Doppelt so viele meinen, sie vertrete ihre Interessen nicht (22 %).

Betrachtet man, wie viele der Befragten zum jeweiligen Politiker angeben, dass er ihre Interessen nicht vertritt, erreicht Alexander Gauland den höchsten Wert (42 %). Es folgen Angela Merkel (39 %), Horst Seehofer (32 %), Andrea Nahles (32 %), Alice Weidel (32 %) und Sahra Wagenknecht (31 %).