Wehranlagen in Saalfeld und Bad Blankenburg gesperrt

Ab 28. Juni 2017 ist die öffentliche Nutzung des Chrysopraswehrs in Bad Blankenburg nur noch eingeschränkt möglich. Das örtlich zuständige Umweltamt des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt hat dazu eine Allgemeinverfügung erlassen und den Gemeingebrauch dieser wasserwirtschaftlichen Anlage aufgehoben.

Damit ist in dem auf der Zeichnung schraffiert gekennzeichneten Gebiet der Schwarza ab sofort jede Nutzung sowie das Betreten der Wehranlage untersagt. Die obere Grenze dieses Gebietes befindet sich 100 Meter oberhalb des Wehres, die untere Grenze stellt die Brücke über die Schwarza unterhalb des Wehres dar. Der linke und rechte Uferbereich der Schwarza bilden jeweils die seitliche Begrenzung.

Vom gleichen Zeitpunkt an ist auch die öffentliche Nutzung des Göritzmühlenwehrs in Saalfeld nur noch eingeschränkt möglich. Das örtlich zuständige Umweltamt des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt hat dazu eine Allgemeinverfügung erlassen und den Gemeingebrauch dieser wasserwirtschaftlichen Anlage aufgehoben.

Damit ist in dem auf der Zeichnung schraffiert gekennzeichneten Gebiet der Saale am Göritzmühlenwehr ab sofort jede Nutzung sowie das Betreten der Wehranlage untersagt. Die obere Grenze dieses Gebietes bildet die Bootseinstiegsstelle unterhalb des Wehres, die untere Grenze ist die Bootsausstiegsstelle oberhalb des Wehres. Der linke und rechte Uferbereich der Saale bilden jeweils die seitliche Begrenzung.

Da die Standsicherheit beider Anlagen derzeit nicht gegeben ist, bestand dringender Handlungsbedarf.

Ein Gedanke zu „Wehranlagen in Saalfeld und Bad Blankenburg gesperrt“

  1. Dreifach Chapeau!
    Zum Ersten, weil man um die Sicherheit, der dort herumturnenden besorgt ist.
    Zum Zweiten, weil man dann als Betreiber und Besitzer schön aus jeglicher Haftung heraus ist.
    Und Drittens, weil jetzt vollbracht hat.
    Was?
    Na, der Anfang vom bitteren Ende eines einzigartigen Naturdenkmals, welches so wie es sich hier darstellt in Thüringen einmalig ist, der wurde nun vom Umweltamt des Landkreises Saalfeld Rudolstadt eingeläutet.

    Ich bin mir sehr sicher, dass hier nicht für die Öffentlichkeit gesperrt wurde, weil man seiner heimatgeschichtlichen Pflicht nachkommen will, um dieses Denkmal zu erhalten –
    Nein, dieses alte von menschlicher Hand geschaffene Mühlenwehr, welches so einige Mühlen in Bad Blankenburg mit Wasserenergie versorgte, wird seinem endgültigen Verfall preisgegeben werden.

    Allen anderen Wehren im oberen Schwarzatal erging es ja nicht anders, auch sie wurden über die Jahre einfach geschliffen, weil die Wasserräder für die Schwarzatalmühlen und anderen Betriebe, die ihre Energie aus dem Flüsschen holten, auch nicht mehr existierten und somit überflüssig geworden waren.
    Auf Grund der hohen Fließgeschwindigkeit der Schwarza, durch ihr enormes Gefälle von der Quelle bis zur Mündung, werden mit Sicherheit auch über lang oder kurz, Forellen, Eisvögel und viele andere Bewohner dieser einzigartigen Flusslandschaft verschwinden.

    Aber vielleicht geh ich ja völlig irre in meiner Annahme und alles wird gut.
    Man sollte ja niemals „Nie“ sagen, steht doch vielleicht die Landesgartenschau 2024 ins Haus.

    Die Zeit wird es bringen, aber bis dahin läuft ja noch jede Menge Wasser die Schwarza runter, egal ob gebremst oder ungebremst.
    PANTA RHEI, wie es Heraklit der alte Grieche, schon weit vor Christi Geburt ausführte.

    Das meint, diesmal in hochdeutsch, weil die verantwortlichen Verantwortungsträger ja unsere, uns angeborene Muttersprache / Dialekt / Mundart weder lesen, sprechen noch verstehen können.
    Euer Altschtädter aus d`r Resedenz an d`r Saalekrömme
    Gunter Linke

Kommentare sind geschlossen.