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Was wäre, wenn …

Im aktuellen INSA-Meinungstrend kommt die Union auf 28 Prozent der Stimmen. An zweiter Stelle folgen mit 18,5 Prozent die Grünen. Die SPD ist mit 15,5 Prozent aktuell die drittstärkste Kraft, gefolgt von der AfD mit 14 Prozent. Die FDP erreicht zehn Prozent und die Linke neun Prozent.
Somit gewinnt die FDP im Vergleich zur Vorwoche einen halben Punkt hinzu, während Union, SPD und die Grünen jeweils einen halben Punkt verlieren. AfD und Linke halten ihr Ergebnis der letzten Woche.
Bei den sicheren Stimmen gewinnen die CDU/CSU zwei Punkte und die SPD, die FDP sowie die Grünen jeweils einen Punkt hinzu. Bei AfD und Linkspartei zeigen sich keine Veränderungen.
An potentiellen Wählern gewinnen die Grünen diese Woche zwei Punkte hinzu. Die Union und die SPD hingegen verlieren jeweils vier Punkte, die AfD und die FDP verlieren jeweils einen Punkt. Bei der Linkspartei gibt es keine Veränderung.
Die Anzahl der ausgeschlossenen Stimmen nimmt bei allen Parteien zu. Bei der SPD erhöht sie sich um vier Prozentpunkte, bei der FDP und den Grünen um jeweils drei Punkte. Bei CDU/CSU, AfD und Linke steigt der Anteil um jeweils zwei Prozentpunkte.

Im Vorfeld zur Wahl des Europäischen Parlaments hat INSA zusammen mit namhaften Meinungsforschungsinstituten aus Italien, Spanien, Polen und Frankreich die Wahlabsicht zur Europawahl abgefragt.
In Deutschland käme die Union, wenn am kommenden Sonntag Europawahlen wären, auf 28 Prozent. Die Grünen lägen an zweiter Stelle mit 18 Prozent, gefolgt von der SPD mit 15,5 Prozent. Die AfD würde zwölf Prozent erlangen. Die FDP würde acht Prozent und die Linke würde sieben Prozent der Stimmen erreichen. Da bei der Europawahl keine formelle Prozenthürde für den Einzug ins Europaparlament gilt, weisen wir auch zumindest die Parteien aus, die auf mindestens ein Prozent kommen. Die Freien Wähler kämen auf drei Prozent, Die PARTEI auf 2,5 Prozent, die Partei Mensch Umwelt Tierschutz auf zwei Prozent und die Piratenpartei auf ein Prozent. Für sonstige Parteien bleiben drei Prozent übrig.
In Österreich wurde die Sonntagsfrage vom 03.05. bis 06.05. erhoben. Hätte die Europawahl da stattgefunden, würde die ÖVP auf 29 Prozent kommen, gefolgt von der SPÖ mit 27 Prozent. Die FPÖ läge mit 26 Prozent an dritter Stelle. Die Grünen würden acht Prozent erreichen, die NEOS sieben Prozent und die Liste Jetzt ein Prozent. Auf sonstige Parteien würden zwei Prozent entfallen.
In Spanien wäre die Sozialistische Arbeiterpartei an erster Stelle mit 32,1 Prozent. Zweiter wäre die Volkspartei mit 16,8 Prozent. An dritter Stelle wäre Ciudadanos mit 15,8 Prozent und Unidos Podemos käme auf 10,2 Prozent.
Mit 29,2 Prozent wäre die Lega Nord in Italien die stärkste Partei. Die Demokratische Partei käme auf 22,8 Prozent und die Fünf-Sterne-Bewegung würde 22,6 Prozent erreichen.
Stärkste Partei in Polen bei der Europawahl wäre aktuell PiS mit 42,3 Prozent, gefolgt von einer pro-europäischen Koalition verschiedener Parteien (38,6 %).
In Frankreich wäre Rassemblement National mit 24 Prozent stärkste Kraft. La République en Marche et Modem wäre an zweiter Stelle mit 22 Prozent und die Republikaner würden 14 Prozent der Stimmen erlangen.

In den ersten Ländern – z. B. in Großbritannien und den Niederlanden – haben die Wähler ihre Stimmen für das Europäische Parlament schon abgegeben. Die bisher bekanntgewordenen Ergebnisse der Nachwahlbefragung in den Niederlanden widersprechen den Umfragen. Sie sehen die Sozialdemokraten als stärkste Kraft. Alle Umfragen sahen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den regierenden Liberal-Konservativen und den Rechtspopulisten. Das voraussichtliche Ergebnis wird nun damit erklärt, dass der niederländische Spitzendkandidat der europäischen Sozialdemokraten in seiner Heimat bekannt und beliebt ist. Es gelang den niederländischen Sozialdemokraten ihre Wähler zu mobilisieren und damit deutlich besser dazustehen, als es die Umfragen sagten. INSA-Umfragen legen einen solchen Effekt für Manfred Weber in Deutschland nicht nahe.