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Was der Zwangsgebührenzahler nicht wissen sollte

Die Pressestelle der ARD hatte noch vor wenigen Tagen die Nicht-Veröffentlichtung eines Framing-Papiers mit „urheberrechtlichen Gründen“ begründet. Wer Zwangsgebühren zahlen muss, hat aber ein Anrecht auf Transparenz. Bereits die Einleitung spricht Bände!

Das Framing-Papier der ARD im Wortlaut: Link bei den ehrlichen „Findern“

Die Kosten für diese „Arbeitsunterlage“ und begleitende Workshops beliefen sich nach ARD-Angaben auf 90.000 Euro, die der MDR als ARD-Vorsitzanstalt bezahlt hat. Weitere 30.000 Euro habe das ARD-Generalsekretariat für Folgeworkshops bezahlt. Die Wissenschaftlerin Elisabeth Wehling hatte das 89-seitige Dokument mit dem Titel „Framing-Manual“ bereits vor zwei Jahren im Auftrag des MDR erstellt, der damals den ARD-Vorsitz innehatte.

Wenn Sie Ihre Mitbürger dazu bringen wollen, den Mehrwert der ARD zu begreifen und sich hinter die Idee eines gemeinsamen, freien Rundfunks ARD zu stellen – auch und gerade in Zeiten, in denen Gegner der ARD deren Relevanz in Frage stellen und orchestrierte Kampagnen fahren, die die ARD in starken Bildern und Narrativen abwerten – dann muss Ihre Kommunikation immer in Form von moralischen Argumenten stattfinden. In Form von Argumenten also, die eine moralische Dringlichkeit kommunizieren und eine Antwort auf die Frage geben: Wieso ist die ARD gut –
nicht schlecht, wie Ihre Gegner es halten; und wieso ist es wichtig und richtig, die ARD in ihrer Form zu erhalten – nicht überflüssig und falsch, wie Ihre Gegner es propagieren.

Lesestoff: Sie werden geframt: von Ihrer ARD