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Wald als Antistressmittel

Mit rund 550.000 Hektar Wald, rund ein Drittel der Landesfläche, gilt der Freistaat als „grünes Herz Deutschlands“. ThüringenForst, mit rund 200.000 Hektar Wald größter Waldeigentümer, wirbt mit interessanten Ausflugtipps für den Wald als Ort der Bewegung, der Entspannung und der Erholung. Eine Vielzahl empirischer Untersuchungen belegt: Der Aufenthalt im Wald stärkt nicht nur das psychische Wohlbefinden, sondern auch die körperliche Gesundheit.

WaldDer Wald als Anti-Stress-Mittel: „Eine im Jahr 2008 an der Eidgenössischen technischen Hochschule (ETH) in Zürich durchgeführte Studie belegt, dass Menschen, die sich im Freien bewegen, ihre Alltagssorgen besser vergessen und ihre Ausgeglichenheit mehr steigern konnten als Personen, die sich in einem Sportstudio verausgabten“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand.
Zahlreiche weitere Untersuchungen bestätigten, dass insbesondere der Aufenthalt im Wald Gemütsruhe und seelische Ausgeglichenheit fördert. Aber grün ist nicht gleich grün: Speziell malerische Waldgebiete, durchsetzt mit Bergwiesen, Einzelbäumen, Aussichtspunkten, plätschernden Waldbächen und einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt sorgen für ein reichhaltiges Naturerlebnis. Der Geruch des Waldes, die optischen Reize, Licht und Schatten im Wechsel, das angenehm kühle Waldklima, Geräusche von Wind und Wasser, die unzähligen Vogelstimmen – all das wirkt auf den Waldbesucher erholsam und positiv.

Schutz durch Schmutz speziell für Kinder: Waldwanderungen haben einen ausgleichenden Einfluss auf Körper und Seele: Blutdruck und Pulsfrequenz sinken, die Stresshormone nehmen ab und die Abwehrkräfte werden gestärkt. Die Hygienehypothese des Epidemiologen David Strachan unterstreicht mittels empirischer Befunde, dass Kinder die sich regelmäßig mit feuchter Erde schmutzig machen, ein geringeres Risiko zur Entstehung von Allergien aufweisen. Immunzellen werden bei jungen Menschen gestärkt, wenn sie etwa gegen Darmbakterien als natürlicher Sparringpartner kämpfen müssen.

Waldtouristische Empfehlungen als „Amuse-Gueule“: Mit den waldtouristischen Empfehlungen will ThüringenForst allen Interessierten eine „Gaumenfreude“ bieten, um sich von der überragenden Bedeutung des Waldes als Erholungsraum ein eigenes Bild zu machen.