Viele Zahlen zu Straftaten „nicht pressefrei“

Auf Grund zahlreicher Anfragen in den sozialen Medien und per Mail haben wir bei der Landespolizeiinspektion Saalfeld mal die wichtigsten Fragen gestellt, die unseren Lesern unter den Nägeln brennen. Die Antworten:

Eine detaillierte Straftatenstatistik für den Zuständigkeitsbereich der LPI Saalfeld wird regelmäßig erst am Ende eines Jahres erstellt und anschließend in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) veröffentlicht. Der Pressevorbehalt bzw. der Zeitpunkt der Veröffentlichung für diese Zahlen unterliegt Weisungen des Thüringer Ministeriums für Inneres und Kommunales. Aus diesem Grund können wir für das Jahr 2018 keine konkreten Zahlen liefern.

Des Weiteren erfolgt die statistische Erfassung politisch motivierter Straftaten rechts und links beim Thüringer Landeskriminalamt, weshalb Ihre Anfrage diesbezüglich dorthin gerichtet werden müsste. Wobei auch hier anzumerken ist, dass die Erhebungen für 2018 ebenfalls noch nicht pressefrei sind.

Straftaten/Anzeigen von/gegen Asylbewerber
Hierzu kann keine Aussage getroffen werden, da eine statistische Auswertung nicht möglich ist.

Wie oft kamen 2018 bisher Messer bei Straftaten zum Einsatz (nichtdeutsche Täter und Deutsche getrennt)?
Eine Auswertung von Messerangriffen aus statistischen Daten der PKS ist gegenwärtig nicht möglich. Daher können keine verlässlichen Angaben zum Einsatz von Messern bei Straftaten im Zuständigkeitsbereich der LPI Saalfeld geliefert werden.

Wie oft wurde die LPI in den GU Saalfeld und RU tätig?
Nach den Einsatzprotokollen der LPI Saalfeld gab es in den beiden zentralen Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt im Zeitraum vom 01.01.2018 bis 31.08.2018 folgende Einsatzzahlen:
GU Saalfeld:
5 Einsätze ohne direkten Straftatenbezug (z.B. Brandalarm, Abschiebungen, Vermisstensachverhalte, usw.)
9 Einsätze mit folgenden Strafanzeigen

GU Rudolstadt:
38 Einsätze ohne direkten Straftatenbezug (z.B. Brandalarm, Abschiebungen, Unterstützung bei Rettungsdiensteinsätzen, Suizidversuche, usw.)
25 Einsätze mit folgenden Strafanzeigen

Anmerkung der Redaktion: Straftaten von Asylbewerbern außerhalb der beiden GU sind dabei nicht erfasst. Grund: Siehe oben.

Wie oft war die LPI bei Abschiebungen im Einsatz?
Die LPI Saalfeld war in den Landkreisen Saalfeld-Rudolstadt, Saale-Orla und Sonneberg bei 33 Einsätzen involviert. In 14 Fällen von den 33 Einsätzen wurden die abzuschiebenden Personen nicht angetroffen.

Anmerkung der Redaktion: In Thüringen werden Iraker und Afghanen unseres Wissens grundsätzlich nicht abgeschoben.