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Verbraucherpreise zogen im Dezember in Thüringen deutlich an

Im Dezember stiegen die Verbraucherpreise spürbar an. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik erhöhte sich der Verbraucherpreisindex im Monat Dezember gegenüber dem Vormonat November um 0,8 Prozent und erreichte einen Indexstand von 108,9 Prozent (Basis 2010=100). Die Jahresteuerungsrate verzeichnete einen Anstieg von 0,8 Prozent im November auf 1,6 Prozent im Dezember. Sie ist seit Mai 2015 (1,1 Prozent) erstmals wieder über der 1 Prozent-Marke.

Besonders an der Tankstelle spürten Verbraucher in den letzten Wochen die Teuerung.
Verantwortlich für diese Entwicklung sind deutliche Preisanstiege für Mineralölprodukte (7,0 Prozent), für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (3,0 Prozent) sowie für Pauschalreisen (2,0 Prozent). Bei den Mineralölprodukten verteuerte sich Heizöl um 23,5 Prozent, die Preise der Kraftstoffe um 3,3 Prozent im Vergleich zum Dezember 2015. Im Nahrungsmittelbereich lagen die Preise für Speisefette und Speiseöle (16,1 Prozent), darunter Butter (37,9 Prozent), Gemüse (14,5 Prozent) darunter insbesondere Gurken (174,3 Prozent) oder Auberginen (46,4 Prozent) sowie Fische und Fischwaren (3,1 Prozent) erheblich über dem Vorjahresniveau.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Dezember um durchschnittlich 0,8 Prozent. Saisonbedingt verteuerten sich zum Jahreswechsel die Pauschalreisen um 20,9 Prozent. Nennenswert sind auch die Preisanstiege für Heizöl (11,2 Prozent) und feste Brennstoffe (2,9 Prozent). Indexausgleichend wirkten im Monatsvergleich die rückläufigen Preise für Bekleidung und Schuhe (-1,6 Prozent).

Im Jahresdurchschnitt mussten die Thüringer 2016 für die Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs 0,7 Prozent mehr bezahlen als 2015. Deutlich höhere Preise wiesen die alkoholischen Getränke und Tabakwaren (2,7 Prozent), die Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen (2,4 Prozent), das Bildungswesen (2,4 Prozent) sowie andere Waren und Dienstleistungen (2,2 Prozent) aus. Besonders die ambulante Pflege verteuerte sich um 17,4 Prozent. Für die niedrige durchschnittliche Inflationsrate 2016 waren u. a. die Preisentwicklungen der Mineralölprodukte (-9,1 Prozent) verantwortlich.