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Überdurchschnittliche Ernte in Thüringen

Die Landwirte im Freistaat haben 2016 einen überdurchschnittlichen Ertrag eingefahren. So wurden in diesem Jahr 80,4 Doppelzentner Getreide geerntet. Verglichen mit dem Durchschnittertrag der Jahre 2010 bis 2015 sind das zwölf Doppelzentner mehr. Auch beim Winterraps ist eine Steigerung von fünf Prozent gegenüber dem langjährigen Durchschnitt zu verzeichnen.

„Natürlich freuen mich die guten Erträge und Qualitäten“, sagte Ministerin Birgit Keller (Linke) heute auf eienr Pressekonferenz in Ingersleben. „Allerdings können die Mengen nicht die niedrigen Preise für Getreide ausgleichen. Die Ernte wird trotz der guten Erträge nur ein durchschnittliches Betriebsergebnis bringen. Es ist ein unhaltbarer Zustand, wenn die niedrigen Preise den Lohn dieser harten Arbeit schmälern“, so die Ministerin weiter.

Noch gravierender sind die Preisentwicklungen bei der Milch. „Die Landesregierung will den Thüringer Milcherzeugern helfen. Begleitend zum neuen Hilfspaket von EU und Bund, hat die Landesregierung geprüft, wie weit sie sich selbst engagieren kann. Wir unterstützen die Landwirte bei der Sicherung ihrer Liquidität. Wir haben dafür ein Maßnahmenpaket geschnürt. Dafür habe ich unter anderem Gespräche mit den Banken sowie der Thüringer Aufbaubank geführt“, so die Ministerin.