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Thüringer MdL Stefan Gruhner kandidiert als JU-Vorsitzender

Seit heute ist die Personalie offiziell: Der Thüringer CDU-Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner aus Schleiz kandidiert als Nachfolger von Paul Ziemiak als Vorsitzender der Jungen Union. Gruhner hat die klassische Karriere deutscher Nachwuchspolitiker hinter sich: Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal. Abitur, Wehrdienst, Studium (Politik und Geschichte sowie Abschluss als Master of Business Administration), von 2010 bis 2013 Referent für politische Grundsatzfragen beim CDU-Landesverband Thüringen, ab August 2013 war er bis zu seiner Wahl in den Thüringer Landtag 2014 persönlicher Referent der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht. Bereits seit 2004 ist Gruhner Kreistagsmitglied im Saale-Orla-Kreis.

CDU-intern wird Gruhner weder dem Mohring-Lager noch dem der Merkel-Kritiker zugerechnet. „Parteisoldat“ und „Karrierist“ sind die freundlichsten Bezeichnungen die bei einigen Mitgliedern aus Gruhners CDU-Kreisverband heute zu hören waren.

Gruhners Gegenkandidat ist Tilman Kuban – der 31-Jährige ist Vorsitzender der JU Niedersachsen. Die JU-Landesverbände in den neuen Bundesländern stehen dem Vernehmen nach hinter Gruhner, entscheidend dürfte werden, wie sich Bayern und NRW positionieren. Der neue JU-Chef soll am 16. März auf einem außerordentlichen Deutschlandtag in Berlin gewählt werden.

Gruhner könnte das Amt im Fall seiner Wahl nur eine Wahlperiode ausüben, wäre also ein Übergangskandidat: Er wird am 23. Oktober 2019 35 Jahre alt, womit die Mitgliedschaft in der Jungen Union satzungsgemäß automatisch endet. Bekleidet ein Mitglied bei Vollendung des 35. Lebensjahres allerdings ein Amt in der JU, so erlischt die Mitgliedschaft erst mit Ablauf der Amtsperiode.
Foto: Wikimedia / Steffen Prößdorf