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„Thüringer Kreise im Vergleich, Ausgabe 2018“ erschienen

Das Thüringer Landesamt für Statistik hat die Publikation „Thüringer Kreise im Vergleich“ veröffentlicht. Diese Veröffentlichung beschäftigt sich mit der Entwicklung der einzelnen Landkreise und der kreisfreien Städte Thüringens. Dabei werden neben den Informationen zu den allgemeinen und geografischen Angaben in den Landkreisen und kreisfreien Städten auch wirtschaftliche und soziale Strukturen mit Entwicklungstendenzen aufgezeigt. Im Wesentlichen beziehen sich die statistischen Daten auf die Jahre 2010 und 2017 und beinhalten neben den absoluten Daten auch Veränderungsraten und Anteilsgrößen. Die Veröffentlichung bietet Informationen zu unterschiedlichen Themenbereichen, genannt seien hier als Beispiel Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Tourismus, Bildung, Gesundheit und Finanzen.

Die Publikation zeigt beispielsweise auf, dass die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Jahr 2017 gegenüber 2010 in allen kreisfreien Städten und Landkreisen weiter zurückging. Die niedrigste Arbeitslosenquote lag mit 3,6 Prozent im Landkreis Sonneberg. Die höchste Wert wurden mit 9,8 Prozent in der kreisfreien Stadt Gera ermittelt.

Alle Kreise verzeichneten 2016 gegenüber 2010 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts, dabei wurde mit einem Plus von 42,5 Prozent der höchste prozentuale Zuwachs in der kreisfreien Stadt Eisenach registriert. Die Arbeitsproduktivität (Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen) lag in den kreisfreien Städten mit 58 046 Euro höher als in den Landkreisen mit 56 949 Euro. Die höchste Arbeitsproduktivität wurde 2016 in der kreisfreien Stadt Jena mit 64 883 Euro ermittelt.

Den Thüringern standen 2017 durchschnittlich 45,0 m2 Wohnfläche je Einwohner zur Verfügung, das sind fast 5 m2 mehr als im Jahr 2010. Dabei errechnete sich in den Landkreisen eine deutlich höhere Wohnfläche je Einwohner als in den kreisfreien Städten. Die höchste Wohnfläche steht mit 49,0 m2 je Einwohner im Kyffhäuserkreis zur Verfügung, die Niedrigste in der kreisfreien Stadt Jena mit 39,4 m2.

Die Zahl der Insolvenzen ging im Jahr 2017 gegenüber 2010 um mehr als ein Drittel zurück. Der höchste Rückgang wurde im Landkreis Sömmerda mit minus 68,3 Prozent errechnet. In dieser Region wurden auch mit 44 Verfahren die wenigsten Insolvenzanträge gestellt.

Der in Thüringen insgesamt aufzeigende Trend steigender Schülerzahlen spiegelt sich auch in den kreisfreien Städten und Landkreisen wider. Mit Ausnahme der kreisfreien Stadt Suhl (-1,2 Prozent) konnte in allen Kreisen ein Anstieg der Schülerzahlen verzeichnet werden. Die höchste prozentuale Zunahme wurde mit einem Plus von 30,1 Prozent in der kreisfreien Stadt Jena festgestellt. Der Versorgungsgrad mit Ärzten, d. h. wieviel Patienten ein Arzt betreut, hat sich 2017 im Vergleich zu 2010 thüringenweit weiter verbessert. Allerdings gab es deutliche regionale Unterschiede. Während in der kreisfreien Stadt Jena rein rechnerisch ein Arzt 88 Einwohner versorgte, lag diese Relation im Landkreis Sömmerda bei 480.

Die Broschüre Thüringer Kreise im Vergleich steht als kostenloser Download auf der Website des Thüringer Landesamtes für Statistik zur Verfügung.