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Thüringen: 68 Prozent aller Frauen verdienen weniger als 1.300 Euro monatlich

In Thüringen lebten im Jahresdurchschnitt 2015 nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 1.073.000 Frauen und Mädchen. Das entsprach der Hälfte der Thüringer Bevölkerung insgesamt.

Nach den Ergebnissen des Mikrozensus, der jährlichen repräsentativen Haushaltsbefragung, waren 46 Prozent aller Frauen und Mädchen verheiratet, 21 Prozent verwitwet oder geschieden und ein Drittel der weiblichen Bevölkerung war ledig. 273.000 Frauen bildeten 2015 mit ledigen Kindern zusammen eine Familie, davon 161.00 als Ehefrauen (59 Prozent), 44.000 als Lebenspartnerinnen (16 Prozent) und 68.000 als Alleinerziehende (25 Prozent). Der überwiegende Anteil Frauen und Mädchen (75 Prozent bzw. 801.000) lebte 2015 ohne Kinder, davon 315.000 als Ehefrauen (39 Prozent), 54.000 als Lebenspartnerinnen (7 Prozent) und 246.000 als Alleinstehende (31 Prozent). 185.000 Mädchen lebten als ledige Tochter im Elternhaus (23 Prozent).

Nahezu die Hälfte (48 Prozent bzw. 513.000) der weiblichen Bevölkerung zählte 2015 zu den Erwerbspersonen. 94 Prozent bzw. 484.000 von ihnen waren erwerbstätig. Zu den 560.000 Nichterwerbspersonen (52 Prozent) zählen alle nicht im Erwerbsleben stehenden Personen wie z. B. Vorschulkinder, Schulkinder, Hausfrauen und Rentnerinnen. Von den 484 Tausend erwerbstätigen Frauen waren 74 Tausend (15 Prozent) z. B. wegen Mutterschutz, Elternzeit oder Altersteilzeit vorübergehend beurlaubt. Die Hälfte der erwerbstätigen Frauen (239.000) arbeitet in Vollzeit und mehr als ein Drittel ging einer Teilzeitbeschäftigung nach (171.000).

Bei 39 Prozent aller 934.000 Frauen und Mädchen, für die Angaben zur Höhe des persönlichen monatlichen Nettoeinkommens vorliegen, betrug dieses weniger als 900 Euro. Weitere 29 Prozent verfügten über ein persönliches monatliches Nettoeinkommen in Höhe von 900 bis unter 1.300 Euro. Über 1.300 Euro und mehr konnten 32 Prozent aller Frauen verfügen.