Allgemein Politik Thüringen

Teilnahmepflicht zum muslimischen Gebet an Thüringer Grundschule?

Am 5. Juni 2019 wurden Schüler der Klassenstufe 4 im Rahmen des evangelischen Religionsunterrichts an der Grundschule Udestedt (Landkreis Sömmerda) durch die Religionslehrerin verpflichtet, an Teilen eines muslimischen Gebets teilzunehmen. Das geht aus einer Pressemitteilung der AfD-Fraktion hervor. Selbst auf Einwand mehrerer Schüler, dass sie Christen seien und nicht muslimisch beten wollen, habe die Lehrerin entgegnet, dass die Teilnahme an Teilen des Gebets Pflicht sei und anderenfalls mit einer schlechten Note sanktioniert würde.

Dazu sagte die religionspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion Corinna Herold: „An Schulen, die weltanschaulich neutral aufzutreten haben, ist ein solcher Vorgang inakzeptabel. Generell zeigt sich an dem Beispiel aber eine besorgniserregende Tendenz, dass Religion einen verstärkten Einfluss auf die Gesellschaft ausüben soll und ihnen dies auch von weltlichen und religiösen Institutionen vorschnell eingeräumt wird. Die Pflicht zur Teilnahme am Gebet und die Androhung einer negativen Zensur bei Verweigerung stellen einen schweren und nicht zu rechtfertigenden Eingriff in die negative Religionsfreiheit der Schüler dar. Dieser Vorgang ist ein gebotener Anlass, das Thema parlamentarisch aufzuarbeiten.“

Das Thema wurde heute im Thüringer Landtag im Rahmen einer Aktuellen Stunde debattiert. Die Redner der SPD, der Linken als auch Bildungsminister Holter (Linke) wiesen die Vorwürfe an die Leherin als unbegründet zurück. Sie habe sich an das gehalten, was der Thüringer Lehrplan für die 4. Klasse im Religionsunterricht vorschreibe.

3 Replies to “Teilnahmepflicht zum muslimischen Gebet an Thüringer Grundschule?

  1. Soso. Grundgesetzwidrig werden Kinder per Lehrplan dazu verpflichtet, an religiösen Ritualen teilzunehmen? Das wäre doch durchaus mal Anlass für eine Verfassungsklage!
    Wer lesen kann ist schwer im Vorteil, z.B. hier: GG Art. 140, WRV Art. 136 (4):
    „Niemand darf zu einer kirchlichen Handlung oder Feierlichkeit oder zur Teilnahme an religiösen Übungen oder zur Benutzung einer religiösen Eidesform gezwungen werden.“
    Da steht nicht, dass das für Kinder und Jugendliche nicht gilt.

  2. Die Kirchen überschlagen sich mit der Förderung des Islam. Sie werden noch froh sein, von den Mohammedanern geduldet zu werden. Mit Gesten des Verständnisses werden sie nichts erreichen. Sie werden dem Islam den Hass auf das Christentum nicht nehmen können. Außerdem: ein schlechte Note in Religion werden die Eltern der betroffenen Schüler mit höhnischer Gelassenheit hinnehmen. Sie sind freie Bürger, die Lehrer sind nur weisungsgebundene Handlanger der Linksradikalen.

  3. da kann man nur Gunter Linke zitieren:
    „DONKELGRINE VOR WUT….
    Hömmelkreizdunnerwatter nochämal, da soll doch d`r Blitz neinschla`!“
    ??Ich frage mich: darf man sowas bereits als Missbrauch von Schutzbefohlenen bezeichnen??

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