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Schwere Auseinandersetzung in Erstaufnahmeeinrichtung Suhl

Mittwochabend kam es in der Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Suhler Friedberg zu mehreren Einsätzen, aufgrund der Auslösung der Brandmeldeanlagen auf den Fluren. In allen Fällen stellte sich nach kurzer Zeit heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Als die Beamten nach dem letzten Einsatz zurück zur Dienststelle fuhren, informierte der Wachdienst der Einrichtung, dass erneut versucht wurde, den Brandmelder auszulösen. Dieses Mal konnte allerdings ein Mann bei der Tat gesehen werden. Er wurde bis zum Eintreffen der Polizei vom Wachschutz festgehalten.
Nachdem die Beamten an der Erstaufnahmeinrichtung ankamen, kam ihnen unvermittelt ein anderer Mann entgegen gelaufen. Der 30-Jährige machte auf sich aufmerksam und zeigte, dass er schwer verletzt ist. Wie sich herausstellte, hatte der Mann mehrere tiefe Schnittverletzungen am Rücken. Er kam ins Krankenhaus und musste notoperiert werden. Er befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr. Mit Unterstützungskräften aus dem gesamten Bereich der Landespolizeiinspektion Suhl, durch Beamte aus Saalfeld, Meiningen, Erfurt und Hildburghausen sowie der Bereitschaftspolizei wurde die Erstaufnahmeeinrichtung durchsucht, um den Täter des Messerangriffs namhaft zu machen.
Im Zuge der Ermittlungen konnte ein 19-jähriger Libyer als Tatverdächtiger vorläufig festgenommen werden. Er befindet sich im Gewahrsam der Polizeiinspektion Hildburghausen. Zu den Motiven ermittelt die Kriminalpolizeiinspektion Suhl.
Bereits in den vergangenen Tagen war es mehrfach zu Auseinandersetzungen und Vandalismus in der Erstaufnahmeeinrichtung gekommen.