„Schwarzbuch“ lobt Geldverbrennung in Saalfeld

Gestern war es mal wieder so weit: Der Bund der Steuerzahler prangert alljährlich die Verschwendung öffentlicher Gelder in Millionenhöhe an. Im aktuellen „Schwarzbuch“ werden auch vier exemplarische Fälle aus Thüringen aufgelistet.

So richtig Geld aus dem Fenster geworfen wurde in Saalfeld beim Umbau der Orangerie zu einem Jugendzentrum: Aus den zunächst veranschlagten 560.000 Euro waren bei der Einweihung im Juli 2018 sage und schreibe 1,814 Millionen Euro geworden.
Auch 2019 stehen die Chancen gut, im „Schwarzbuch“ der Steuerzahler erwähnt zu werden: 1,9 Millionen Euro sind die vorläufigen Kosten für die Sanierung des Zeiss-Stegs über die Saale. Ursprünglich veranschlagt waren 1,25 Millionen Euro.

Auch im Saale-Orla-Kreis kennt man sich mit Geldverbrennung gut aus. Die Sanierung einer Schule in Triptis ging reichlich daneben. Für den Steuerzahler: Die Baukosten verdoppelten sich auf 3,3 Millionen Euro.

„Lobend“ erwähnt wird auch die Landeshauptstadt. In Erfurt wurde eine völlig sinnfreie Rasenheizung im Steigerwald-Stadion für schlappe 887.313 Euro netto eingebaut.

In Fischbach (Landkreis Gotha) ging man mit Steuergeld gleichfalls sorglos um: 2009 wurde das leer stehende Gemeindezentrum „Thüringenbaude“ ebenso umfänglich wie sinnfrei „aufgepeppt“.

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