Allgemein dies & das Thüringen

Schlag gegen rumänische Großfamilie

Seit November 2017 ermittelte die Kriminalpolizei Gera im Rahmen einer Arbeitsgruppe zu einem Einbruch in einen Schrott- und Metallhandel an der Geraer Fasaneninsel. Damals wurde in den Abendstunden des 13.11.2017 aus der Firma ca. 2,1 Tonnen Kupfer und vom Gelände einer benachbarten Firma ein Lkw entwendet. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich ein Zusammenhang zu 32 weiteren Straftaten im gesamten Bundesgebiet heraus. Neben acht Taten in Thüringen waren die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Bayern betroffen. Insgesamt wurden 16 Tatverdächtige identifiziert. Hierbei handelt es sich um rumänische Staatsangehörige einer Großfamilie.

Die Tatverdächtigen sind bereits international wegen gleichgelagerter Delikte in Erscheinung getreten und haben teilweise bereits Haftstrafen in Schweden und Belgien verbüßt. Gegen sieben Tatverdächtige wurde Haftbefehl erlassen, wovon zwischenzeitlich vier vollstreckt werden konnten. So konnten beispielsweise am 14.06.2018 auf der BAB 17 kurz vor der tschechischen Grenze zwei Verdächtige durch die Bundespolizei festgenommen werden.

In einem bei einer vorangegangenen Flucht genutzten und stehen gelassenen, Fahrzeug wurden 50 neuwertige Kettensägen, Freihandschneider und Notstromaggregate (Titelfoto) aufgefunden und sichergestellt werden. Die Geräte konnten zwei Einbrüchen in Firmen (Hessen) zugeordnet werden. Nach drei weiteren Tatverdächtigen wird mit europäischen Haftbefehl gefahndet. Der Ermittlungserfolg ist nicht zuletzt auf eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Berliner Polizei zurückzuführen, wo ein Großteil der Tatverdächtigen ihren Lebensmittelpunkt hat. Im Ergebnis beläuft sich der verursachte Gesamtschaden auf 500.000 Euro. Bei durchgeführten Durchsuchungen wurden u. a. auch hochpreisige Pkw sichergestellt.