Schick(es) von der Rest(l)erampe

Es braucht immer einen, der als Propagandist aus der Glotze schaut. Wenn Slomka, Reschke, Kleber & Co. mal verhindert sind, springt „Monitor“-Cheffe Georg Restle in die Bresche. Karl-Eduard von Schnitzler würde der Mann gefallen. Wenn Information der „Haltung“ weichen muss, dann endet Journalismus. Restle & Konsorten sind abschaltbar, aber leider nicht unbezahlbar. Der Zwangsgebührenzahler muss auch für selbstgefällige Abartigkeiten selbsternannter Moralapostel bluten.

Wenn der bei Freund und Feind liebevoll Pöbel-Ralle genannte Ralf Stegner twittert, kommt immer häufiger der Verdacht auf, dass der Vorzeige-Sozi aus dem hohen Norden als AfD-Wahlhelfer engagiert wurde. Geistige Höhenflüge sind seine Sache nicht. Der sinnfällige Gebrauch von Google hätte ihn darauf aufmerksam gemacht, dass bereits 1978 (vor 40 Jahren!!!) sein Parteifreund Reinhard Bühling sagte, „durch die große Masse der sogenannten Asyltouristen kommt der wirklich Asylbedürftige allzuleicht in die Gefahr, allzulange hingehalten zu werden“. Wer diese kleine Recherche nicht schafft, darf sich also aussuchen, ob er ein hirnloser linker Vollpfosten oder ein übler linkspopulistischer Demagoge ist.

„Innerhalb von zwei Jahren lernten die Jugendlichen aus Afghanistan, Syrien, Eritrea, Somalia und Kamerun das relevante Wissen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Gesellschaftslehre und Biologie. … Elf von ihnen haben sogar den erweiterten Hauptschulabschluss – hierbei muss die Prüfung auch in Englisch erfolgen – geschafft.“

Und dann sage noch jemand, es kämen keine Fachkräfte zu uns. Nein, es sind wahre Genies! Analphabeten schafften in nur zwei Jahren den Hauptschulabschluss. Diejenigen, die schon länger hier leben, benötigen dafür neun Jahre. Es wird Zeit, dass diesen zugewanderten Genies auf der Rest(l)erampe ein Denkmal gesetzt wird. Aber vielleicht kann ja auch Anja Reschke übernehmen?

Der „Bullshit der Woche“ geht eindeutig an diesen schicken Tweet. Die taz-Autorin bezeichnet sich selbst so: Feministin, Migrantin, cis-Mann-Zähmerin, Cocktail-Shakerin. Womit eigentlich alles über sie gesagt ist.

Last but not least war da noch der feuchte Traum eines Jakob Augstein. Er halluziniert im Gutmenschen-Wahn von einem neuen „Schmelztiegel“, in dem Menschen aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika gemeinsam eine neue Nation erschaffen. Er wäre darin hoffentlich ziemlich einsam.

Ob die Verantwortlichen in Rudolstadt wohl wissen, dass der Iran auch über weitere „reiche Traditionen“ verfügt: Der Amnesty-Report dokumentiert für das Jahr 2017 im Iran mindestens 507 Hinrichtungen. Sicherlich wird auch das nur „einseitig“ wahrgenommen. Eine Stadt, in der „Schwimmen gegen Rechts“ angesagt war, wird sich mit ein paar Baukränen im Heinepark dann sicher nicht schwer tun …

Andreas Kühn