Allgemein Kommentar Lokales & Regionales

Saalfeld-Rudolstadt: Schusswaffenbestand nimmt weiter zu

Im vergangenen Jahr erteilte das Sachgebiet Jagd-, Fischerei- und Waffenrecht im Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt 89 sogenannte Kleine Waffenscheine. Diese sind zum Führen Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen erforderlich. Insgesamt stieg die Zahl der Kleinen Waffenscheine zwar von 499 im Jahr 2017 auf 578 (2018), die Nachfrage flacht aber weiter ab. Der Waffenbestand wuchs vor allem bei den Langwaffen weiter an.

Den größten Teil der 1534 Waffenbesitzer machen Jäger aus. Lag ihre Zahl im Vorjahr noch bei 739 sind es nun 762. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Sportschützen von 647 auf 657. Dazu kommen 115 Personen, die verschiedenen Interessengruppen, wie beispielsweise Erben oder Waffensammlern, zuzuordnen sind. Damit stieg die Zahl der Waffenbesitzer insgesamt um 33 Personen. Auch der Waffenbestand nahm um 218 Schusswaffen auf 7.393 weiter zu. Die Besitzer verfügen über einen Bestand von 5.216 Langwaffen, das ist ein Plus von 149 gegenüber dem Vorjahr. Bei den Kurzwaffen kamen 69 dazu, insgesamt sind es 2.177. Den Waffenbesitzern stehen 30 Schießstände im Landkreis zur Verfügung. Von diesen werden 29 von Vereinen betrieben, einer kommerziell.

Die Behörde führte im vergangenen Jahr 163 Waffenkontrollen durch und damit 22 mehr als 2017. Davon wurden bei 10 Personen geringe Mängel festgestellt, anders als im vorletzten Jahr wurde aber bei keiner Kontrolle eine mangelhafte Aufbewahrung der Waffen festgestellt. Bei den Kontrollen von insgesamt 153 Personen gab es keine Beanstandungen oder sie wurden nicht angetroffen. In 49 Fällen wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, 16 mehr als 2017.

Dass die Jagd im Trend liegt, zeigt sich nicht nur in der Zunahme beim Waffenbesitz. 2018 wurden 88 Jagdscheine neu erteilt und es fanden 6 Jägerprüfungen statt, an denen mit etwa 190 Personen 30 mehr als im Vorjahr teilgenommen haben.