Saalfeld-Rudolstadt: Anzeigen gegen Schulverweigerer häufen sich

Im laufenden Schuljahr 2017/2018, welches am 10.08 2017 begonnen hatte, sind bislang bereits acht Anzeigen wegen Schulpflichtverletzungen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt eingegangen. Davon richteten sich zwei Anzeigen gegen Eltern. Die übrigen sechs Anzeigen richteten sich gegen Schüler, diese befinden sich derzeit in der Anhörungsphase. Das teilte das Landratsamt heute mit. Der Blick zurück:

Im vergangenen Schuljahr 2016/2017 sind im Zeitraum vom 11.08.2016 bis zum 23.06.2017 insgesamt 31 Anzeigen wegen Schulpflichtverletzung im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt erstattet worden – und damit sechs mehr als im Schuljahr zuvor. Dabei richteten sich fünf dieser Anzeigen gegen die Eltern, da ihre Kinder das 14. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Anzeige noch nicht vollendet hatten. Zwei der Verfahren gegen Eltern wurden nach Prüfung eingestellt, für die übrigen drei wurden jeweils Bußgeldbescheide erlassen. In weiteren 23 Fällen wurden aufgrund der Schulpflichtverletzung Verwarnungen ausgesprochen und Bußgeldbescheide erteilt. Die Höhe des zu zahlenden Bußgeldes betrug zwischen 50 und 200 Euro, abhängig von der Anzahl der Fehltage der Schüler. Des Weiteren wurden zwei Verfahren eingestellt und es gab eine Zwangszuführung zur Schule durch.

Im Schuljahr 2015/2016 sind im Zeitraum vom 24.08.2015 bis 24.06.2016 im Ordnungsamt des Landkreises 25 Anzeigen wegen Schulpflichtverletzungen eingegangen. Zwei Anzeigen betrafen Eltern, da die Schüler noch nicht das 14. Lebensjahr erreicht hatten. Diese beiden Verfahren wurden nach Prüfung eingestellt. In den weiteren 23 Fällen wurden gegen die Schüler Bußgeldbescheide erlassen, die sich zwischen 50 und 200 Euro Strafe bewegten. Es gab eine Zwangszuführung zur Schule.