Organisierte Kriminalität im Fadenkreuz des LKA

Beamte des Landeskriminalamts (LKA) Thüringen durchsuchten heute eine Wohnung, eine Gaststätte sowie einen Spielpalast in Erfurt. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Organisierte Kriminalität in Gera wegen des Verdachtes der Geiselnahme u. a. Delikte. Tatverdächtig ist ein 32-jähriger armenisch-aserbaidschanischer Staatsangehöriger aus Erfurt.

Laut den polizeilichen Ermittlungen soll dieser Tatverdächtige im September 2016 verschiedene Streitigkeiten – vermutlich – aufgrund persönlicher Differenzen mit mehreren Marokkanern gehabt haben. Nach wiederholten Kontaktaufnahmen soll schließlich ein 29-jähriger Marokkaner durch den armenisch-aserbaidschanischen Täter körperlich misshandelt worden sein. In der weiteren Folge soll der 32-jährige den 29-jährigen in dessen Auto gezwungen haben einzusteigen. Im Fahrzeug soll der 29-jährige gefesselt und unter Vorhalten einer Waffe zur Herausgabe von Informationen genötigt worden sein. Erst nach mehreren Stunden habe der armenisch-aserbaidschanische Tatverdächtige den 29-jährigen Marokkaner aus seiner Gewalt entlassen.

Der 32-jährige Tatverdächtige war einer der Angeklagten im sog. Schießereiprozess in Erfurt. Am 11. Oktober 2016 wurde das Verfahren gegen ihn gegen eine Geldauflage in Höhe von 2.500 Euro eingestellt.