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Offener Brief der AfD zum Konzert von „Feine Sahne Fischfilet“

Wir dokumentieren einen Offenen Brief der AFD an den Bürgermeister der Stadt Saalfeld Dr. Steffen Kania, den Landtagsabgeordneten der CDU Maik Kowalleck, die Stadträte von Saalfeld sowie die örtliche Presse (Wortlaut):

Der AfD-Gebietsverband Saalfeld-Rudolstadt bezieht zu dem geplanten Konzert von „Feine Sahne Fischfilet“ wie folgt Stellung:

Wir bitten die Verantwortlichen der Stadt Saalfeld, dieser Band in Saalfeld keine Bühne zu bieten. Sie verherrlicht Gewalt gegen Polizisten und verbreitet Hass auf Deutschland. Das ist kein kulturelles Angebot für die Jugend unserer Stadt Saalfeld.

Solche Konzerte vergiften das gesellschaftliche Klima unserer Stadt, denn die Songtexte sind jugendgefährdend durch ihre Aufrufe zur Gewalt gegen Vertreter der staatlichen Ordnungsorgane. Aus diesen Texten ist eine grundsätzliche Ablehnung der freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland ersichtlich.

Hier Auszüge aus Texten der Band:

Helme warten auf Kommando, Knüppel schlagen Köpfe ein, Wasser peitscht sie durch die Straßen, Niemand muss Bulle sein! Und der Hass – der steigt! Und unsere Wut – sie treibt! Unsere Herzen brennen, unsere Herzen brennen1 Zieh lieber eine Linie Zement als Down zu sein mit Rainer Wendt. Ich mach mich warm, weil der Dunkelheitseinbruch sich nähert. Die nächste Bullenwache ist nur einen Steinwurf entfernt.

Heute wird geteilt was das Zeug hält Deutschland ist Scheiße, Deutschland ist Dreck! Gib mir einen „like“ gegen Deutschland Deutschland ist Scheiße, Deutschland ist Dreck.

Das Klubhaus Saalfeld wird mit Steuergeldern finanziert. Es ist deshalb sorgsam zu prüfen, wie diese Gelder eingesetzt werden. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Saalfeld vertrauen auf ihre Kommunalpolitiker, dass diese verantwortlich damit umgehen und nicht Hass und Gewalt unter dem Dach des Klubhauses Saalfeld finanziert wird.

Wir sind uns als AfD bewusst, dass unser Appell wahrscheinlich nichts bewirken wird. Doch wollen wir es nicht unversucht lassen. Still und leise jedenfalls nehmen wir einen solches Konzert nicht hin.

Es ist auch daran zu erinnern, dass dieser Gruppe vom Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommern 2015 eine „explizit antistaatliche Haltung“ vorgeworfen wird. Die Mitarbeiter des Verfassungsschutzes wurden von „Feine Sahne Fischfilet“ als „Naziunterstützerbande“ diffamiert, womit diese Band ihre zutiefst staatsfeindliche Gesinnung hinreichend unterstrichen hat.
Günther Engelhardt, 1. Sprecher des Gebietsverbandes Saalfeld-Rudolstadt der AfD

MdL Maik Kowalleck (CDU) reagierte so: „Als zuständiger Kommunal- und Landespolitiker lehne ich jegliche Hetze sowie den Aufruf zur Gewalt und deren Ausübung ab. Aus diesem Grund befürworte ich eine Diskussion über die geplanten Veranstaltung.

Allerdings kann ich an dieser Stelle keine rechtliche Bewertung vornehmen. Das ist die Aufgabe der Saalfelder Stadtverwaltung. Ich gehe davon aus, dass die Stadt Saalfeld eine umfassende Prüfung vornehmen und die Bevölkerung über das Ergebnis informieren wird.“

5 Replies to “Offener Brief der AfD zum Konzert von „Feine Sahne Fischfilet“

  1. Diese möchtegern Musiker stehen für das, was in dieser Gesellschaft falsch läuft. Es sind einfach nur Hassprediger gegen unser Land und seine Bürger. Lasst sie auftreten und ihr werdet den Unwillen der Bürger verstärken, die ihr Land noch als Heimat sehen.

  2. Ich wünsche der AfD Erfolg mit ihrem offenen Brief. Auch erhoffe ich mir vom Stadtrat eine ablehnende Haltung zur Band. Ich kenne die Texte und das Auftreten der Band. Wer solche menschenverachtende Texte verfasst und darbietet gehört verboten. Hier wird der Staat, dessen Bürger und die Demokratie beschimpft und gedemütigt. Das darf in dieser Zeit nicht sein.

  3. Ich denke auch, es wird wohl nichts bewirken. Ich verstehe als normaler Bürger nicht, wie man solchen extremen Bands eine Bühne geben kann.

  4. Ich bin begeistert…. Ich hatte schon selbst überlegt, was sich die Stadt dabei denkt, diese Band zu holen. Ich arbeite in Saalfeld und mein Lebensgefährte ist dort aufgewachsen. Wir haben von Anfang an gesagt, dass diese Band das letzte ist und wir dieser Veranstaltung kein Interesse zeigen würden. Ich hoffe Sie haben Erfolg mit Ihrem Schreiben an die Stadt. Vielleicht werden die Verantwortlichen dort ja auch noch vernünftig.

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