Nicht jeder Vollpfosten ist aus Holz

Würde eine Liste erstellt, mit welch abstrusen Plänen sich Rot-Rot-Grün an Land- und Forstwirtschaft im Freistaat versündigen will – sie wäre sehr lang. Insbesondere die grüne Umweltministerin geht mit schlechtem Beispiel voran. Beispielhaft für die Absurditäten aus ihrem seien Filter gegen die Geruchsbelästigung in Schweinemastanlagen und das Düngeverbot an Flussläufen (an den Uferstreifen jeweils zehn Meter) genannt. Die Forderung nach klimatisierten Rinderställen würde derzeit nicht mehr verwundern. Dass sich ausgerechnet eine Grüne für noch mehr energiepolitisch unsinnige Vogelschredder im grünen Herzen einsetzt, passt dazu.
Den Unterschied zwischen einer Rückegasse zum Fällen von Bäumen (maximal vier Meter breit und temporär) und einer immerwährenden Schneise (Breite von bis zu 10 Metern und Zuwege mit circa einem Meter Schotter in der Tiefe) zu einem Windrad erschließt sich Befürwortern von heißer grüner Luft intellektuell wohl eher nicht. Ländlichen Raum zu verstehen ist anscheinend nicht leicht, wenn man wohlstandverwahrlost und fern der Natur in der Stadt aufgewachsen ist, aber „Ökologie“ von quer nach Slalom buchstabieren kann.
Rot-Rot-Grün ist derzeit in voller Fahrt, wenn es darum geht, aus dem grünen Herzen ein grünes Tollhaus zu machen. Die “Ökologisierung der Jagd” und die Abschaffung der Brenntage sind dabei nur die Spitze eines gewaltigen Eisbergs.
Lustig wird es dabei gelegentlich auch. So ist ein “Naturschützer” aus einer Großstadt der Meinung, Wildsschweine richteten schon deshalb keine größeren Schäden an, weil sie Winterschlaf hielten. Noch ein Lacher gefällig? Bitteschön:
Geht es nach grünen Ideologen, sollen künftig nur Arten bejagt werden, die nach dem Erlegen auch sinnvoll genutzt werden, hauptsächlich zur Fleischverwertung. Der Wolf ist ausdrücklich von der Jagd ausgenommen. Ich kann mich gut daran erinnern, dass Spitzenköche dieser Welt diverses Wildfleisch blind verkosteten. Am besten schmeckte ihnen? Wolf! Was nun?
Etwas Gutes ist diversen Plänen dennoch abzugewinnen: Es bleiben mehr Bäume im Thüringer Wald stehen. Vollpfosten sind nicht immer aus Holz.
Andreas Kühn

Zum Beitrag „Ökologischer Schuss ins Eingemachte“.

2 Gedanken zu „Nicht jeder Vollpfosten ist aus Holz“

  1. Sehr geehrter Herr Kühn,

    ihr Kommentar ist tendenziös, beleidigend und zeugt zudem von mangelndem Hintergrundwissen.
    1. Wölfe: stehen unter Naturschutz. Das regelt ein Bundesgesetz, da kann rot-rot-grün im Jagdgesetz gar nichts regeln.
    2. Windräder im Wald: rrg möchte 99% der Thüringer Landesfläche vor Windrädern schützen (das ist derzeit nicht so, auch weil die CDU-Leute in den Regionalen Planungsgemeinschaften in Ost- und Mittelthüringen Windkraft derart einschränken wollten, dass die Pläne vor Gericht nicht standhielten). Windräder sollen auf max. 1% der Landesfläche konzentriert werden – und damit sie möglichst weit weg stehen von der nächsten Wohnbebauung sollen auch Nutzwaldflächen nicht von vornherein ausgeschlossen werden.
    3. Filter in Schweinemastanlagen: gibt es bereits in anderen Bundesländern, keines davon ist rrg-regiert. Was ist außerdem falsch daran, die Umwelt vor Gerüchen zu bewahren? In neuen Anlagen sollten Filter Pflicht sein.
    4. 10m Uferrandstreifen: gab es schonmal an großen Gewässern. Unsere Gewässer sind noch immer stark belastet, z.B. mit Phosphor. Deutschland droht deshalb ein EU-Vertragsverletzungsverfahren. Vertragsstrafen drohen (möglich in Mio.-höhe/Tag). Wer dieses einfache und kostengünstigste Mittel zur Vermeidung von Schadstoffeinträgen nicht anwenden möchte, der darf den Bewohner*innen des ländlichen Raumes gern erklären, dass in ihren Kleinkläranlagen oder in zentralen Anlagen deshalb teure Phosphatfällungsanlagen eingebaut werden müssen. Diese Maßnahmen ist relativ teuer – und sie wendet sich nicht gegen die Hauptverursacher der Phosphatbelastung. Außerdem werden die gewässernahen Flächen zum Hochwasserschutz gebraucht (Wenn Gewässer zu viel Wasser führen, werden immer zuerst die gewässernahen Flächen überschwemmt, oder) und wenn dort nicht gedüngt würde, gelängen wesentlich weniger Schadstoffe ins Wasser. Das ist also eine win-win-Situation. Ob das 10m sein müssen oder nicht, kann ich nicht beurteilen, aber jetzt ist es so, dass für jedes Mittelchen ein eigener Abstand einzuhalten ist, wer bitte schön kann das denn handhaben, geschweige denn kontrollieren?

    Ich nehme an sie sind kein „Grüner“. Ich auch nicht. Muss man aber auch nicht sein, um sich für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen einzusetzen. Da wird sicher auch mal über das Ziel hinaus geschossen, das darf und sollte kritisiert werden können; klar, aber angemessen und sachlich.
    Ich bin der Meinung, wenn man nachfolgenden Generationen, also seinen Kindern und Enkelkindern, ein Leben ermöglichen möchte, das wir heute als „normal“ bezeichnen würden, muss man auf Natur und Umwelt achten. Das wird derzeit noch immer nicht bzw. viel zu wenig getan – weil es oft Umstände bereitet, Geld kostet, den Faktor Arbeit verteuert oder sonstwas. Es ist also gut, wenn es ein paar „Spinner“ gibt, die das in den Blick nehmen und ändern wollen. Denn das derzeitige „Wirtschaften“ auf aller Welt richtet den Planeten zu grunde. Man kann der Meinung sein, dass das sowieso so kommen wird – man kann aber auch versuchen, das zu verhindern. Beide Meinungen kann ich akzeptieren – solange man Respekt zeigt und anständig miteinander umgeht.

    1. Kommentare sind stets tendenziös, das haben diese so an sich. Eine Beleidigung im strafrechtlichen Sinne findet nicht statt. Per Bundesgesetz geregelte Dinge (Isegrim unter Naturschutz) sind veränderbar. Bei Bundestagswahlen. Last but not least: Ich empfehle mehr Gespräche mit Jägern und Bauern als mit rot-grünen Ideologen. Gelegentliche Ankünfte in der Realität schaden auch Sozis nicht.

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