Neujahrsempfang der Liberalen in Volkstedt

Der Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt der Freien Demokraten lud am gestrigen Abend in Volkstedt zu seinem Neujahrsempfang. Gast Thomas L. Kemmerich, Thüringer FDP-Chef und Bundestagsmitglied, kam noch einmal auf das Jamaika-Aus zu sprechen. Die Liberalen hätten deutlich gezeigt, dass sie eben nicht die Umfaller sind. Die FDP hätte bei einer Zustimmung zu Jamaika ihre politischen Grundüberzeugungen ad acta legen müssen. „Inhalte waren uns wichtiger als Dienstwagen mit Chauffeur“, so Kemmerich. Der jetzige GroKo-Deal bleibe weit hinter den aktuellen Notwendigkeiten zurück.

Ziel bei den Landtagswahlen 2019 in Thüringen sei es, Rot-Rot-Grün in den unverdienten Ruhestand zu entlassen. „Für eine mit uns machbare Verbesserung der Infrastruktur, mehr Investitionen in Bildung und deutliche Fortschritte bei der Digitalisierung wollen wir bei den Wählern werben. Wir möchten das Land erneuern, indem wir wieder mehr Vertrauen in den einzelnen Menschen setzen.“ Als weitere „Großbaustellen“ nannte der Thüringer FDP-Chef u. a. ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild sowie eine breitere Unterstützung des Handwerks (hier insbesondere die Förderung der Meister-Ausbildung).

Der FDP-Kreisvorsitzende Lutz Meier unterstrich, dass beim Jamaika-Aus zwischen FDP-Verhandler Christian Lindner und die Basis kein Blatt Papier gepasst habe. „Das war richtig und konsequent.“ Im Hinblick auf die kommenden Kommunal- sowie die Landtagswahl im übernächsten Herbst wollen die Liberalen im Landkreis vor allem auf diejenigen zugehen, die im vergangenen September in der Wahlkabine ein Frust-Kreuz machten.