Allgemein Politik Thüringen

Linke hinterfragt falsch verwendeten Ehren-Doktortitel von CDU-MdB Weiler

CDU-MdB Albert Weiler
Foto: Foto-AG Gymnasium Melle
„Der Spiegel“ berichtete in seiner Ausgabe vom 18.02.2017, dass der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Weiler den an ihn verliehenen Ehren-Doktortitel aus Armenien durch das Weglassen des gesetzlich vorgeschriebenen Namenszusatzes fälschlich verwendet. Christian Schaft, wissenschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, hat dies zum Anlass genommen, sich mit einer Mündlichen Anfrage zu dieser unrechtmäßigen Praxis an die Landesregierung zu wenden: „Das Thüringer Hochschulgesetz hat klare Festlegungen bezüglich des Führens eines Ehren-Doktortitels, die auch nach meiner Auffassung vom Bundestagsabgeordneten Albert Weiler sträflich vernachlässigt werden. Wer sich mit den Lorbeeren eines Doktortitels schmücken will, muss sich auch an die gesetzlichen Rahmenbedingungen halten.“

Schaft verweist darauf, dass der § 53 Absatz 6 des Thüringer Hochschulgesetzes klar benennt, dass ein solcher Ehrengrad „unter Angabe der verleihenden Stelle“ zu führen ist: „Diese klare Vorgabe ignoriert Albert Weiler unter anderem auf seiner Homepage fortgesetzt. Ich möchte deshalb von der Thüringer Landesregierung wissen, wie sie diese unrechtmäßige Anwendung beurteilt und welche Möglichkeiten bestehen, Herrn Weiler zur Gesetzeskonformität zu bewegen.“ „Es ist auch insbesondere deswegen von Bedeutung, die verleihende Stelle zu nennen, weil so mögliche Abhängigkeiten aufgezeigt werden.“ Der Wissenschaftspolitiker betont in diesem Zusammenhang, dass „Der Spiegel“ darauf verweist, der Titel sei als Dank für Lobbyarbeit verliehen worden.

Weiler ist Direktkandidat der CDU zur Bundestagswahl 2017 im den neu geschaffenen Wahlkreis 195 (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Saale-Orla-Kreis, Saale-Holzland-Kreis).