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Kritik an neuer Tourismusstrategie dauert an

In der jüngst vorgestellten Tourismusstrategie für Thüringen bleibt die Region Ostthüringen völlig außen vor und wird damit touristisch abgehängt. Das ärgert Thomas Fügmann (CDU), Landrat des Saale-Orla-Kreises.

„Als Landrat und Vorsitzender des Tourismusverbundes Rennsteig~Saaleland e.V. bin ich sehr enttäuscht darüber, dass in der Tourismusstrategie das Thüringer Meer und die Saalekaskade keinerlei Berücksichtigung finden“, äußert sich der Landrat zur vorgestellten Strategie. „Das bedeutet einen herben Rückschlag für die Entwicklung am Thüringer Meer und vor allem für die Umsetzung des Regionalen Entwicklungskonzeptes, des so genannten REK“, macht Fügmann klar.

Am 22. September 2016 überreichten Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft Birgit Keller den Bewilligungsbescheid zur Fortsetzung des REK Thüringer Meer bis September 2018 in Höhe von knapp 172.800 Euro und gaben damit das Startsignal für die konkrete Umsetzung des REK. Danach sollen über 60 Projekte mit etwa 125 Mio. Euro realisiert werden. „Dieser sehr positive Start wird durch die Schwerpunktsetzung in der Tourismusstrategie merklich eingetrübt“, schätzt der Landrat ein.

„Es ist nun damit zu rechnen, dass notwendige Mittel nicht in der geplanten Höhe in die Region um das Thüringer Meer fließen werden“, befürchtet Thomas Fügmann. Die Gelder für die Realisierung des REK setzen sich zusammen aus städtischen bzw. gemeindlichen Geldern, privaten Mitteln und Landesmitteln. Hinter die Bereitstellung der notwendigen Landesmittel setze Fügmann nach eigenen Angaben jetzt ein großes Fragezeichen. „Ich habe daher die große Hoffnung, dass das Land Thüringen seine Tourismusstrategie noch einmal überdenkt“, betont Landrat Fügmann.

Stephan Brandner, Spitzenkandidat der AfD-Thüringen für den Bundestag erklärte: „Dieses Tourismus-Konzept ist typisch rot. Hier lässt sich mal wieder die zentralistische Denkweise erkennen, wie auch bei der Gebietsreform. Thüringen hat mehr zu bieten als vier Aushängeschilder. Die AfD als Heimatpartei wird sich dafür einsetzen, dass der Tourismus in unserem Freistaat in seiner regionalen Vielfalt gefördert und unterstützt wird.“