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Kommentar: Büttel des Landrats

Monatelang wurde darum gerungen, wo die Rettungsleitstelle für den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt künftig ihren Sitz haben soll. Mehr als 21.000 Bürger taten mit ihrer Unterschrift kund, diese vor Ort behalten zu wollen. Obwohl mehrfach auf der Tagesordnung, fand sich bis heute im Kreistag keine Mehrheit für eines der zur Debatte stehenden Modelle.

Relativ klar war, dass Rot-Rot-Grün in Nibelungentreue zur vom Sozi-Landrat favorisierten Lösung stehen würde. Allein der Umstand, dass ihnen dafür die erforderliche Mehrheit aus eigener Kraft fehlte, verhinderte eine frühere Entscheidung für Jena.

Jetzt tanzten zwei amtierende und ein ehemaliger Bürgermeister der BfL (Bürger für den Landkreis) aus der Reihe. Immerhin machte auch eine linke Kreisrätin keine gute Miene zum bösen Spiel. Die Abtrünnigen der BfL haben der Bürgerlichkeit und der Demokratie im Landkreis einen Bärendienst erwiesen, indem sie sich als Opportunisten auf Geisterfahrt begaben und sich zu willfährigen Bütteln des Landrats machten.

So, wie schon Rot-Rot-Grün im Freistaat dem neu zu wählenden Landtag sein Haushaltsrecht nehmen will, so ist es unverantwortlich die Entscheidung über die Rettungsleitstelle dem neuen Kreistag vorzuenthalten.

Der Wähler wird hoffentlich seine eigenen Schlüsse ziehen. Auf dem Wahlzettel ist leider eine Änderung von BfL in OdL (Opportunisten des Landrats) nicht mehr möglich.
Andreas Kühn