Allgemein Kommentar Lokales & Regionales

Wochenrückblick entlang der Saale

Seit mehr als 30 Jahren hat sich der Flößerverein Uhlstädt, Oberkrossen und Rückersdorf e. V. der Bewahrung und Pflege des uralten Flößer-Handwerks verschrieben. Die Langholzflößerei prägte über Jahrhunderte das Leben entlang des gesamten Saalelaufs. Obwohl die modernen Nachfahren der alten Saaleflößer ihre Stämme heute mit Seilen verbinden, pflegt man auch diese alte Tradition des Wiedendrehens, mit denen früher die Flöße gebunden wurden. Zu diesem Zweck errichtete der Verein in den Jahren 2014/15 auf dem Freigelände des Flößereimuseums einen Wiedofen.
Uhlstädt
Gestern traf man sich mit dem Partnerverein aus dem oberfränkischen Unterrodach, um gemeinsam Wieden zu drehen und so ein Stück Geschichte lebendig werden zu lassen. Im Wiedofen wurden dazu junge Haselnuss- und Fichtenstämmchen, die Tage zuvor im Wald geschlagen und im Wasser der Mühllache frisch gehalten wurden, erhitzt. Durch diesen Prozess tritt das Wasser aus dem Holz aus, und es wird weich, so dass im Anschluss das junge Holz im neben dem Backofen stehenden Wiedstock erst verkeilt und dann mit eigens dafür angefertigten Hölzern eingedreht werden konnte.
Uhlstädt 3Diese Art der Bearbeitung erfolgte über Jahrhunderte, um die später getrockneten und zu Bündeln geschnürten Wieden besser an die Floßeinbindestellen an der oberen Saale transportieren zu können. Dort wurden diese vor dem Floßbau gewässert, um sie „gewierig“ zu machen.
Natürlich musste bei einer solch harten Arbeit auch die Versorgung der Flößer gesichert werden. Deshalb bewirteten die Uhlstädter ihre Gäste auf Thüringer Art mit Rostbratwürsten, Rostbräteln und Bier. Die Partnerschaft zwischen den beiden Flößervereinen besteht schon seit dem Ende der 1980er Jahre.
(Text: Ralf Paul Schröter, Fotos: Peter Schröter)

Linkenmühlenbrücke

Am Dienstag wurde in Altenroth des 71. Jahrestages der Sprengung der Linkenmühlenbrücke gedacht. Die Mühlenfähre (einzige Autofähre Thüringens und zugleich die einzige Fähre Deutschlands, die auf einem Stausee verkehrt) lag zu diesem Zeitpunkt am gegenüberliegenden Ufer schon generalüberholt bereit, um am Mittwoch zu Wasser gelassen zu werden und am Freitag den Betrieb wiederaufzunehmen.

Mühlenfähre

Ausstellungsbesucher

„Erinnerungen sind wie ein Fenster. Die positiven Erinnerungen an einen verstorbenen Menschen können uns stärken. Denn Fotos von Orten, die dem Sohn oder der Tochter wichtig waren und an denen sie gerne ihre Zeit verbracht haben, wecken positive Gefühle an kostbare Momente“, erläuterte am Donnerstag in Saalfeld die MDR-Fernsehjournalistin Katrin Hartig, Initiatorin der 55. Ausstellung in der Galerie im Schloss. „Orte der Erinnerung“ beschäftigt sich mit den Themen Tod und Trauer. Foto: LRA / P. Lahann

Trollhaus Feengrotten
Am Freitag startete das Feenwäldchen an den Feengrotten in Saalfeld. Neueste Attraktion: Das Trollhaus als Kletterburg. In diesem Jahr wird der 19millionste Feengrotten-Besucher erwartet. Am Samstagnachmittag herrschte bei Sonnenschein reger Betrieb. Was Besuchern derb auf den Magen schlagen und den Appetit vergehen lassen könnte: Die Rostbratwurst im Brötchen kostet ortsunübliche 2,50 Euro!

Heidecksburg

Auf der Heidecksburg herrschte am Samstagnachmittag herrliches Frühlingswetter. Doch die Stühle blieben vorerst noch leer. Dafür ist vom heutigen Sonntag bis zum 9. Oktober 2016 die Sonderausstellung „Die Gegend um Rudolstadt ist außerordentlich schön …“ zu sehen.

leere Stühle Heidecksburg