Keine faulen Eier

Wenn Linke und Grüne bei der heutigen Anhörung „Petition 79822 – Asylrecht – Gemeinsame Erklärung 2018“ einen neuen Tiefpunkt im deutschen Parlamentarismus setzen wollten, dann ist es ihnen vollauf gelungen. Henryk M. Broder stellte zur Debatte trefflich fest: „Ich kann kein Ei legen, aber ich weiß, wann eines faul ist.“

Die Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen, Katharina Schulze, stellte sich am Montagmorgen zahlreichen Fragen beim BILD-Talk zur Bayern-Wahl. Aus ihrem Munde floss (wie nicht anders zu erwarten!) nur unkonkretes Polit-Geschwurbel.

Der Wahlkampf 2019 wirft längst seine Schatten voraus: Europa-Wahl, Kommunal- und Landtagswahlen in Thüringen. Obige zwei Momente des heutigen Tages rief eine außerplanmäßige Telefonkonferenz der Stimmberechtigten des SaaleJournal auf den Plan. Nach langer, teils hitziger Debatte wurde entschieden:

Wir werden über linke und grüne Kandidaten im Wahlkampf nicht berichten. Alle anderen im Bundestag vertretenen Parteien sind uns jederzeit willkommen – auch mit eigenen Beiträgen, deren Inhalt wir nicht teilen.

Comments

  1. Kommentar aus „Die Achse des Guten“ vom 09.10.18:
    Broders Lektion in Sachen Demokratie
    Vera Lengsfeld und Henryk Broder ist es gestern gelungen, den beängstigenden Zustand und das noch beängstigendere Selbstverständnis einer Auswahl deutscher Parlamentarier einem großen Publikum vorzuführen. Dieser kurze Zusammenschnitt aus der Anhörung zur Erklärung 2018 im Petiotionsausschuss des Bundestages hat das Zeug zu einem demokratischen Klassiker zu werden.
    Broders Antworten auf Fragen der grünen Abgeordneten Manuela Rottmann aus Bad Kissingen zeigt die geradezu tragische Unfähigkeit von Volksvertetern, auf die berechtigten Sorgen einer von über 165.000 Bürgern unterzeichneten Erklärung einzugehen. Intellektuell herausgefordert und rhetorisch armselig, flüchten sie sich in dauernde Unterbrechungen, Geschäftsordnungs-Tricks und moralisierende Floskeln.
    Manuela Rottmann und eine Reihe anderer Ausschuss-Mitglieder zeigen sich hier als alles mögliche, aber als eines gewiss nicht: als Demokraten. Broder führt zur Verdeutlichung Karl Kraus an: „Ich bin zwar kein Huhn, aber ich weiß, wann ein Ei faul ist“. Wie das so ist mit den Vorstellungen von Demokratie, hatte Henryk M. Broder schon im vergangenen Jahr in diesem Achgut.com Beitrag ausführlich beschrieben und in diesem Video kommentiert.

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