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Kein Silvesterfeuerwerk auf dem Saalfelder Markt

Um die historischen Gebäude entlang des Marktes zu schützen, bleibt dieses Jahr das Zünden von Silvesterfeuerwerk auf dem Saalfelder Marktplatz und dem angrenzenden Fischmarkt verboten. Für den genannten Bereich hat die Stadt Saalfeld ein Abbrennverbot für Pyrotechnik erlassen. Das Verbot betrifft sämtliche Feuerwerkskörper der Kategorie 2, wie etwa Silvesterraketen, Böller, Feuerwerksbatterien oder Schwärmer.

Zur Begründung führt die Stadt vor allem den Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz an, der auch über die Silvesternacht hinweg betrieben wird. So stellen die hauptsächlich aus Holz bestehenden Hütten und der aufgestellte Weihnachtsbaum eine erhebliche Brandgefahr dar. Darüber hinaus kam es in den vergangenen Jahren immer wieder dazu, dass Silvesterfeuerwerk auf das Gelände der Silvesterfeier der Eislaufbahn „Eiszauber“ gefeuert wurde, obwohl der Veranstalter explizit das Abbrennen und Mitführen von Pyrotechnik untersagt hatte.

Daraus resultiere eine erhebliche Gefahr für das denkmalgeschützte Marktensemble mit Rathaus, Marktapotheke oder Hotel Anker, teilt die Stadtverwaltung mit. Im übrigen Stadtgebiet bleibt das Abfeuern von Silvesterfeuerwerk erlaubt. Mit dem Verbot gehe es lediglich darum, die historische Bausubstanz des Marktplatzes und des Fischmarktes zu sichern.

Die Verbotszone wird wie folgt eingegrenzt. Westlich beginnt sie an der Brudergasse 2 über die Blankenburger Straße zum Markt 8, einschließlich des Kreuzungsbereichs Brudergasse und Blankenburger Straße. Nordwestlich verläuft die Zone entlang der Gebäudefront Markt 8 bis 21, nordöstlich vom Markt 22 bis Köditzgasse 1, südöstlich von der Köditzgasse 1 über die Einmündung Köditzgasse zum Markt 1. Südwestlich wiederum wird der Bereich von der Oberen Straße 2 entlang der Gebäudefront Markt 6 und 7 über die Einmündung Brudergasse bis zur Brudergasse 2 reichen.
In diesem Zusammenhang betont die Stadt, dass Verstöße gegen diese Anordnung nach dem Sprengstoffgesetz als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldstrafe bis 50.000 Euro geahndet werden können.