Ansichten Bullshit

Jakob und sein Mütchen

Jakob Augstein ist der lebende Beweis, dass der Apfel erstaunlich weit vom Stamm fallen kann. War die Devise seines Ziehvaters und „Spiegel“-Gründers Rudolf Augstein noch: „Sagen, was ist“, so kümmert sich der mutmaßlich wohlstandsverwahrloste Jakob lieber um das, was seiner Meinung nach sein soll. In seiner Kolumne rüffelt er zum wiederholten Male das Volk, den großen Lümmel. „Wer Demokratie will, darf die Menschen nicht direkt befragen.“ Aber der Jakob macht es unter Wählerbeschimpfung nicht – und führt weiter aus:

„Aus gutem Grund gibt es Parlamente. Sie schützen die Demokratie vor dem Volk und das Volk vor sich selbst. Denn beim Volk, das ist eine paradoxe Wahrheit, ist die Demokratie nicht gut aufgehoben.“

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis Jakob Augstein den Küchenchefs dieser Welt erklären wird, dass ein gutes Steak nur ohne Fleisch zuzubereiten geht.
Danke, weiser Jakob, der sich mit den lu(m)penreinen Demokraten Jean Asselborn (Außenminister Luxemburgs) und Rebecca Harms (Europa-Abgeordnete der Grünen) in allerfeinster Gesellschaft befindet! Das Stimmvieh sollte aus dieser Lektion lernen: Direkte Demokratie ist immer dann Mist, wenn sie nicht zu den gewünschten Ergebnissen im Sinne von Jakob, Rebecca & Co. führt. Hatte Rudolf Augstein noch wirklich Mut, so hat sein Ziehsohn lediglich noch ein Mütchen. Eines, das er gern und oft medial kühlt.

Sich helfen zu lassen, kann sauteuer werden: Eine mittellose Familie die dank der RTL-Sendung „Einsatz in vier Wänden“ eine kostenlose Renovierung ihres Hofs bekam, soll nun ans Finanzamt 160.000 Euro Steuern nachzahlen, allein 40.000 Euro Zinsen! Hintergrund: Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Preisgelder für die Teilnahme als Kandidat an einer Fernsehshow als „sonstige Einkünfte“ zu versteuern sind. „Escher hilft“ ist nun letzte Hoffnung der Familie.

„Wer anderen eine Gräbe grubt, meist selber in die Hosen pupt“, könnte man verballhornt den Grünen ein weiteres Mal ins Stammbuch schreiben. Die Radfahrer ließen eigens das Münchner Rathaus recherchieren, wer in der Stadtregierung am meisten fliegt und damit größter Umweltsünder ist. Das Erstaunliche: Die Grünen flogen fast doppelt so häufig wie die SPD-Abgeordneten. 23 Flüge gingen im Jahr 2014 aufs Konto der selbsternannten Nachhaltigen, zwölf waren es bei der SPD, sechs bei der CSU und bei den restlichen Gruppierungen zusammengenommen acht. Da sind die Münchner Grünen nicht nur viel, sondern auch sehr tief geflogen …

An der altehrwürdigen Johannes Gutenberg-Universität zu Mainz – ausgerechnet im Gebäude der Rechtswissenschaft (!!!) – sah es zur „Hoch­schul­grup­pen­mes­se“ für Erstsemestler am Donnerstag weniger nach Studenten als nach linksextremistischen Krawallos aus RAF-Tagen aus. Statt Gesicht wurden Sturmhauben gezeigt. „Wer eine Sturm­hau­be auf­zieht, ist kein De­mo­krat“, kommentierte zutreffend ein Mainzer Lokalpolitiker. Die Leitung der Universität behält sich hoffentlich rechtliche Schritte nicht nur vor, sondern leitet diese auch konsequent ein!
Andreas Kühn