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Großes Gemeckere und Rumgezi(ege)cke in Kamsdorf

„Märchen sind Volksgut und somit Teil der Geschichte und wir Bewahren diese“ sagte Martin Geheeb einer der Regisseure. Wieder einmal hat es die Laienspielgruppe des Märchentheaters Kamsdorf geschafft ein strahlendes Funkeln in die Augen der Besucher zu zaubern.
Die Darsteller boten den Kleinen und Großen Gästen nicht nur ein besonders aufwändiges Bühnenbild, Kostüme und Requisiten sondern auch ein wunderschön in Szene gesetztes „Märchen der Gebrüder Grimm“.
Als es am 10.12. pünktlich um 17 Uhr hieß „Vorhang auf“ war die Mehrzweckhalle in Kamsdorf mit über 420 Besuchern aus Nah und Fern restlos ausverkauft. Eine Besucherin aus Schleiz schwärmte nach der Aufführung bei einer Tasse leckeren Glühwein „Es war zauberhaft, wir kommen jedes Jahr gern nach Kamsdorf“.
Norma Suchold, die Vorsitzende des Fördervereins der AWO Kita „Bunte Spielwelt“ sagte mit strahlenden Augen „Der Besucherrekord zeigt, dass wir alles richtig gemacht haben. Wenn wir es schaffen die Kinder zum Lachen zu bringen haben wir unser Ziel erreicht. Ein großer Dank gilt unseren beiden Bratern, den Helfern in der Versorgung sowie der Waffelbäckerinnen die trotz der vielen Gäste den Überblick behalten haben.“
Der hungrige große böse Wolf entpuppte sich sehr schnell als zahnloser Maulheld der es erst im dritten Versuch, und nur mit Hilfe und Tipps seiner Frau Florentine schaffte, die Gießens zu überlisten. Auch die Hinweise der Lehrerin, Frau Hase woran man den Wolf erkennt, halfen da nichts. Mit viel Kreide für die Stimme und einer Pfote weiß wie Mehl gelang es dem Isegrim die kleinen Ziegen auszutricksen.
Sein Sohn Wolli wollte von all dem nichts wissen und versuchte seinem tollpatschigen Vater immer davon zu überzeugen dass man als Vegetarier viel Gesünder lebt. Am Ende hatte der Sohn recht behalten, die Familie Geißen und das Rotkäppchen erteilten dem großen bösen Wolf eine Lehre und stopften ihm den Bauch mit Wackersteinen aus. Der Wolf erlernte einen richtigen Beruf und wurde vegetarischer Diätkoch am Kindergarten in Kamsdorf.
Nachdem die Theaterspieler im vergangen Jahr ein kurzes Schattenspiel in das Märchen einbauten, versuchte man auch dieses Jahr wieder etwas Neues.
Das Münzetaler Quintett aus Könitz überbrückte die Szenenwechsel, besonders zur Freude der älteren Gäste, mit kurzen Weihnachtsliedern. Marko Lange, einer der Sänger, sagte „Es war das erste Mal für uns in einem so wundervollen Märchen singen zu dürfen. Wir kommen gerne wieder“
In Grimms Märchenbuch warten noch viele spannende Geschichten für die Kleinen und Großen.
Der Verein und die Darsteller bedanken sich bei allen Gästen, Helfern und Gönnern. Dem GBCC Bucha, dem Feuerwehrverein Kamsdorf und der Gasmaschinenzentrale Unterwellenborn für die technische Unterstützung. Dem Kostümfundus des Mehrgenerationshauses Pößneck, den zahlreichen Firmen und Privatpersonen. Und natürlich bei den Gemeinden Unterwellenborn, Kamsdorf und dem Bauhof sowie deren Mitarbeitern für die Bereitstellung und Organisation der Mehrzweckhalle.
Text: Alexander Kuppe
Foto: Conny Lange