Größter Haushalt der Stadtgeschichte in Saalfeld beschlossen

Die Saalfelder Stadträte beschlossen in ihrer heutigen Sitzung für 2018 den größten Haushalt, den die Stadt je hatte: 51,8 Millionen Euro (41,1 Millionen Euro im Verwaltungs- und 10,7 Millionen Euro im Vermögenshaushalt. Wie Bürgermeister Matthias Graul unterstrich: Es gibt keine neue Kreditaufnahme.

Der Schuldenstand der Stadt beträgt 8,84 Millionen Euro; damit liegt die pro-Kopf-Verschuldung bei 340 Euro. Im Maßstab des Freistaats sei dies ein guter Wert. Vor allem dann, wenn man darauf blicke, dass die pro-Kopf-Verschuldung schon einmal bei 1.200 Euro gelegen habe.

CDU-Fraktionschef Dr. Steffen Kania warf einen Blick auf die größten Posten: 1,185 Millionen Euro mehr als im Vorjahr fließen in die Kindergärten, insgesamt seien das 7,799 Millionen Euro. Somit gebe Saalfeld jeden fünften Euro im Verwaltungshaushalt für die Kinderbetreuung aus. 2,5 Prozent mehr Lohn für die Angestellten und 1,8 Prozent mehr Lohn für die Beamten hinterließen ihre Spuren bei summa summarum 9,77 Millionen Euro Personalkosten. Wenn Ende 2018 dann die Saalfelder Höhe hinzu käme, würde die Zehn-Millionen-Marke geknackt. Rund 22 Prozent des Verwaltungshaushalts – das entspricht 9 Millionen Euro (500.00 Euro mehr als 2017) – verschlingt die Kreisumlage.

Wie erwartet wurde zuvor der Beschluss zum Erhalt der Rettungsleitstelle Saalfeld einstimmig gefasst.

Ein Gedanke zu „Größter Haushalt der Stadtgeschichte in Saalfeld beschlossen“

  1. So, so bei stagnierenden und abnehmen Bevölkerungszahlen sowie galoppierender Vergreisung der Gesellschaft werden deutliche Mehrausgaben für Kinder notwendig. Aber wir wissen ja, woher diese zusätzlichen Kinder kommen. Und bestimmt nicht von den Rentnern und auch nicht von der intellektuellen jungen Bevölkerung, die sowieso nur Karriere und dann ihr Heil in der Flucht sieht. Die Region bietet eben nichts mehr und man sieht es eindeutig daran, wenn solche Weltunternehmen wie Trumpf seitenlange Jobs für den Standort Saalfeld im Netz anbieten.

    Und natürlich müssen die braven Systemlinge der Verwaltung und vor allem die Beamten bedient und belohnt werden.

    Dafür aber immer weiter den Normalobürger ausquetschen. Am besten aus jedem Kanaldeckel blitzen und wenn man mal 1 Minute länger irgendwo steht, dass dann sofort die Stadtwache erscheint (woher die nur immer soi schnell kommen) und einem ein Enteignungsschein verpasst.

    Und das Ende der Rettungsleitstelle wird kommen, egal was die kleine Stadt Saalfeld dazu beschließt.

    Im Kleinen wie im Großen alles nur noch zum davonlaufen. Bloß wohin?

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