Allgemein dies & das Thüringen

Geflügelgrippe bei Wildvögeln: Erster Fall in Thüringen

Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE), hat heute über den im derzeitigen Seuchengeschehen ersten Fall von Geflügelgrippe in Thüringen informiert. In unmittelbarer Nähe zur Talsperre Zeulenroda (Landkreis Greiz) wurde eine Reiherente tot aufgefunden, die mit dem hochpathogenen Aviären Influenza Virus H5N8 (AIV H5N8) infiziert war. Das haben Laboruntersuchungen des Thüringer Landesamts für Verbraucherschutz (TLV) und des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit, dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), ergeben.

Werner sagte: „Der erste Fall von Geflügelgrippe bei einem Wildvogel in Thüringen zeigt, dass das Geschehen noch nicht zum Stillstand gekommen ist. Oberstes Ziel muss es nun sein, die Einschleppung in einen Hausgeflügelbestand zu verhindern. Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter sind nach wie vor aufgerufen, die Stallpflicht und weitere Biosicherheitsmaßnahmen unbedingt einzuhalten.“

Das zuständige Veterinäramt hat sofort die notwendigen Maßnahmen eingeleitet. Das Gebiet um die Talsperre Zeulenroda liegt in einem sogenannten Risikogebiet, in dem Hausgeflügel bereits der Stallpflicht unterliegt. Weiterhin werden ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet um den Fundort der Ente eingerichtet, in denen Tiere, falls nicht schon bereits geschehen, aufgestallt werden. Zudem wird dort die Jagd auf Federwild bis auf weiteres untersagt.