Gedanken zur Weddereinweihung von d`n Marx-Schaddel

D`r Altschtädter (Gunter Linke) hat sich Gedanken zur Weddereinweihung von d`n Marx-Schaddel offn Sonnahmd, d`n 05. Mai 2018 in Hofe d`r Rudelschtädter Biblethek an Schulplatze gemacht:

Nischt gegen dan Marx on seine philesoph`schen Gedanken on Lehr`n.
A nischts gegen d`n grußart`gen Bildhauer Krämer dar unsrer Resedenz d`n Marx sein Schaddel geröcht`t hat.
Trotzdam stell ech m`r nune de Frage, warom in aller Walt mußt`n änn nune, ech weeß nech war, salt dan Schaddel wedder aus`n Kaller raus holle, ne abstabe on nachen met änn riebischen Pomp in d`n Hof d`r Biblethek wedder off ze stell`n.
Marx ös äner aus Trier on hatte met Rudelschtadt nischt, aber a gar nischt ze tun.
`S Änz`ge was ons met`n verbong hat, war d`r Platz in Westen d`r Schadt, gegeniber d`r 96er Kaserne, dar nune d`r Bayreither Platz ös on vor dan Marx war`s d`r Sedan-Platz, dar an de Metwerkung dr 96er in d`n Kriege gegen Napoleon III 1870/71 on an de Gefall`n von Erschten Waltkriege arönnerte.
On das, das war aber nune schon geschichtlich alles, was`s iber Marx on Rudelschtadt ze arzähl`n göbt.

No gut, änne sache met dan Marx on d`r resedenz muß nune doch noch gesaht ware.
Obwohl salt dar Omstand epper nech sonderlich off de Entwicklung onsrer Schtadt änn Einfuß gehatt habe werd.
D`r Omstand war namlich epper sein Frau Jenny, se war änne geborne von Westfalen, on hatten ahm ihre Worzel von d`r Familie har gesihn in Rudelschtadt.
Dessertderwegen soll d`r Marx ja a ämal dahierden gewasen sei, welleicht aber a epper merre als nur ämal.

Als onser „Rudelschtädter Philesoph“, Rudelschtädter Ehr`nbärger, Rudelschtädter Garnisonspred`ger, Rudelsctädter Mundartschreiber on Lehrert Anton Sommer an 11. Dezember 2016 sein 200. Geburtstag feierte, da verlief sich nur änne hamvoll Rudelschtädter Bärger ze sein`n Denkmal. Von d`r grußkopferten Schtadtpolletik on Schtadtkultur ließ sich kä Schwanz on nischt on niemand blicke, nech ämal änne Nachricht, ä Grußwort oder änne Karte war Sommern sei Geburtstag dan Herrschften wart.

Saltdamals ha ech noch gedacht: „No ja, `s ös zwart racht traurig, daß`s Andenken an onsern grußen Rudelschtädter Sohn su gar nech merre känn astemiert, aber was soll`s, de Zeiten ännern söch on war kann änn die Geschöchten iber de Rudelschtädter Lab`msart, -on Weise aus d´r Zeit von annodunnemals iberhaupt noch lase?“

Aber heite scham ech mich daderfer, wie met onsern 200 jährigen Jubelar omgegang`worrn ös.

Änne Hoffnung ha ech ja noch:
An 01. Juni 2018 feiert onser Anton Sommer sein 130. Todestag.
Velleicht schafft`s ja nachen von dan polit`schen on kulturellen Eliten ons`rer Stadt ä paar, dan grußen Sohn Rudelschtadts ze ehr`n, indam se in d`n Garten von sein Geburtshaus ze d`r „Anton Sommer Mundartlasung“ met mir änne Blumme fern ibrig hab`m oder wenigsten anwasend sinn.

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