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Fragebogen: Christian Sitter

Was denken und fühlen Politiker, Unternehmer, Freunde, Bekannte oder Kollegen unserer Leser? Welche Maxime haben sie? Fragen, die immer wieder gern gestellt werden. Wir werden in unregelmäßigen Abständen unseren modifizierten Fragebogen mit der freundlichen Bitte um Beantwortung ausreichen.
Vorbild ist der wohl berühmteste Fragebogen der Welt, der den Namen des französischen Schriftstellers Marcel Proust (1871-1922) trägt. Dieser hat ihn jedoch nicht entworfen, sondern lediglich ausgefüllt. Streng genommen sogar zwei Mal: Erstmals bei einem “Questionnaire” anlässlich einer Geburtstagsparty der Tochter des späteren französischen Präsidenten Félix Faure im zarten Alter von 13 Jahren. Als Proust 20 Lenze zählte, füllte er einen ähnlichen Fragebogen aus, dem er selber den Titel “Marcel Proust par lui-même” (Marcel Proust über sich selbst) gab.

Heute: Christian Sitter. Seit 18 Jahren als Rechtsanwalt tätig. Er ist 50 Jahre alt, verheiratet, hat drei Kinder und stammt aus Dortmund. An den Universitäten in Bonn, Köln, Fribourg (Schweiz) und Stellenbosch (Südafrika) hat er Rechtswissenschaften studiert. Bevor er 2004 als Sozius in ein Gothaer Anwaltsbüro eintrat, arbeitete er für eine bundesweit tätige Insolvenzkanzlei. Seit Februar 2010 leitet Sitter eine eigene Kanzlei in Gotha. Wenn er nicht Gitarre spielt, streift er auch mal die Boxhandschuhe über. Seit 2017 ist Sitter Vorsitzender der Thüringer WerteUnion.

Schenken Sie uns eine Lebensweisheit:
„Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: du wirst in jedem Fall recht behalten.“

Als Kind wollte ich werden:
Rockstar

Worauf ich stolz bin:
Dass ich immer ein Mal mehr aufgestanden als hingefallen bin.

Das sagt man mir nach:
Hoffentlich, dass ich ein guter Rechtsanwalt bin, denn meine Gitarrenkünste reichen nicht, um damit Geld zu verdienen.

Was ich am meisten verabscheue:
Die Arroganz lebensunerfahrener Politiker.

Meine Lieblingsperson in der Geschichte:
Caterina von Siena.

Mit diesem Prominenten würde ich gern einen Tag tauschen:
Van Morrison.

Wo ich meinen Ruhestand verbringen würde:
Wenn es so weitergeht: ganz bestimmt nicht in Deutschland.

Was ich am liebsten esse und trinke:
Dorade Royale, dazu Raki; ansonsten kann ich bei einem guten Brunello nie „nein“ sagen.

Das will ich auf meiner Beerdigung gar nicht hören:
„Er war immer pünktlich.“