Allgemein Ansichten Debatte

Flaschenpost aus dem Urlaub

Flaschenpost an das, was meist in einem Hosenanzug steckt: Frau Bundeskanzlerin (Höflichkeitsfloskeln verbieten sich bei Ihrer Person), ich bin 2019 bereits durch zehn europäische Länder gereist. Wenn im Gespräch mit dort schon länger Lebenden die Rede auf Sie kommt, fallen nicht selten wenig schmeichelhafte Worte. Den Italienern oder Polen rutscht bei Nennung Ihres Namens auch bei hochsommerlichen Temperaturen die Hasskappe tief ins Gesicht. Anders gesagt: Dort fände sich nicht genug Stimmvieh, das dumm genug wäre, Sie und Ihresgleichen zu wählen. Damit eines klar ist: Ich schäme mich nicht für mein Land fremd. Dazu ist es zu schön und die meisten Menschen sind zu rechtschaffen und zu fleißig. Aber ich schäme mich wie ein Bettnässer, dass Deutschland von Ihnen geführt wird. Leider muss ich mich allerdings dafür schämen, dass Sie Ostdeutsche sind wie ich.

Wie wäre es Mal mit einem guten Witz statt ständiger Entgleisungen? Erzählen Sie doch einfach in einer Regierungserklärung, dass Ihr Kabinett eine Bestenauslese darstellt. Da hätten Notärzte gut zu tun, denn Millionen würden sich totlachen wollen. Beim Gedanken an Ihren Außenminister und Ihren famosen Wirtschaftsminister schmerzt mein Zwerchfell. Bevor ich gar an die Umwelt- und Landwirtschaftsministerin denke, wähle ich zuvor den Notruf. Zu Horst und der Doppelnamen-Saarländerin darf ich mich nicht äußern – mein Anwalt hat es verboten.
Das gesellschaftliche Klima in Deutschland hat sich dank Ihrer Minderleistung im Amt in den vergangenen Jahren zum Schlechteren verändert. Bei vielen Menschen ist das Vertrauen in die Politik erodiert. Sie können (wollen) weder Grenzen, noch Freibäder, noch Weihnachtsmärkte schützen.

Die folgerichtigen Klatschen für Ihre Partei bei den jüngsten Europa- und Kommunalwahlen hätten Sie munter machen müssen. Statt dessen: Weiter zittern. Also braucht Ihr muttivierter „Verein“ weitere Genickschläge in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Je schmerzhafter sie ausfallen, umso besser. Es kann gar nicht genug weh tun!

Ihr Starfighter ist ja nun in Brüssel abgestürzt. Europa wird sich mit einem Schleudersitz nicht retten können vor dieser Allzweckwaffe. Die Sparer dürfen zittern, die Schuldenmacher kommen vor Lachen nicht in den Schlaf.

PS: Ich kann mich übrigens noch gut daran erinnern, dass 1990 kein in- und ausländischer Kollege verstanden hat, was Sie zur stellvertretenden Regierungssprecherin befähigt haben sollte. Spätestens seit 2015 kann ich auch die Frage nicht beantworten, was ausgerechnet Sie zur Bundeskanzlerin befähigt. Ihr Hosenanzug? Das Bayreuther Abendkleid kann es wohl nicht sein.

PPS: Sie wurden kürzlich 65. Nehmen Sie Ihre Pension, werden Sie glücklich. Aber hören Sie auf, andere unglücklich zu machen. Hauen Sie einfach ab. Ich bin sicher: Sie können das schaffen.
Aus Gründen: Das Foto mit drei Rindviechern ist rein zufällig gewählt. Es hat keinerlei Bezug zum Beitrag.
Andreas Kühn