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Es knirscht im Rudolstädter Theater-Gebälk

Das Theater Rudolstadt hat sich nach unseren Recherchen kürzlich Knall und Fall von seinem bisherigen Generalplaner getrennt. Das bestätigte uns Rudolstadts Bürgermeister Jörg Reichl gestern auf Anfrage. Das Landratsamt wollte sich dazu nicht äußern. Auch die Antwort des Theater-Verwaltungsdirektors steht aus.

Reichl schreibt: „Ja, es soll einen Wechsel des Generalplaners geben. Dies erfolgt durch europaweite Ausschreibung, wie auch schon bei der Auswahl des bisherigen Generalplaners. Der Vertrag für die Generalplanung wurde aus wichtigem Grund seitens des Theaters gekündigt.“ Der Rudolstädter Bürgermeister stellte für die nächsten Tage ein Statement der Geschäftsführung des Theaters in Aussicht.

Seit diesem Jahr ist bereits klar: Der Umbau des Theaters Rudolstadt wird deutlich teurer als geplant. War man zu Beginn noch von einer Summe von etwas mehr als neun Millionen Euro ausgegangen, so war nun bereits von 14 Millionen Euro die Rede. Dass der nunmehrige Wechsel des Generalplaners den Preis nochmals deutlich in die Höhe treiben wird, wollte Jörg Reichl nicht bestätigen. Die Arbeiten für den neuen Umfassungsbau laufen, die Fertigstellung ist frühestens für Herbst 2020 geplant. Doch auch dieses Datum scheint inzwischen Utopie. Ein Insider kommentierte: „Das Theater könnte der BER des Landkreises werden.“

Träger des Theaters ist ein Zweckverband, dem der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (50 Prozent) sowie die Städte Rudolstadt (38 Prozent) und Saalfeld/Saale (12 Prozent) angehören.
Foto: Andreas Praefcke (Wikimedia)