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„Es geht um unser gesellschaftliches Klima, nicht ums Weltklima!“

Die Sommerpause war die Ruhe vor dem Sturm. Vor dem Wahlkampfendspurt sprachen wir mit Karlheinz Frosch, dem AfD-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Saalfeld-Rudolstadt und AfD-Direktkandidaten für den Thüringer Landtag im Wahlkreis Saalfeld-Rudolstadt I.

Alle reden derzeit vom Klima. Haben Sie da keine Sorgen?

Meine größte Sorge gilt wahrlich nicht dem auf unserem Planeten seit Jahrmillionen permanent stattfindenden, teils drastischen, Klimaschwankungen. Übrigens ganz ohne Menschen. Vielmehr sorge ich mich um das gesellschaftliche Klima in Deutschland, im Freistaat und damit verbunden um unsere Zukunft.

Konkret?

Es geht schon seit Jahren nicht mehr um politische Positionen, es geht nur noch um die Ausgrenzung und Hetze gegenüber einer einzigen Partei, der AfD. Der Partei, die am politischen Kurs der Regierenden die deutlichste Kritik übt. Der Partei, die als einzige die Mutter aller gesellschaftlichen Probleme, die massenhafte Einwanderung in unsere Sozialsysteme, stets im Fokus hatte und hat. Gegen politisch Andersdenkende und zur Bekämpfung der AfD setzt man den linken Mob in Marsch. Quer durch alle Parteien wird hierzu, unter Einbeziehung der Medien, nach altkommunistischen Vorbild eine nationale Front gebildet. Das alles geschieht dann im Namen der Demokratie. Das Gegenteil ist wohl eher der Fall. Das ist die Toleranz, deren Fehlen die selbsternannten Demokraten bei der AfD immer so beklagen!

Immer öfter werden AfD-Mitglieder und -Funktionäre mit „Nazi“ betitelt. Trifft Sie das persönlich?

Nein. Weil es für meine Person definitiv nicht zutrifft. Ich stehe fester auf dem Boden unserer freiheitlichen Verfassung als jene, die behaupten AfDler seien Nazis. Ich finde solche Vergleiche trotzdem schlimm, sind sie doch für mich immer eine indirekte Verhöhnung der Opfer des Dritten Reiches. Wenn inzwischen jeder, der eine vom Mainstream abweichende Meinung hat, als Nazi geschmäht wird, sollte das nachdenklich stimmen. Übrigens, müssen Faschisten nicht zwangsläufig braun sein, sie können auch in jeder anderen Farbe daherkommen. Wie es uns die junge Geschichte und Gegenwart auch lehrt. Vorsicht ist also geboten.

Die AfD wird stets und ständig als „Einthemenpartei“ benannt. Sind fehlende Straßenlaternen und unterfinanzierte Freizeiteinrichtungen kein Thema?

Selbstverständlich sind sie das! Aber Prioritäten zu setzen, ist wichtig. Was nützen beleuchtete Wege oder die schönsten Schwimmbäder, wenn sie nicht mehr sicher sind? Vornehmste Aufgabe des Staates ist nicht die Integration von eventuell integrationsunwilligen Flüchtlingen, sondern der Schutz seiner Bürger. Polizei und Justiz haben ohnehin schon alle Hände voll zu tun. Nach einer Willkommenskultur ist es jetzt an der Zeit für eine Verabschiedungskultur – und zwar schnell.

Also doch auf alle Probleme nur eine Antwort?

Nun das wäre immerhin noch besser als die linkspopulistischen Parteien von Rot-Rot-Grün. Die haben nämlich auf alle Fragen unserer Zeit gar keine Antwort. Die Roten konnten doch bis heute immer nur eines: Anderer Leute Geld verteilen! Aber zurück zur Sache. Es sei jedem empfohlen das AfD-Wahlprogramm zu lesen. Nur dann weiß man als Wähler; wie viele Antworten meine Partei in Wahrheit hat.
Ich wiederhole mich immer wieder gern: Wie wir heute wählen, so werden wir morgen leben. Es geht um wichtigere Dinge als Rot-Rot-Grün, es geht um unsere bürgerlichen Freiheiten und die Zukunft unserer Kinder und Enkel.