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Erst Schüsse aus Polizeipistolen stoppten Flüchtende

Am gestrigen Abend gegen 19:15 Uhr beabsichtigten Polizeibeamte, den Fahrer eines Pkw Mitsubishi im Gewerbegebiet in Windischleuba (Landkreis Altenburger Land) einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Die Aufforderung, dem zivilen Polizeifahrzeug zu folgen, ignorierte der Fahrer und flüchtete erst in seinem Auto als auch in der Folge zu Fuß. Trotz intensiver Suche, unter Zuhilfenahme eines Polizeihubschraubers sowie eines Polizeihundes, konnte der Fahrer nicht aufgegriffen werden.

Im Zuge der fortlaufenden Fahndung nach dem Flüchtigen wurde am gleichen Abend gegen 22:40 Uhr in der Ortslage Pahna ein Audi kontrolliert. Dabei stellte sich heraus, dass auf dessen Beifahrersitz der zuvor Geflüchtete saß. Der am Steuer sitzende Fahrer wollte sich jedoch offenbar der Verkehrskontrolle entziehen, wendete und fuhr auf einen der kontrollierenden Beamten zu. Mit einem Sprung zur Seite verhinderte der Polizeibeamte eine Kollision mit dem Pkw. Durch die Polizeibeamten wurden zwei Schüsse auf die Reifen des Audis abgegeben, so dass diese blockierten.

Die beiden Insassen, ein 34-Jähriger und ein 59-Jähriger rannten, nach kurzer Fahrt mit beschädigten Reifen, schließlich zu Fuß weiter. Letztendlich konnten sie nach kurzer Verfolgung vorläufig festgenommen werden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die nunmehr eingeleiteten Ermittlungen seitens der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Gera gegen die beiden Tatverdächtigen dauern weiterhin an.

Update, 4.1.2019: Gegen die beiden festgenommenen Tatverdächtigen wird nunmehr unter anderem wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter gefährlicher Körperverletzung und gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr ermittelt. Es stellte sich heraus, dass die zunächst angegebenen Personalien des Audi-Fahrers falsch waren. Die wahre Identität des Mannes (59) wurde ermittelt. Daraus ergab sich, dass gegen ihn ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Kassel vorlag, welcher folglich vollzogen wurde. Der 34-jährige Beifahrer, welcher nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war, wurde auf Weisung der Staatsanwaltschaft Gera nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die Ermittlungen seitens der Kriminalpolizei laufen weiter.