Erklärung der Alternativen Mitte in der AfD-Thüringen

Nach über einem Jahr der wiederholten, erfolglosen Versuche, anstehende Probleme in der Führung des Landesverbandes der AfD-Thüringen, in internen Gesprächen zu klären, sehen wir uns nun veranlasst diese Gespräche öffentlich anzumahnen.

Die Alternative für Deutschland [AfD] hat wesentlich dazu beigetragen, dass es in unserem Vaterland wieder eine ernstzunehmende parlamentarische Opposition im Bundestag und den Ländern gibt. Der Bundesvorstand und die Fraktion der AfD im Bundestag leisten eine hervorragende, wichtige Arbeit.

Grundlage, dass diese Arbeit auch langfristig erfolgreich sein kann, ist eine nachhaltige Akzeptanz in breiten Kreisen der Bevölkerung. Wichtig ist vor allem auch die Akzeptanz der AfD im bürgerlichen Milieu des deutschen Mittelstandes. Hier ist die Sensibilität gegenüber totalitären – auch nationalsozialistischen – Tendenzen besonders groß. Der AfD Landesverband Thüringen wird – geführt von Björn Höcke – dabei besonders kritisch wahrgenommen.

Aus diesem Grund ist hier, faktisch und symbolisch, eine akzeptierte Präsenz liberal-konservativer Kreise in der AfD, besonders wichtig. Repräsentiert werden diese Kreise, in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit, auch durch die Alternative Mitte in der AfD [AM].

In den letzten Monaten gab es immer wieder Ereignisse, die den Rückschluss zulassen, dass der Landesvorstand der AfD in Thüringen informell nicht nur gegen Mitglieder dieser Gliederung vorgeht, sie innerhalb der Partei auszugrenzen versucht, oder Maßnahmen ergreift um für eine Ausgrenzung zu sorgen.

Der von uns, auch gegenüber führenden Mitgliedern des Landesvorstands, angesprochene Weg, bestehende Dissonanzen in internen Gesprächen zu klären, konnte bisher nicht gegangen werden, weil dazu auf Seiten des Landesvorstandes kein Interesse bestand. Das wird sehr bedauert.

Da sich bestimmte, für die Zukunftsfähigkeit der AfD grundsätzlich ausgesprochen Besorgnis erregende Signale in der jüngeren Vergangenheit häuften, ist es nun dringend notwendig diese Gespräche zeitnah nachzuholen. Sie sollen dazu dienen, einen Diskussionsraum innerhalb! der Partei zu öffnen, um für Ausgleich und Zusammenhalt zu sorgen. Letzteres gehört zu den vordringlichsten Aufgaben des Landesvorstandes und des Parteivorsitzenden. So können Probleme intern und nicht in der Öffentlichkeit und über die Presse geklärt werden.

Diese Gespräche müssen innerhalb der nächsten 14 Tage stattfinden. Da die Hierarchie in der AfD – Thüringen sehr stark auf den Landesvorsitzenden Björn Höcke und Stefan Möller zuordnet, ist die Anwesenheit beider Personen unumgänglich.