Ein Kreuz machen, aber nicht die Stimme abgeben

Nie wird soviel gelogen wie nach einer
Jagd, im Krieg und vor Wahlen.
Otto von Bismarck

Am kommenden Sonntag sind die Wähler vielerorts in Thüringen aufgerufen, vier Landräte, neun Oberbürgermeister und 97 haupt- und ehrenamtliche Bürgermeister für die kommenden sechs Jahre zu wählen. Beim Urnengang am 15. April handelt es sich um eine Personenwahl. Es war wochenlang ausreichend Gelegenheit, sich mit den Positionen der Bewerber auseinanderzusetzen. Das sollte genügt haben, sich einen „Favoriten“ auszugucken. Einen oder eine, die/der Ihre Interessen vertritt. Jemand, dem Sie zutrauen, sowohl zu gestalten als auch zu verwalten. Wer auf seinem Stimmzettel nicht fündig wird, hätte selbst kandidieren sollen.

Klischees helfen nicht: Weder sind Kandidaten der Parteien per se indoktriniert, noch ist „parteilos“ ein Qualitätsmerkmal. Alter muss kein Makel sein, Jugend bürgt nicht automatisch für Qualität. Jeder Kandidat hat dafür, dass er sich dem Votum stellt, Respekt verdient. Aber nicht jeder Kandidat hat sich ein Wahlkreuz verdient. Wer im bisherigen Berufsleben nichts „gerissen“ hat: Warum sollte er/sie das ausgerechnet in einem öffentlichen Amt tun? Wähler, die von ihrem Favoriten Wunder erwarten, werden in jedem Falle enttäuscht. Zur Wahl stehen MENSCHEN, keine ZAUBERER! Keiner von ihnen kann und wird die wundersame Geldvermehrung erfinden.

Beliebtheit sollte kein Maßstab für die Wahl von Politikern sein. Wenn es auf die Popularität ankäme, säßen Donald Duck und die Muppets längst im Senat.
Orson Welles

Schauen Sie sich die Frauen und Männer auf dem Stimmzettel genau an. Sowohl die, die einen Bürgermeister- oder Landratsschemel behaupten wollen – als auch die, die erstmals in ein solches Amt streben. Nehmen Sie diese genau unter die Lupe. Lächeln vom Wahlplakat herab reicht nicht. Misstrauen Sie denen, die für alles Lösungen parat haben. Lassen Sie sich nicht von billigen Parolen „abholen“ oder „mitnehmen“. Passen Sie auf, dass Sie als Wähler nicht ins Papier, das die „Wahlgeschenke“ umschließt, gleich mit eingewickelt werden. Wenn Sie sich am Sonntag für einen Clown entscheiden, könnte Ihnen die nächsten sechs Jahre das Lachen gründlich vergehen.

Jede Stimme zählt. Machen Sie am Sonntag beim Kandidaten Ihrer Wahl ein Kreuz auf dem Stimmzettel. Aber geben Sie damit Ihre Stimme nicht für sechs Jahre ab! Nehmen Sie die Gewählten beim Wort.

Andreas Kühn

2 Gedanken zu „Ein Kreuz machen, aber nicht die Stimme abgeben“

  1. Wenn Wahlen etwas ändern würden würde man sie verbieten.
    Wählen im besetzten vereinigten Wirtschaftsgebiet bringt nichts.
    Grundgesetz Artikel 120 Der Bund trägt die Kosten der Besatzung.
    Man gibt seine Stimme ab in eine Urne wo tote Sachen aufbewahrt werden toll.
    Wie lange soll diese Augsburger Puppenkiste noch gehen?
    Wann hört die Besatzung auf und der Betrug, die Täuschung im Rechtsverkehr Bezeichnung in unseren Ausweisen mit Name = Juristische Person = Sache.

    Die juristische PERSON ist die Geburtsurkunde, die nicht die Niederkunft eines Menschen dokumentiert, sondern eine „STIFTUNG“, ein Geburtenbond, eine Treuhand, welche eine Vermögensmasse ist, die vom Standesbeamten im Standesamt im Auftrag des VEREINS geboren, indes gegründet wird. „Herrenlose Rechte“ sind alle Statuten aus verschiedenen Jahrhunderten, aus Römer-, Kaiser- und Nationalsozialistischer Zeit und der nach wie vor anhaltenden Besatzungszeit seit 1945. Eine Art Baukasten von Rechten (Statuten), die indes PFLICHTEN sind, und vom Vereinsvorstand als Gesetz tituliert werden und im Grunde nur die Verwaltungsordnung innerhalb der Gesellschaft des Vereins bilden. Kein Mensch ist einer solchen Struktur unterworfen, wenn er keine vertragliche Vereinbarung hierüber eingegangen ist.
    Der Begünstigte dieser geborenen/gegründeten Stiftung ist der Mensch und deren Verwalter und Treuhänder der VEREIN und seine alphanumerischen Ableitungen, die auch die Haftungsträger sind. Dem Menschen wird dies aber verschwiegen und er denkt, er sei die PERSON. Ein fataler Irrtum. Denn er befindet sich in einer temporären Sklaverei, ohne es zu wissen. Im Grunde arbeitet der Mensch ein Lebenlang für die Regenten/Vereine/Parteien und die Kirche um am Lebensende ein Almosen zu erhalten, welches sich „Rente“ nennt. Über die juristische PERSON/Stiftung verschafft sich die Vereinsführung nun Zugriff auf den Menschen. Eine Handlung, die sich „PERSONENSTANDSÄNDERUNG“ nennt und nach Strafgesetzbuch (in der von den Alliierten bereinigten Fassung von 1948) mit bis zu zehn Jahre Zuchthaus geahndet wird.
    All das basiert auf dem internationlen Handelsrecht (UCC) und ist die Umsetzung des kanonischen Rechts (Kirchenrecht). Alle 99 Jahre vergibt die Kirche neue Lizenz- / Pachtverträge an Regenten, welche Fürsten aber auch Parteien (nicht rechtsfähige Vereine) sein können. Der Lizenznehmer erwirbt das Recht die ihm zugeordnete Landfläche zu „beackern“. Dabei gilt Ertragsmaximierung von „Land und Leuten“, also auch von „Arbeitskraft“ der Menschen, die sich auf dieser Landfläche niedergelassen haben.
    Ein teuflisches System, welches schon seit jahrtausenden Anwendung findet aber nun vor seinem Ende steht, da es erkannt und nun offen gelegt ist.

  2. Wenn jeder der Wahlberechtigen diese Tipps beherzigen würde, gäbe es keine Personenwahlen mehr. Ideen wählen wäre mal was – mit einer Person im Hintergrund, die sie gut umzusetzen vermag.

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