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Eicheln-Sammelaktion der Landesforstanstalt voller Erfolg

Die Eicheln-Sammelaktion ist ein voller Erfolg, schreibt der ThüringenForst-AöR in einer Pressemitteilung. Über sechs Tonnen Eicheln hatten Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den letzten sechs Wochen gesammelt. Das Saatgut aus den Saatguterntebeständen wurde der betriebseigenen Forstbaumschule zur Anzucht junger Bäumchen übergeben. Zusätzlich haben die Forstämter mehrere Tonnen Eicheln und Kastanien als Winterfutter angenommen. Mit der außergewöhnlichen Sammelaktion reagierte die Landesforstanstalt auf die diesjährige Eichenvollmast in Thüringens Wäldern, die mit eigenen Arbeitskräften nicht annähernd hätte abgeschöpft werden können. Ende dieser Woche wird ThüringenForst die äußerst erfolgreiche Sammelaktion nun hochzufrieden abschließen.

„Die unglaublich positive Resonanz auf die außergewöhnliche Sammelaktion hat uns Förster überrascht und -zugegeben- anfänglich auch etwas überfordert“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Schon in den ersten Tagen nach dem Aufruf wurden viele Forstämter von sammelfleißigen Kindern geradezu überrannt, die Eicheln in oft überfüllten Holzkisten, Tüten oder Rucksäcken vorbeibrachten. Dabei waren aus rechtlichen Gründen nicht alle Eicheln als Saatgut verwendbar, einen Teil konnten die Forstämter nur als Winterfutter für das Rot- und Rehwild in den Kammlagen des Thüringer Waldes annehmen. Dies tat der Sammelleidenschaft der Kleinen keinen Abbruch – im Gegenteil: So war ein weiterer Grund gefunden, erneut in den Laubwäldern auf „Eicheljagd“ zu gehen. Das außergewöhnlich milde, sonnenreiche Herbstwetter mag ein Übriges dazu beigetragen haben.

Die ThüringenForst-eigene Forstbaumschule in Breitenworbis hat aktuell schon fünf Tonnen des gesammelten Saatguts in die Anzuchtbeete verbracht. In zwei bis drei Jahren werden die letzten dieser jungen Eichenpflänzchen wieder in die heimischen Wälder zurückkehren und zu artenreichen und klimarobusten Mischwäldern beitragen. „Das übrige Saatgut wird in der Forstbaumschule eingelagert, es bleibt unter bestimmten Voraussetzungen zwei Jahre ausreichend keimfähig“, so Gebhardt abschließend.
Foto: Dr. Horst Sproßmann