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D`r Mai ös gekomm`

Rolschte Mai 2D`r Altschtädter (Gunter Linke) hat sich seine erbaulichen Gedanken zum Wonnemonat gemacht.

D`r Mai ös gekomm`,
m`r heert`s unbenomm`
de Bäme schlagen aus,
on käner traut söch naus

S` schläht de Buche in Walde drönne,
nach Mann on Fra, a nachen Könne
A de Kastanchen on de Ächen
die ließ`n sich dorch nischt erwächen.

An Bache da stihn` knorz`ge Weiden,
on lassen Mensch on Tier oft leiden.
Ja, Angler sieht m`r etz oft bluten,
denn fächterlich peitschen de Ruten.

Bleibst`e a drönne, vergass dei Hoffen,
denn lässt`e ämal ä Fanster offen,
da schmeißt`es Baamvolk aus`n Voll`n,
Dir off`n Pelz, de ganzen Poll´n.

On trifft`sch a kä Ast, da mußte ahm niese,
wenn off Bäm on off Büschen, de Knospen tun sprieße
Da schmerzt dir d`r Nischel on deine Augen tun brenne,
on`s Rute Kreiz muß drom a dauernd renne.

Drom steig nech raus, aus dein` Lotternast,
hol Dir ä Mensch nein, fer ä Liebesfast.
Oder änn Mann, no sei`s drom, wie`s a sei,
in dan gefahrlich, scheenen Wonnemonat Mai.

Rolschte Mai 1
Fotos: Gunter Linke