Allgemein Politik Thüringen

CDU-Fraktion macht Massenschlägerei in Gotha zum Thema im Innenausschuss

Wolfgang Fiedler
Foto: CDU-Fraktion
Der innenpolitische Sprecher der CDU im Thüringer Landtag, Wolfgang Fiedler, hat angekündigt, Innenminister Georg Maier im Innenausschuss zu der Massenschlägerei in Gotha vom vergangenen Freitag befragen zu wollen. Einen entsprechenden Antrag hat seine Fraktion heute eingereicht.

„Die Probleme mit gewaltbereiten Flüchtlingen, die von der Landesregierung munter über die Landkreise verteilt werden, entgleiten zusehends. Mittlerweile vergeht kaum eine Woche ohne größeren Polizeieinsatz“, erklärte Fiedler. Laut Medienberichten waren am Freitagmittag auf dem Coburger Platz in Gotha „aus Nordafrika stammende Bewohner eines angrenzenden Wohnblocks“ mit „Angehörigen des ortsansässigen Trinkermilieus“ in eine gewalttätige Auseinandersetzung geraten.

Die CDU-Fraktion will sich nun im Innenausschuss Details zu der Auseinandersetzung berichten lassen und in Erfahrung bringen, wie die Landesregierung die sich häufenden Vorfälle einschätzt. „Das Grundproblem bleibt, dass sich die Landregierung einen schlanken Fuß macht, indem sie dieses schwierige Klientel einfach auf die zunehmend überforderten Landkreise verteilt, statt sich in einer zentralen Einrichtung selbst darum zu kümmern“, erinnerte Fiedler an die jüngsten Massenschlägereien und Übergriffe unter Flüchtlingen in Apolda, Meinungen und Rudolstadt sowie die Probleme in der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl. „Ziel muss es zunächst sein, die Verfahren von Flüchtlingen ohne Bleibeperspektive in der EAE abzuwickeln. Doch schon die Reaktionen von weiten Teilen der Linkskoalition auf die geplanten Ankerzentren zeigen, dass von Thüringen kein konstruktiver Beitrag zu einer geordneten Problemlösung zu erwarten ist“, erklärte der CDU-Innenpolitiker.

Hintergrund:
Am vergangenen Freitag gegen 13.15 Uhr gerieten in Gotha mitten auf dem Coburger Platz 20 bis 25 Männer in eine handfeste Auseinandersetzung. Sie warfen mit Flaschen und gingen mit Besenstielen aufeinander los. Zwei Männer erlitten leichte Verletzungen. Einer davon soll durch einen Hundebiss verletzt worden sein. Was der Auslöser der Auseinandersetzung zwischen Angehörigen des ortsansässigen Trinkermilieus und den aus Nordafrika stammenden Bewohnern eines angrenzenden Wohnblocks war, ist unklar. Zahlreiche unbeteiligte Personen haben die Schlägerei gesehen und der Polizei gemeldet. Die ermittelt jetzt wegen Landfriedensbruch und bittet um jeden Hinweis aus der Bevölkerung, der zur Aufklärung der Straftat beitragen kann. Zeugen, die eventuell die Auseinandersetzung gefilmt haben, werden gebeten, ihre Aufzeichnungen für die Ermittlungen zur Verfügung zu stellen. Zeugenhinweise bitte an Telefon 03621/781124 unter der Bezugnummer 01-00698.