Polizei bringt Fahrzeug mit Schüssen zum Stehen

Im Zusammenhang mit einem polizeilichen Einsatz am heutigen Tag kam es gegen 13.30 Uhr zu einem Schusswaffeneinsatz der Polizei.

In der Ortslage Kaltensundheim (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) sollte ein Fahrzeug im fließenden Verkehr angehalten werden, da nach vorliegender Erkenntnislage Personen im Fahrzeug waren, die im Zusammenhang mit laufenden Strafverfahren festgenommen werden sollten. Nachdem der Fahrer die Anhaltezeichen der eingesetzten Beamten offenbar vorsätzlich missachtete und auf die Anhalteposten mit zunehmender Geschwindigkeit zufuhr, retteten sich diese durch Ausweichen aus der zu erwartenden Fahrspur des Fahrzeuges.

Aufgrund der Gefahrenanalyse entschlossen sich die Beamten dazu, auf die Reifen des Fahrzeugs zu schießen. Die Anzahl der abgegebenen Schüsse sowie der eingesetzten Waffen wird gegenwärtig ermittelt. Der Waffeneinsatz war erfolgreich, das Fahrzeug kam kurz nach der Schussabgabe zum Stehen. Anschließend wurde der Fahrer durch die Beamten vorläufig festgenommen. Nach vorliegenden Erkenntnissen kam es durch den Waffeneinsatz zu keinen verletzten Personen.

Die Kriminalpolizei Suhl hat in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Meiningen die Ermittlungen zum Vorfall übernommen. Ein versuchtes Tötungsdelikt durch den Fahrzeugführer wird nicht ausgeschlossen. Weitere Informationen zum Sachverhalt sind nach Mitteilung der Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen gegenwärtig nicht möglich.

Rund jeder vierte Mann in Thüringen ist Rentner

In Thüringen lebten im Jahresdurchschnitt 2016 nach Mitteilung des Thüringer Landesamts für Statistik 937.000 Männer im Alter von 15 Jahren und älter. Das waren 49 Prozent der Bevölkerung in diesem Alter. 51 Prozent von ihnen waren verheiratet, 37 Prozent ledig, acht Prozent geschieden und vier Prozent verwitwet.

60 Prozent der Männer im Alter von 15 und mehr Jahren waren erwerbstätig, drei Prozent erwerbslos und 37 Prozent Nichterwerbspersonen. 298.000 Männer waren 15 bis unter 40 Jahre sowie 411.000 40 bis unter 65 Jahre alt. 228.000 Männer befanden sich im Rentenalter von 65 und mehr Jahren.

Die Ergebnisse des Mikrozensus, der jährlichen repräsentativen Haushaltsbefragung, zeigen weiter, dass von den 162.000 Vätern die 2016 mit minderjährigen Kindern zusammen wohnten, der überwiegende Teil (96 Prozent) in einer Ehe- oder Lebenspartnerschaft lebte. Vier Prozent bzw. 7.000 Väter waren alleinerziehend.

Jena: Studentin vergewaltigt

Wie die Polizei in Jen erst heute mitteilte, kam es am 26. April diesen Jahres gegen 0:30 Uhr in Jena Ost zu einer Vergewaltigung. Eine Studentin wurde am Wenigenjenaer Ufer durch drei ausländisch aussehende Männer angegriffen und in die Böschung der Saale geschubst, wo sie durch einen der Männer missbraucht wurde. Anschließend flüchteten die Männer und ließen die junge Frau zurück.

Die drei Männer sind 20 bis 25 Jahre alt und 1,75 bis 1,80 m groß. Zwei Täter sind sehr dünn, der dritte etwas kräftiger. Alle drei Männer hatten kurze stoppelige Bärte. Sie waren mit dunklen Jeanshosen bekleidet und trugen Nike-Air-mäßige Schuhe in dunkler Farbe, Sneakers. Einer der Männer trug eine Art Lederjacke, bei der es sich auch um ein Imitat aus Synthetik handeln könnte.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet dringend um Zeugenhinweise: Wer hat kurz nach Mitternacht am 26. April Verdächtiges am Wenigenjenaer Ufer beobachtet oder auch beim Vorbeigehen gehört? Wem sind in dieser Nacht die drei ausländischen Männer in der Nähe des Wenigenjenaer Ufer aufgefallen? Hinweise erbittet die Kripo Jena dringend unter der 03641-811123.

Polizeiliche Kriminalstatistik LPI Jena: Ausländeranteil bei ermittelten Tatverdächtigen seit 2013 fast verdoppelt

Im Jahr 2017 wurden im Schutzbereich der LPI Jena insgesamt 22.530 Straftaten registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 317 Fälle mehr, was einer Steigerung um 1,4 Prozent entspricht. Damit ist die LPI Jena hinter der LPI Erfurt (25.323 Straftaten) diejenige Dienststelle mit den meisten Straftaten in Thüringen. Die leichte Steigerung steht dem thüringenweiten Trend eines Straftatenrückgangs entgegen.

Kriminalitätshäufigkeitszahl Ein wichtiges Kriterium bei der Beurteilung der Straftatenbelastung einer Region ist die Kriminalitätshäufigkeitszahl. Sie gibt die Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner wieder. Sie liegt im Bereich der LPI Jena bei 6.597 und ist niedriger als der Thüringendurchschnitt von 6.637. Aufklärungsquote und Tatverdächtigenstruktur 62,8 % aller Straftaten konnten geklärt werden. Hier erzielte die LPI Jena eine Steigerung zum Vorjahr (60,5 %). 9.004 Tatverdächtige wurden ermittelt, wovon 76 % Männer sind und 24 % Frauen.

Der Anteil von Ausländern an der Gesamtzahl der ermittelten Tatverdächtigen beträgt 14,8 % (vgl. Thüringen: 16,3 %). Er hat sich damit im Schutzbereich der Landespolizeiinspektion Jena seit 2013 (7,9 %) stetig erhöht. Diebstähle, Körperverletzungen und Betrug wurden ausländischen Tatverdächtigen am häufigsten zur Last gelegt.

2/3 aller Tatverdächtigen sind in der Tatortgemeinde wohnhaft, 1/3 kommt von außerhalb.

Der Anteil der Jugendkriminalität stieg in den letzten drei Jahren leicht an. Waren 2015 noch 18,7 % aller ermittelten Tatverdächtigen unter 21 Jahre alt, sind es 2017 22,4 %.

Kinder (bis 14 Jahre) begehen in der Hauptsache Diebstahlsdelikte. Jugendliche (14 bis 18 Jahre) sowie Heranwachsende (18 bis 21 Jahre) fallen mit Diebstählen, Körperverletzungen und Rauschgiftdelikten auf.

Spezielle Delikte: War im Vorjahr noch ein Anstieg bei Eigentumsdelikten zu verzeichnen, gingen die Fallzahlen im Jahr 2017 deutlich zurück (- 836). Angestiegen sind hingegen Vermögens- und Fälschungsdelikte, Betrug, Rauschgiftdelikte sowie Sexualstraftaten.

Die Zahl der Gewaltstraftaten, zu denen Mord, Totschlag, Vergewaltigung, Raub sowie Körperverletzungen gehören, stieg 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 %, was 30 Fällen entspricht.

Es kam zu einem versuchten Mord, das Opfer überlebte. Einem 22-Jährigen Iraker war am 09. Juni 2016 in Jena, Fregestraße am Saale-Ufer aufgelauert worden. Eine Freundin hatte ihn dort hingelockt. Der Täter hatte ihm eine Flasche auf den Kopf geschlagen und ihm mehrere Messerstiche zugefügt. Lebensgefahr bestand nicht.

Im Jahr 2017 gingen die Fallzahlen bei Eigentumsdelikten um 836 Fälle auf insgesamt 6.689 Fälle zurück. Dies stellt einen Rückgang der Fallzahlen von 11,1 % dar. Die Aufklärungsquote ging leicht auf 35,5 % (-0,6 %) zurück. Besonders rückläufig waren Diebstahle an und aus Fahrzeugen, Wohnungsdiebstähle, Ladendiebstähle und Farraddiebstähle. Gestiegen sind dagegen Diebstähle von Fahrzeugen, hier zählte die Statistik 119 Fälle (Vorjahr 112) sowie Diebstähle aus Büroräumen (273 Fälle ggü. 229 im Vorjahr). 878 Fahrräder wurden, hauptsächlich in den Städten Jena und Weimar, gestohlen. Im Vorjahr waren es noch 942.

Die Fallzahlen im Bereich der Rauschgiftkriminalität in der LPI Jena sind im Jahr 2017 um 31,1 % im Vergleich zum Vorjahr auf 2194 Fälle angestiegen. Allerdings handelt es sich bei Rauschgiftdelikten um Kontrollkriminalität. Ist die Polizei in diesem Feld durch Kontrollen aktiv, werden mehr Fälle aufgedeckt. 253 Fälle entfallen auf Handel mit Drogen. Hier gelangen den Ermittlern einige größere Funde. So konnten 14,5 kg Marihuana, 268 Cannabispflanzen und 0,7 kg Haschisch sichergestellt werden. Bei den sogenannten harten Drogen fanden die Ermittler lediglich 16 g Kokain und 6 g Heroin. An synthetischen Drogen wurden u.a. sichergestellt: 232 g Chrystal, und 744 Ecstasy-Pillen. Als Besorgnis erregend lässt sich die Entwicklung hinsichtlich der chemischen Droge Crystal bezeichnen. Waren es 2013 noch 260 Fälle, stiegen diese im Jahr 2017 auf 524.

Die Landespolizeiinspektion (LPI) Jena ist zuständig für die Städte Jena und Weimar sowie die Landkreise Weimarer Land und Saale-Holzland.

Knochenmarkspender dringend gesucht!

Max besucht die 8. Klasse am Evangelischen Ratsgymnasium in Erfurt. Seit den Osterferien ist er allerdings in der Klinik, denn bei ihm wurde eine sehr aggressive Form von Leukämie diagnostiziert. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass eine Chemotherapie allein nicht helfen wird: Max benötigt eine Knochenmarkspende. Für den 26. Mai ist die Typisierungsaktion geplant, und jetzt kommt es darauf an, wirklich alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um dafür zu werben.

LEBENSWENDE FÜR MAX AUS ERFURT Am 26. Mai will Max seine Lebenswende feiern. Daraus wird nichts, denn Max hat Blutkrebs. Vor wenigen Wochen erhielt er die niederschmetternde Diagnose. Eine Stammzellspende ist seine einzige Überlebenschance. Der 14-jährige baut gerne Modelle, löst Zauberwürfel, liest sehr viel und liebt das Gitarrespielen. Doch jetzt muss er um sein Leben kämpfen! Ermöglichen Sie Max‘ ganz persönliche Lebenswende. Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein. Weitere Informationen auf Facebook.

Frage: Wer kommt als Spender in Frage, wer nicht?
Grundsätzlich kommt jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren, der mindestens 50 kg wiegt, als Spender in Frage. Ausschlussgründe sind beispielsweise schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Erkrankungen wie beispielsweise Rheuma, fast alle Krebserkrankungen, Hepatitis B, C oder D. Für Detailfragen steht am Aktionstag eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der DKMS vor Ort zur Verfügung.
Frage: Wie läuft die Registrierung am Aktionstag ab?
Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung erfolgt die Registrierung mit Wattestäbchen per Wangenschleimhautabstrich. Für den Spender ist das zunächst eine Sache von 5-10 Minuten. Damit ist der erste Schritt getan, um einem Menschen das Leben retten zu können.
Frage: Wonach wird der Wangenabstrich untersucht?
Bei einer Typisierung werden die Gewebemerkmale bestimmt. Die Befunde werden anschließend anonymisiert an das Zentrale Knochenmarkspender Register (ZKRD) in Ulm weitergeleitet, wo sie für Patientenanfragen aus dem In- und Ausland zur Verfügung stehen.
Frage: Die Aufnahme in die DKMS kostet 35 Euro. Wofür wird das Geld benötigt?
Die Bestimmung der Gewebemerkmale ist eine sehr aufwendige und damit teure Laboruntersuchung, so dass der DKMS für jede Neuaufnahme inklusive Typisierung, Material, Logistik und Personal Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen. Die Krankenkassen übernehmen diese Kosten nicht. Nach einer anfänglichen Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit und die Deutsche Krebshilfe ist die DKMS seit Ende 1994 für den Ausbau der Datei finanziell auf sich gestellt. Die Spenderneugewinnung wird seitdem über Privat- und Firmenspenden finanziert. Jeder Euro, der an die DKMS gespendet wird, trägt dazu bei, die Überlebenschancen für Patienten zu verbessern.
Frage: Wann kommt man als Stammzellenspender in Frage?
Die Gewebemerkmale von Patient und Spender müssen nahezu hundertprozentig übereinstimmen, damit eine Transplantation erfolgreich durchgeführt werden kann. Die Übereinstimmung der Gewebemerkmale zweier Menschen ist allerdings äußerst selten. Deshalb ist es sehr wichtig, dass so viele Menschen wie möglich als potenzielle Stammzellspender registriert sind, denn nur so können „genetische Zwillinge“ auch tatsächlich gefunden werden.
Frage: Wie groß ist die Chance, einen passenden Spender zu finden?
Bei häufigen Merkmalskombinationen kann ein Spender unter 20.000 gefunden werden. Bei seltenen Gewebemerkmalen findet sich eventuell unter mehreren Millionen kein passender Spender.
Frage: Was geschieht mit den Proben, die abgegeben werden?
Alle Proben werden sofort nach der Aktion ins Labor gebracht und analysiert. Entscheidend für eine erfolgreiche Übertragung der Stammzellen ist die Übereinstimmung von mindestens acht Gewebemerkmalen zwischen Patient und Spender.
Im Labor werden bei allen neu aufgenommenen Spendern 12 Gewebemerkmale bestimmt. Durch diese hochauflösende Typisierung wird der Spendersuchlauf deutlich verkürzt.
Frage: Gesetzt den Fall, die HLA-Merkmale eines Spenders stimmen mit denen eines Patienten überein. Was geschieht danach? Kommt man als Spender für einen Patienten in Frage, kommt es zu einer Bestätigungstypisierung. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem sich der potenzielle Spender endgültig entscheiden muss, ob er für den Patienten zur Verfügung stehen will. Wenn er zustimmt, wird bei ihm ein gründlicher Gesundheits-Check-up durchgeführt.
Die bloße Registrierung bei der DKMS beinhaltet zunächst nicht die bindende Verpflichtung zu einer tatsächlichen Stammzellspende. Denn oft kommt es erst nach Jahren zu einer Anfrage für eine Stammzellspende und in dieser Zeit können im Leben eines Spenders Umstände (z.B. Krankheiten) eingetreten sein, die eine Stammzellspende unmöglich machen.
Frage: Was passiert bei einer Knochenmark- oder Stammzellentnahme? [Annika Schirmacher] Es gibt zwei verschiedene Entnahmeverfahren:
1. Die wesentlich häufigere Methode (80%) ist die periphere Stammzellentnahme: Dem Spender wird über mehrere Tage ein Medikament verabreicht, welches die Produktion der Stammzellen im Knochenmark anregt und diese in die Blutbahn ausschwemmt. Nach dieser Vorbehandlung werden die Stammzellen über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt.
2. Seltener (20%) durchgeführt wird die Knochenmarkentnahme, bei der dem Spender das Blut-Knochenmarkgemisch unter Vollnarkose direkt aus dem Beckenkamm (nicht (!!!) etwa Rückenmark) entnommen wird. Es bildet sich übrigens nach zwei Wochen wieder vollständig nach.
Frage: Muss sich der Spender auf einen längeren Krankenhausaufenthalt gefasst machen?
Nur bei der Knochenmarkentnahme ist ein Krankenhausaufenthalt nötig, der etwa 2-3 Tage dauert. Die periphere Stammzellspende wird ambulant durchgeführt und dauert in der Regel vier Stunden.
Frage: Was sind die Anzeichen für einen Erfolg einer Stammzelltransplantation? [Annika Schirmacher] Nach etwa zwei bis vier Wochen gibt der Anstieg der weißen Blutkörperchen erste Anhaltspunkte dafür, ob die neuen Stammzellen ihre Aufgabe aufgenommen haben und – wie gewünscht – gesunde Blutzellen bilden. Ist beim Patienten ein stetiger Anstieg weißer Blutkörperchen nachweisbar ist, steigt auch seine Chance auf ein zweites Leben.
Frage: Welche Risiken gibt es bei der Stammzellentnahme?
Bei der Knochenmarkentnahme besteht für ein paar Tage ein lokaler Wundschmerz. Das Risiko beschränkt sich bei dieser Methode auf das übliche Narkoserisiko! Bei der peripheren Stammzellspende können während der Vorbereitungsphase grippeähnliche Symptome auftreten. Langzeitnebenwirkungen sind nach heutigem Forschungsstand nicht bekannt.
Frage: Welches Krankenhaus entnimmt dem Spender Stammzellen?
Die DKMS kooperiert mit ausgesuchten und routinierten Entnahmezentren. Die gesamte Reiseabwicklung inklusive Unterkunft übernimmt die DKMS für ihre Spender. Dem Spender entstehen keine Kosten.

Die Linkenmühlenbrücke kommt – und was für eine!

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich
und dann gewinnst du.“

Mahatma Gandhi

Es war ein denkwürdiger Freitagabend an der Linkenmühle. Helmut Kohl hätte gesagt, über dem Thüringer Meer weht der Mantel der Geschichte. Der Unternehmer, Ex-Landrat und Brückenbauer Hartmut Holzhey hatte mehr als 60 Menschen geladen, um sich für ein Event zu bedanken, dass am Hohenwartestausee so noch nicht zu erleben war. 13 Tage zuvor hatten die Geschwister Weisheit (drei waren auch gestern anwesend) mit einer atemberaubenden Show in luftiger Höhe mehr als 9.000 Zuschauer in ihren Bann geschlagen. Je später der Abend, umso wichtiger die Gäste. Der mit dem Helikopter einschwebende Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow beendet das jahrelange Ringen um den Wiederaufbau der Linkenmühlenbrücke: „Die Mittel dafür werden bereitgestellt.“ Donnernder Applaus und glückliche Gesichter der Anwesenden. „Ich habe immer fest an die Brücke gelaubt, jetzt kommt sie. Und vielleicht schaffen wir es bis zum Jubiläum im Jahre 2020“, sagte Hartmut Holzhey. „Mit der Brücke wird der Region neues Leben eingehaucht. Was bisher getrennt war, wird bald verbudnen. Die neue Linkenmühlenbrücke möge ein Symbol sein für einen Brückenschlag. Zwischen Befürwortern und Gegnern, zwischen Natur und Tourismus, zwischen Einheimischen und Fremden, die dann hoffentlich zahlreich kommen.“

Wie Holzhey weiter sagte, sollen die Reste der alten Brücke auf dem Grund des Stausees ruhen. „Dafür bekommt die Linkenmühle eine neue Brücke, die es so auf der Welt noch nicht gibt. Mit Balkonen zum Verweilen bei Kaffee und Kuchen oder Rotwein und Steak. Mit Startpunkten für eine Wasserrutsche, Sprungturm und Mega-Schaukeln. Mit gleichberechtigter und entschleunigter neun Meter breiter und insgesamt 500 Meter langer Verkehrsfläche für Fußgänger, Radfahrer, Autos und Busse“, verkündete Hartmut Holzhey.

Wie das aussehen kann, zeigte der Künstler Tim Müller. Doch den eigentlichen Akzent brachte Frank Hartung vom gleichnamigen Metallbaubetrieb in Unterwellenborn ein: Er zeigte sehr anschaulich, das Modell einer Brücke, das technisch machbar und darüber hinaus genehmigungsfähig ist. Zukunftsmusik: Mit den zur Errichtung der Linkenmühlenbrücke unabdingbaren Pontons könnte nach Abschluss der Bauarbeiten ein schwimmendes Amphitheater entstehen.

Drei Seiten einer gar nicht goldenen Medaille

Die Kriminalpolizei Jena hat in der vergangenen Woche die Ermittlungen zu einer Körperverletzung an zwei 17-jährigen afghanischen Asylbewerbern übernommen, die sich am späten Samstagabend vorvoriger Woche in Kahla ereignete. Was die Pressestelle der Jenaer Polizei verlauten ließ:

Die Polizei war um 22.45 Uhr von einem Mitarbeiter eines Heims für unbegleitete minderjährige Asylbewerber gerufen worden. In einem Haus gegenüber des Heims hatten sich mehrere Burschenschafter im dortigen Dart-Club getroffen. Einige Personen standen vor dem Haus und rauchten. Dabei kam es nach Schilderung der Jugendlichen zu Äußerungen des Missfallens gegenüber vier jungen Asylbewerbern, die sich vor dem Heim aufhielten. Diese reagierten mit der Frage, was denn das Problem sei. Nach Aussage der Jugendlichen sei dann ein Mann über die Straße gekommen und habe zwei Jugendliche am Kragen gepackt. Die Jugendlichen wehrten sich und versetzten dem Mann einen Schlag.

Dies rief andere Besucher des Vereinsheimes auf den Plan. Ca. sieben Personen verfolgten die vier Jugendlichen ins Innere des Heims. Ein Betreuer stellte sich ihnen entgegen und forderte sie auf, die Einrichtung sofort zu verlassen. Nach längerem Wortgefecht kamen die Eindringlinge dem nach.

Zwei 17-jährige Jugendliche wurden anschließend zur Untersuchung in die Zentrale Notaufnahme eingeliefert.

Im Rahmen der Ermittlungen stellte die Polizei die Personalien aller zum Teil stark alkoholisierten anwesenden Personen im Dart-Club fest. Auch dies geschah unter längeren Diskussionen in aufgeheizter und aggressiver Atmosphäre, wobei die Beamten u. a. als „Auschwitz-Vergaser“ diffamiert und beleidigt wurden. Erst nach der Ankündigung weiterer Maßnahmen waren die Burschenschafter, von denen einige der rechten Szene Kahlas angehören, bereit, ihre Personalien anzugeben.

Derzeit bearbeitet der Staatsschutz bei der Kriminalpolizei Jena mehrere Anzeigen wegen Körperverletzung und Beleidigung (gegen die Polizeibeamten). Seitens der Burschenschafter wurde ebenfalls Anzeige wegen Körperverletzung gegen die Jugendlichen erstattet.

Zuvor hatte die linke Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss mitgeteilt:

„Die Berichte, wonach junge unbegleitete jugendliche Geflüchtete erst auf der Straße in Kahla attackiert wurden und später eine Angreifergruppe gar in die Unterkunft der Geflüchteten eindrang und dort Menschen verletzte, entsetzen uns. Nach meiner Kenntnis handelt es sich bei den Tätern um mehrere Burschenschafter, die an einem Treffen in Kahla teilnahmen. Seit mehreren Jahren kommt es in Kahla immer wieder zu Einschüchterungen, Bedrohungen und Angriffen auf Menschen, die sich für eine offene Gesellschaft engagieren, Migrationshintergrund haben oder nicht in das nationalistische und rassistische Weltbild von Neonazis und Rassisten passen. … Laut der Beratungsstelle sollen vier unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bei dem Vorfall verletzt worden sein. Nachdem die Jugendlichen in ihrer Unterkunft attackiert wurden, seien dem Betreuer der Unterkunft weitere Übergriffe angedroht worden.“

Seitens der Burschenschaft Normannia zu Jena erreichte unser Redaktion nachstehend in Auszügen dokumentiertes Schreiben:

Zu den geäußerten Vorwürfen und Tathergängen um die Ereignisse in der Nacht vom 14.4. auf den 15.4. sei Folgendes richtiggestellt:
Richtig ist, dass Gebaren und Auftreten der minderjährigen Flüchtlinge provozierend und aggressiv und ein Einstellen eben desselben nicht abzusehen war. Richtig ist, dass eine verbale Infragestellung des aggressiven Auftretens sofort mit einem Schlag ins Gesicht beantwortet wurde. Die entstandene Wunde am Nasenbein des Betroffenen blutete stark, so dass eine weitere Auseinandersetzung unterblieb. Vielmehr ging von der Gruppe der Minderjährigen weiterhin ein aggressives Verhalten aus. Völlig verschwiegen wird, dass es sich um vier (!) minderjährige Ausländer handelte, von denen zwei lediglich flohen, noch bevor die Polizei eintraf.

Das Verfolgen der ausländischen Unbegleiteten in ihre Wohnung erfolgte da diese dem Geschädigten mutmaßlich Jacke und Wertgegenstände entwendeten, nachdem sie ihn geschlagen hatten. Richtig ist, dass mit dem angetroffenen Betreuer kommuniziert wurde, in aufgeheizter Atmosphäre, aber ohne Schaden an Einrichtung oder Personen! Sämtliche Beteiligte der Seite des Geschädigten verließen die Wohnung zwar aufgebracht, doch gesittet. Während der Unterredung mit dem Betreuer, der sich dem Anlass nach korrekt und auch leidenschaftlich für seine Mitbewohner einsetzte, gingen von letzteren immer wieder deutliche Provokationen noch in den Räumlichkeiten aus. Lautes Schreien, das Zeigen des Mittelfingers u. ä. hielten so lange an, bis sogar der Betreuer selbst deutliche Worte an die Ausländer richtete. Nachdem geklärt war, dass die Jacke und etwaige Gegenstände nicht entwendet wurden, verließen alle Beteiligten der Opferseite die Wohnung.
Eine Bedrohung oder Androhung in Richtung des Betreuers und der Einrichtung wurde unmißverständlich aus dem Weg geräumt, bzw. kam erst durch die aufgeheizte Diskussion und unklare Ausdrucksweise zustande. Mehrere Zeugen bestätigen, dass einschließlich dem Betreuer allen Anwesenden verständlich gemacht wurde, dass von der Seite des Geschädigten und seiner Helfer keine Drohungen und/oder Bedrohungen ausgesprochen wurden.

Eine Unterstellung ist, man habe die eintreffenden Polizisten als „Auschwitz-Vergaser“ tituliert. Richtig ist, dass ihr Vorgehen als Exekutive desöfteren den Eindruck erweckt, dass die eigenen Handlungen als Beamte und Vollstrecker nicht mehr hinterfragt werden, nicht mit dem eigenen Gewissen abgeglichen werden und somit der Eindruck eines sich im Getriebe befindlichen, schweigsamen Rädchens entsteht. Weitere Diskussionen beruhigten die Gemüter und den Polizisten konnte deutlich gemacht werden, dass sie auch in der Exekutive für ihr Verhalten Verantwortung tragen müssten.

Wir verwahren wir uns im Sinne aller Korporationen dagegen, überhaupt in irgendeine politische Ecke gedrängt zu werden. Es verwundert doch sehr, daß wieder nur die üblichen „Experten“ zu Wort kommen, die man fast schon prophetisch erwarten kann, wenn sich solche Taten ereignen. Die Geschädigten der anderen Seite werden gar nicht erst angehört.

Dann würde man nämlich auch erfahren, dass von dem oben erwähnten „Heim“ bereits mehrfach Angrapsch- und Beleidigungsvorfälle ausgegangen waren, dass die ausländischen Bewohner stadtbekannt sind und sie ihrem Ruf als „Schutzsuchende“ in keiner Weise gerecht werden, sondern vielmehr in der oben erwähnten Art und Weise im Stadtalltag auf sich aufmerksam machen.

Die infame Unterstellung, an dem betreuten „Heim“ seien in den vergangenen Tagen die späteren „Angreifer“ immer wieder vorbeigefahren und hätten Personen fotografiert, ist ein durchschaubarer Griff in die Mottenkiste selbsternannter „Experten“ und entbehrt jeder Grundlage.

Betrunkene Asylbewerber gehen Polizisten an

Am gestrigen Samstag gegen 15:15 Uhr informierten Mitarbeiter eines Verbrauchermarktes in der Leipziger Straße in Meiningen über eine Gruppe von mehreren jungen Männern fremdländischer Herkunft, welche vor dem Markt die Kundschaft anpöbeln soll. Eine Person der Gruppe habe auch eine Kundin bedrängt und unsittlich berührt. Ein weiterer Kunde habe von den Personen Schläge angedroht bekommen und sei beleidigt worden.

Die Personengruppe konnte von der Polizei unweit des Marktes gestellt und kontrolliert werden. Es handelte sich um Asylbewerber mit afghanischer Staatsangehörigkeit im Alter von 20 bis 25 Jahren, welche allesamt alkoholisiert waren. Beim Ansprechen der Personen wurden die eingesetzten Beamten körperlich bedrängt und mussten mittels Zwangsmaßnahmen und Unterstützung von weiteren Funkwagenbesatzungen zwei der Männer in Gewahrsam nehmen. Auch ein Rettungswagen kam zur Behandlung eines Störers zum Einsatz.

Es wurden Anzeigen wegen sexueller Belästigung, versuchter Körperverletzung, Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte aufgenommen.

Da die belästigte Kundin nicht mehr vor Ort war und bislang namentlich nicht bekannt gemacht werden konnte, wird diese gebeten, sich bei der Polizei in Meiningen zu melden. Es stellte sich zudem heraus, dass einer der Hauptprotagonisten kurze Zeit zuvor in seiner Gemeinschaftsunterkunft eine Tür eingetreten hatte.

„Hotel Mama“ bei den ab 27-Jährigen beliebter als vor zehn Jahren

Im Durchschnitt des Jahres 2016 waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 114.000 bzw. 26 Prozent der 431.000 ledigen Kinder in Thüringer Familien 18 Jahre und älter. Zehn Jahre zuvor waren noch 210.000 bzw. 40 Prozent der 524.000 ledigen Kinder im vergleichbaren Alter. Somit verringerte sich die Zahl der bei den Eltern wohnenden ledigen Kinder ab 18 Jahren im betrachteten Zeitraum um 46 Prozent, während die Zahl der ledigen Kinder unter 18 Jahren in der Familie gegenüber 2006 nahezu konstant blieb.Diese rückläufige Entwicklung der Zahl der volljährigen Kinder ist jedoch ausschließlich auf den Rückgang der bei ihren Eltern wohnenden jungen Erwachsenen bis einschließlich 26 Jahre und der 35- bis unter 45-Jährigen zurückzuführen. Hauptursache hierfür ist der Rückgang der Bevölkerungszahlen in den entsprechenden Altersgruppen. Die Zahl der ledigen Kinder von 27 Jahren bis 34 Jahren in der Familie stieg hingegen im gleichen Zeitraum um 4 Prozent. Zudem wird deutlich, dass es sich auch 2016 mit zunehmendem Alter bei den „daheimgebliebenen“ Kindern um männliche Personen handelte. Die 18- bis 26-jährigen Kinder in der Familie waren zu 60 Prozent Männer, der Anteil bei den 27-Jährigen und Älteren lag bei 80 Prozent.

Während der Anteil der erwachsenen ledigen Kinder, die bei Ehepaaren lebten 2016 gegenüber 2006 von 73 Prozent auf 63 Prozent sank, blieb der Anteil der Kinder, die bei Lebensgemeinschaften lebten nahezu gleich (2006: vier Prozent, 2016: fünf Prozent). Eine Erhöhung des Anteils um acht Prozentpunkte auf 32 Prozent ergab sich bei Kindern, welche bei Alleinerziehenden lebten. Wie nachstehende Abbildung zeigt, ist inzwischen der Anteil der erwachsenen Kinder an allen ledigen Kindern bei Alleinerziehenden (34 Prozent) höher als bei Kindern, die bei Ehepaaren leben (29 Prozent). Über ein Drittel der ledigen Kinder ab 18 Jahren lebte 2016 mit einem oder mehreren Geschwisterkind/ern in der Familie. Im Jahr 2006 war das ungefähr die Hälfte. Differenziert nach Altersgruppen lässt sich feststellen, dass mit zunehmendem Alter der betrachteten Zielgruppe weniger Geschwisterkinder mit in der Familie leben.

Heute beginnt Mammutprozess wegen bandenmäßigen Versicherungsbetrugs

Am Landgericht Gera beginnt heute ein Mammutprozess wegen mutmaßlichen Bandenbetrugs. Die Angeklagten sollen Scheinfirmen angemeldet oder sich als deren Mitarbeiter einstellen lassen haben. Über eine eigene Versicherungsagentur sollen sie preisintensive Unfallversicherungen mit überdurchschnittlich hohen Leistungen abgeschlossen haben. 14 mutmaßliche Betrüger, darunter zwei Frauen, sind angeklagt, gemeinschaftlich Prämien für Versicherungen kassiert haben. Die dafür nötigen Voraussetzungen existierten laut Staatsanwaltschaft allerdings nur auf dem Papier. Unter den Angeklagten sind auch zwei ehemalige V-Leute des Thüringer Verfassungsschutzes. Einst waren sie führende Köpfe der Neonazi-Szene im Freistaat.

Kurz nach der Anstellung sollen sich die angeklagten Scheinangestellten selbst verletzt haben, die Versicherungen mussten leisten: Schmerzens-, Übergangs- und Krankengelder. Den Gesamtschaden beziffern die Ermittler auf rund 860.000 Euro, wobei nur ein Teil der Summe tatsächlich floss. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das widerrechtlich bezogene Geld dem Lebensunterhalt der Beschuldigten diente.

Das Landgericht Gera steht vor einer der größten Herausforderungen seit der Wende: Bis Januar 2019 sind Verhandlungstermine geplant. Doch es könnte auch deutlich länger dauern, was allein die Masse der digitalen Prozessmaterialien zeigt: Insgesamt handelt es sich um rund 30 Terabyte Daten.

Der Hauptangeklagte Tino Brandt aus Rudolstadt war eine der schillerndsten Figuren innerhalb der einstigen Neonazi-Szene Thüringens. In den 1990er Jahren war er Kopf des so genannten Thüringer Heimatschutzes und daneben auch V-Mann des Verfassungsschutzes, von dem er beachtliche Geldbeträge bezog. Vielfach wurde gegen ihn ermittelt, u. a. wegen Volksverhetzung, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung und Betrug. Er ist der einzige der Angeklagten, der sich derzeit in Haft befindet. Er verbüßt eine Freiheitsstrafe wegen Missbrauchs von Kindern und Prostitution.

Im Falle einer Verurteilung wegen bandenmäßigen Betrugs drohen den Angeklagten zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Gefängnis.

Gewalttätige Intensivtäter aus Libyen und Marokko in Haft

Am Wochenende erließ das Amtsgericht Erfurt Haftbefehl gegen zwei Intensivtäter aus Libyen und Marokko, die als Asylbewerber in Apolda untergebracht sind. In den vergangenen Wochen hatte sich die Lage in und um die Gemeinschaftsunterkünfte der Stadt zugespitzt. Immer wieder kam es hier zu Auseinandersetzungen zwischen mehreren jüngeren Asylbewerbern untereinander, aber auch gegen eingesetztes Sicherheitspersonal. Am Ende musste die Polizei nahezu täglich einschreiten. Eine größere Anzahl von Anzeigen zu Gewaltdelikten wurde dabei durch die Polizei aufgenommen.

Vergangene Woche erwirkte die Kriminalpolizei Jena wegen mehreren Gewaltdelikten einen Untersuchungshaftbefehl für einen der Intensivtäter. Der 18-jährige Marokkaner wurde am Sonntag festgenommen und am Montag dem Haftrichter vorgeführt. Der Haftbefehl wurde verkündet, der Asylbewerber noch am selben Tag in der Jugendstrafanstalt Arnstadt untergebracht.

Ein 22-jähriger Libyer befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft in Suhl-Goldlauter. Ihm wird eine Reihe von Körperverletzungen zur Last gelegt. In der Nacht zum Freitag war der 22-Jährige nach einer Körperverletzung an einem anderen Asylbewerber durch die Polizei in Gewahrsam genommen worden. Als er am Morgen zurück in die Gemeinschaftsunterkunft kam, eskalierte die Lage erneut. Der Beschuldigte ging auf seinen Zimmernachbarn los und verletzte ihn zunächst mit einer Gabel und anschließend mit einer kaputten Flasche. Zuvor hatte er seinen 25-jährigen Landsmann bereits bedroht.

Unbekannte Täter verwüsteten Haus von AfD-Abgeordneten

In den Morgenstunden des Ostermontag wurde in Neustadt an der Orla eine Immobilie des AfD-Landtagsabgeordneten Thomas Rudy verwüstet. Das Haus dient dem örtlichen Kreisverband als Anlaufstelle sowie Lagerort und wird künftig ein Wahlkreisbüro des Abgeordneten beherbergen. Die Polizei war vor Ort und hat die Spuren gesichert. Es war nicht der erste Angriff dieser Art: Schon vor der offiziellen Eröffnung wurden die Schaufenster mit Anti-AfD Parolen beschmiert.

Dazu sagt Thomas Rudy: „Unbekannte brachen in mein Haus ein, wollten es unter Wasser setzen und haben die Wasserleitungen aufgedreht. Der Keller war schon ca. einen Meter unter Wasser, als Anwohner das Plätschern des Wassers hörten. Sie riefen unmittelbar die Polizei, die ihrerseits sofort handelte und das Wasser abdrehte. Die Täter haben Schlüssel gestohlen, Plakate vernichtet oder besprüht und im Haus verteilt, die Toilettenspülung aus der Verankerung gerissen und Tischwimpel und Planenbanner der AfD gestohlen. Die Täter verwüsteten jedoch nicht nur das Haus, sie bedienten sich auch an den dort gelagerten Getränken. Deshalb konnte die Spurensicherung DNA-Spuren an Trinkgläsern sicherstellen. Hinzu kommen weitere DNA-Spuren an Türen sowie Fußabdrücke.“