Fast 15.000 Thüringer arbeiten auch als Rentner noch

Seit 2013 ist im Freistaat eine deutliche Steigerung um mehr als 4.000 Menschen zu verzeichnen, die 2017 als Altersrentner noch einer Beschäftigung nachgegangen sind. 82 erwerbstätige Senioren waren im vergangenen Jahr sogar älter als 85 Jahre! Thüringenweit sind im vergangenen Jahr 14.788 Menschen bis 70 Jahre trotz Altersrente zusätzlich noch einer geringfügigen Beschäftigung nachgegangen. Das geht aus der Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Abgeordneten Corinna Herold hervor.

318 Euro hat sich ein geringfügig Beschäftigter, der älter als 75 Jahre ist, im vergangenen Jahr im Monat dazuverdient. 366 Euro verdiente sich die Altersgruppe vom Renteneintritt bis zum 70. Lebensjahr hinzu.

Lassen wir ein paar Zahlen sprechen, denn diese sprechen für sich:
Rentnerbestand im Freistaat Thüringen

Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

Rentenzugänge (Altersrente)

Bei den Eurobeträgen handelt es sich jeweils um Brutto-Renten!

AfD kritisiert: Steuergeld an Geraer Verein „Akzeptanz!“ waren verschwendet!

„Wie die Antwort der Thüringer Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zeigt, wurde der Verein ‚Akzeptanz!‘ e.V. aus Gera im Jahre 2017 mit einer Zuwendung in Höhe von 165.364 Euro aus der Projektförderrichtlinie Integration gefördert. Das Projekt und dessen finanzielle Unterstützung wurden laut Aussage der Thüringer Landesregierung zum 1. Oktober 2017 eingestellt. Weiter gibt die Landesregierung zu, dass trotz mehrfacher Aufforderung kein Verwendungsnachweis für das Förderjahr 2017 vorgelegt wurde. Die bereits ausgezahlten Mittel sollen daher zeitnah zurückgefordert werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der AfD.

Der Geraer AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner hatte den Verein von Anfang an als höchst zweifelhaft und unseriös eingeschätzt. „Schon als Frau Poser Ben-Kahla vor zwei Jahren das Bundesverdienstkreuz verliehen bekam, habe ich offen Kritik an der Arbeit des Vereins geübt und wurde dafür aus allen Richtungen angefeindet. Heute wissen wir, dass die Steuergelder, bewilligt im Multikultirausch der Rotgrünen, aus dem Fenster geworfen wurden und die vom MDR und der Thüringer Ehrenamtsstiftung als ‚Thüringerin des Monats August‘ geehrte Ben-Kahla die Gelder vermutlich lieber für sich und ihre Truppe selbst ausgegeben hat. Diejenigen, die die Vereinsvorsitzende hochgejubelt haben, sind heute ganz ruhig geworden und abgetaucht – warum bloß?“

AfD-Landtagsabgeordneter Jörg Henke fügt hinzu: „Es ist verwunderlich, dass zwei Jahre gebraucht wurden, bis diese Zustände in dem Verein für die Allgemeinheit bekannt geworden sind. Mal wieder war die AfD den anderen deutlich voraus. Darüber hinaus spricht es Bände, dass eine solche Person von der rot-rot-grünen Landesregierung und den Medien hofiert wurde.“

Thüringens Einwohnerzahl sank 2017 um fast 7.000 Personen

Am 31.12.2017 lebten 2 151 205 Personen in Thüringen, davon 1 065 004 Personen männlichen und 1 086 201 weiblichen Geschlechts. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik sank die Einwohnerzahl des Freistaats somit um -6 923 Personen bzw. -0,3 Prozent. Im Jahr 2016 sank die Einwohnerzahl Thüringens noch um -12 586 Personen (-0,6 Prozent).

Der Bevölkerungsrückgang 2017 resultierte aus einem Sterbefallüberschuss (mehr Sterbefälle als Geburten) in Höhe von -11 229 Personen, welcher durch einen Wanderungsgewinn in Höhe von 3 992 Personen allerdings nicht ausgeglichen werden konnte. Hinzu kamen nachträglich die von den Standes- und Meldeämtern gemeldeten Korrekturfälle, welche zusätzlich ein minimales Bevölkerungsplus in Höhe von 314 Personen ausmachten. Im Jahr 2016 gab es hingegen einen Wanderungsverlust von -2 255 Personen und der Sterbefallüberschuss lag bei -9 837 Personen (Korrekturen: -494 Personen). Unter den Landkreisen und kreisfreien Städten Thüringens gab es 2017 sowohl Einwohnerzuwächse als auch deutliche Bevölkerungsverluste. In Relation zur Gesamteinwohnerzahl hatten die kreisfreien Städte Erfurt (0,9 Prozent), Jena (0,7 Prozent) und Eisenach (0,3 Prozent) die höchsten Einwohnergewinne. Bei den Landkreisen konnte einzig der Landkreis Gotha ein Einwohnerplus (0,1 Prozent) verzeichnen. Die kreisfreie Stadt Suhl (-1,2 Prozent) sowie der Saale-Holzland-Kreis (-1,8 Prozent) und der Kyffhäuserkreis (-1,1 Prozent) hatten im Jahr 2017 hingegen die größten Bevölkerungsrückgänge in Relation zur Einwohnerzahl.

Weiterer Rückgang der Betten-Zahl in Thüringer Krankenhäusern

Im Jahr 2017 gab es in den 43 Thüringer Krankenhäusern 15 770 aufgestellte Betten. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik waren das 96 Betten weniger als ein Jahr zuvor. In der Zahl der aufgestellten Betten insgesamt waren 730 Intensivbetten und 75 Belegbetten enthalten.

Die Thüringer Krankenhäuser verzeichneten 580 612 vollstationäre Behandlungsfälle. Nach durchschnittlich 7,6 Tagen wurden die Patienten entlassen. Ein Jahr zuvor waren es 588 633 Patienten ebenfalls mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 7,6 Tagen. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2000 nach durchschnittlich 10,1 Tagen 517 961 Krankenhausfälle entlassen. Im Jahr 2017 betrug der Nutzungsgrad der Betten 76,7 Prozent und lag 0,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau.

Thüringer Krankenhäuser nach ausgewählten Merkmalen. Quelle: Landesamt für Statistik
Fast 40 Prozent der vollstationär entlassenen Patienten (229 490 Fälle) wurden wie in den Vorjahren in der Inneren Medizin behandelt. Hier betrug die durchschnittliche Verweildauer 6,1 Tage und der Nutzungsgrad der Betten lag bei 77,2 Prozent.

Am Ende des Jahres 2017 waren in den Thüringer Krankenhäusern 5 237 hauptamtliche Ärzte beschäftigt. Das waren 187 Ärzte bzw. 3,7 Prozent mehr als Ende 2016. Damit setzt sich der Anstieg der Zahl der an Krankenhäusern angestellten Ärzte weiter fort. Seit dem Jahr 2000 stieg das ärztliche Personal um rund 60 Prozent (2000: 3 258 Ärztinnen/Ärzte).

Im Pflegedienst betreuten 11 933 Personen die Kranken rund um die Uhr. Das waren 1,6 Prozent mehr als Ende des Jahres 2016 mit 11 750 Pflegepersonen. Im medizinisch-technischen Dienst kümmerten sich 4 952 Personen um die Patienten und im Funktionsdienst waren es 4 004 Personen. Weitere 4 624 Beschäftigte der Krankenhäuser kümmerten sich als klinisches Hauspersonal oder im Wirtschafts- und Versorgungsdienst, im technischen Dienst, im Verwaltungsdienst, im Sonderdienst aber auch als sonstiges Personal um den reibungslosen Ablauf in den Häusern.

Erfurter Kripo schnappt endlich das „Phantom“

Seit 2014 fahndete die Kriminalpolizei Erfurt nach dem „Phantom“. Grund dafür waren die DNA-Spuren, die ein unbekannter Täter bei zahlreichen Einbrüchen in der Erfurter Innenstadt zurückließ. Eine Veröffentlichung über verschiedene Medien, unter anderem bei Kripo-Live im Jahr 2014, führten nicht zum Erfolg. So kamen immer mehr Spurentreffer dazu. Mehrere Personen wurden nach Hinweisen aus der Bevölkerung mit der DNA-Datenbank verglichen – das Ergebnis war immer negativ. Im Jahr 2017 gab es noch drei Treffer – der unbekannte Einbrecher war also weiterhin aktiv- so dass die Zahl der unbekannten Spurentreffer auf 23 anstieg.

Der Täter gelangte durch das Oberlicht in das Objekt. Foto: Polizei
Die Kripo Erfurt entschloss sich erneut, die Bevölkerung um Hilfe zu bitten. Die Bilder der Überwachungskamera, die am 28.08.2018 zwischen 03.40 und 04.00 Uhr entstanden, wurden mit einem Zeugenaufruf veröffentlicht. Es gab wieder Hinweise – ein Zeuge war sich dieses Mal aber hundertprozentig sicher, den Mann auf dem Bild zu erkennen. Ein Abgleich mit dem Bild, dass bei der Stadt Erfurt hinterlegt ist, überzeugte die Kriminalbeamten und die Staatsanwaltschaft Erfurt, endlich den richtigen Täter ermittelt zu haben. Durch das Amtsgericht Erfurt wurde ein Beschluss zur Speichelprobenentnahme erlassen. Eine Untersuchung der Speichelprobe brachte das langersehnte Ergebnis: 23 Treffer in der DNA-Analysedatei. Die ermittelnden Beamten sind sich aber sicher, dass hier noch einige Einbrüche dazu kommen, wenn die Spurenauswertung und Ermittlungstätigkeit abgeschlossen ist.

Der 44-jährige Beschuldigte mit Migrationshintergrund wohnt seit 2009 in Erfurt arbeitete teilweise als Verkäufer und nahm an Maßnahmen der ARGE teil. Er handelte ausschließlich in Erfurt und bevorzugte dabei die Innenstadt. Die Tatorte, zu denen hauptsächlich Gaststätten, Cafés, Imbissläden und Friseurgeschäfte gehörten, erreichte er meist über die Hinterhöfe. Dabei kletterte er über Zäune und Mauern und nutzte Mülltonnen und teilweise vorgefundene Leitern, um in die Tatobjekte einzudringen. Er zwängte sich durch Oberlichter und schmale Fenster. Oft schaltete er die Stromzufuhr aus, um aktive Alarmanlagen nicht auszulösen. Sein bevorzugtes Beutegut war Bargeld. Um an dieses zu gelangen, öffnete er Geldkassetten, Registrierkassen und Tresore. Oft suchte er denselben Tatort mehrfach auf. In seiner Beschuldigtenvernehmung bestreitet er, die Taten begangen zu haben.

Schlag gegen rumänische Großfamilie

Seit November 2017 ermittelte die Kriminalpolizei Gera im Rahmen einer Arbeitsgruppe zu einem Einbruch in einen Schrott- und Metallhandel an der Geraer Fasaneninsel. Damals wurde in den Abendstunden des 13.11.2017 aus der Firma ca. 2,1 Tonnen Kupfer und vom Gelände einer benachbarten Firma ein Lkw entwendet. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich ein Zusammenhang zu 32 weiteren Straftaten im gesamten Bundesgebiet heraus. Neben acht Taten in Thüringen waren die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Bayern betroffen. Insgesamt wurden 16 Tatverdächtige identifiziert. Hierbei handelt es sich um rumänische Staatsangehörige einer Großfamilie.

Die Tatverdächtigen sind bereits international wegen gleichgelagerter Delikte in Erscheinung getreten und haben teilweise bereits Haftstrafen in Schweden und Belgien verbüßt. Gegen sieben Tatverdächtige wurde Haftbefehl erlassen, wovon zwischenzeitlich vier vollstreckt werden konnten. So konnten beispielsweise am 14.06.2018 auf der BAB 17 kurz vor der tschechischen Grenze zwei Verdächtige durch die Bundespolizei festgenommen werden.

In einem bei einer vorangegangenen Flucht genutzten und stehen gelassenen, Fahrzeug wurden 50 neuwertige Kettensägen, Freihandschneider und Notstromaggregate (Titelfoto) aufgefunden und sichergestellt werden. Die Geräte konnten zwei Einbrüchen in Firmen (Hessen) zugeordnet werden. Nach drei weiteren Tatverdächtigen wird mit europäischen Haftbefehl gefahndet. Der Ermittlungserfolg ist nicht zuletzt auf eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Berliner Polizei zurückzuführen, wo ein Großteil der Tatverdächtigen ihren Lebensmittelpunkt hat. Im Ergebnis beläuft sich der verursachte Gesamtschaden auf 500.000 Euro. Bei durchgeführten Durchsuchungen wurden u. a. auch hochpreisige Pkw sichergestellt.

Schwere Auseinandersetzungen von Ausländern in Suhl

Am späten Samstagabend kam es nach Angaben der Polizei in der Innenstadt von Suhl zu einer schweren Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern ausländischer Nationalitäten.

Gegen 23.00 Uhr hielt ein PKW vor einem Schnellimbiss vor dem Steinwegcenter in der Friedrich-König-Straße in Suhl. Aus dem Fahrzeug stiegen mehrere Personen aus und gingen unmittelbar auf einen 22-jährigen Mann aus dem Irak, der sich vor dem Imbiss aufhielt, zu. Ein 28- und ein 18-jähriger Syrer führten daraufhin eine aufgeheizte Diskussion mit dem Iraker. Diese verbale Auseinandersetzung steigerte sich innerhalb kürzester Zeit zu einer handfesten Streitigkeit zwischen allen Beteiligten. In diese mischten sich weitere anfänglich unbeteiligte Personen unterschiedlicher Nationalitäten ein, so dass es letztendlich zu einer Schlägerei zwischen 15 bis 20 Personen kam.

Während der Schlägerei kam es zum Einsatz von Messern, durch die ein türkischer und der irakische Staatsangehörige oberflächliche Schnittverletzungen davon trugen, die im Suhler Krankenhaus ambulant behandelt werden mussten. Die tatverdächtigen Personen entfernten sich noch vor dem Eintreffen der Polizei, die mit einem Großaufgebot von Beamten mehrerer Dienststellen im Einsatz war. Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Suhl haben noch in der Nacht die Ermittlungen übernommen und konnten im Rahmen dieser zwei der Täter, welche in Suhl wohnhaft sind, namhaft machen. Aus ermittlungstaktischen Gründen sind derzeit nach Mitteilung der Polizei keine weiteren Einzelheiten möglich.

Im Zuge der kriminalpolizeilichen Arbeit wurden zwei weitere Körperverletzungen bekannt, die sich unmittelbar vor der großen Schlägerei im Bereich der Fußgängerbrücke zwischen den beiden Einkaufszentren ereigneten. Die Ermittlungen zu den Straftaten dauern an.
Bei den angezeigten Körperverletzungen waren keine Bewohner der
Suhler Erstaufnahmeeinrichtung involviert.

Afghane nach sexuellen Übergriffen hinter Gittern

In den Abendstunden des vorgestrigen Dienstag belästigte ein 23-jähriger Afghane im Erfurter Nordbad drei junge Frauen unabhängig voneinander sexuell. Eine der betroffenen Frauen informierte sofort die Badaufsicht und die wiederum die Polizei. Der Täter wurde noch im Nordbad festgenommen.

Bereits gestern wurde gegen den Täter Haftbefehl erlassen. Der Asylbewerber befand sich am Tattag mit mehreren Landsleuten im Nordbad. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es durch den Täter zu weiteren Belästigung von bislang noch unbekannten Frauen gekommen ist. Etwaige Opfer werden aufgefordert, sich unter der Rufnummer 0361/7443-1465 an die KPI Erfurt oder jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

150.000 jungen Bäumchen in Thüringer Wäldern droht der Hitzetod

Im Frühjahr 2018 hat ThüringenForst rund 150.000 Jungpflanzen auf Sturmkahlflächen und im Rahmen des Waldumbaus in die Wälder gepflanzt. Vorwiegend Weißtannen, Buchen, Lärchen und Bergahorn. Fehlende Niederschläge und extreme Hitze gefährden jetzt akut die Aufforstungen. Gerade die jungen Bäumchen sind auf regelmäßige Niederschläge angewiesen, denn sie verfügen nur über ein verhältnismäßig kleines Wurzelwerk. Das Eindringen in tiefere, feuchtere Bodenschichten ist ihnen nicht möglich. Jetzt droht der Hitzetod.

Im Gegensatz zu Landwirten oder Gärtnern mit ihren Spezialkulturen ist die Bewässerung von Aufforstungskulturen im Wald unüblich und nahezu unmöglich, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Landesforstanstalt rechnet mit Kulturausfällen bis zu 50 %, die ein teures Nachpflanzen in diesem Herbst bzw. folgenden Frühjahr notwendig machen. Der finanzielle Schaden geht allein im Staatswald in die Hunderttausende.

Vertane Arbeit: Jeder zweite im Frühjahr 2018 gepflanzte Baumsämling wird wegen der extremen und langanhaltenden Sommerhitze vertrocknen. Foto: Dr. Horst Sproßmann
„Unsere Planung für den Staatswald sieht vor, in diesem Jahr Aufforstungen mit 25 verschiedenen Baumarten auf rund 560 Hektar, was immerhin der kompletten Altstadtfläche von Waltershausen entspricht, durchzuführen“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Zwei Drittel aller Pflanzen sind Rotbuchen, die sich als Mischbaumart in Thüringens Wäldern besonders gut eignen. Da Forstpflanzen im Frühjahr und im Herbst in den Boden gebracht werden, wurden rund 150.000 davon schon im April/Mai 2018 gepflanzt. Freuten sich die Forstwirte zur Pflanzzeit noch über die milde Witterung, wich diese im Fortlauf der Sommermonate einer zunehmend großen Sorge. So zeigen die klimatischen Wasserbilanzen verschiedener Thüringer Waldmessstationen von April bis Juli erschreckend geringe Bodenwassergehalte in allen Bodentiefen. Dies erinnert die Experten an den Jahrhundertsommer 2003, der als mindestens vergleichbar, wenn nicht sogar weniger dramatisch angesehen wird.

Der Schwerpunkt der diesjährigen Aufforstungen wird im Herbst sein. Und Förster und Waldbesitzer hoffen auf regenreiche Herbstmonate. Zwar erschwert sich damit ggf. die Holzernte, den Hunderttausenden Forstpflanzen zwischen Harz und Heldburger Land, zwischen Rhön und Altenburger Land ist aber damit ein vitales Wachstum gesichert. Und dieser Optimismus ist dringend notwendig: Die Wetterexperten des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Vorhersagen (EZMW) erwarten für 2019 nochmals eine außergewöhnliche Warmphase. Im nächsten Jahr wird die kontinentaleuropäische Wetterlage voraussichtlich durch EL-NIÑO beeinflusst, einer außergewöhnlich warmen Strömung im äquatorialen Pazifik.

Gera: Schlag gegen Asylbewerber-Clique

Nach längeren Ermittlungsmaßnahmen der Geraer Polizei und der Staatsanwaltschaft Gera wurden gestern im Stadtgebiet von Gera sieben Durchsuchungsbeschlüsse umgesetzt und dabei zwei Haftbefehle vollstreckt. Bei den insgesamt acht arabischstämmigen Tatverdächtigen handelt es sich um Männer im Alter zwischen 14 und 25 Jahren.

Die Täter waren im Bereich der Heinrichstraße wegen mehrerer Delikte polizeilich in Erscheinung getreten. Hierzu zählten unter anderem Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie diverse Gewaltdelikte und ein Raubüberfall. Gleichwohl konnten einige der Männer einer großen Schlägerei in der Talstraße zugeordnet werden, bei der auch ein pistolenähnlicher Gegenstand eingesetzt wurde.

Im Rahmen der Durchsuchungen konnten mehrere Beweismittel gesichert werden, welche zur Aufklärung dienen. Die zwei festgenommenen Personen, ein 14- und ein 16-jähriger Jugendlicher, wurden dem Haftrichter vorgeführt und in eine JVA verbracht. Die Ermittlungen zu den Vorgängen dauern weiterhin an.

Drogendealer verfing sich im Netz der Kripo

Bereits längere Zeit stand ein 46-Jähriger aus Weimar wegen des Verdachts auf Drogenhandel im Fokus kriminalpolizeilicher Ermittlungen. Am Dienstagabend griffen die Beamten zu. Im Rahmen der Ermittlungen gegen den Beschuldigten hatten die Kriminalisten bereits einen Durchsuchungsbeschluss für das von ihm bewohnte Reihenhaus und eine Wohnung erwirkt. Gefunden haben die Beamten dort insgesamt 2,6 kg Marihuana, 155 Gramm Crystal, 108 Gramm Amphetamin und 150 Gramm Haschisch. Außerdem wurden 12.950 Euro Bargeld sichergestellt, bei dem angenommen wird, dass es aus dem Handel mit Drogen stammt.

Der Beschuldigte ist bereits wegen anderer Drogendelikte polizeibekannt. Er gilt als Zwischenhändler, der Kleindealer mit Drogen versorgte. Am heutigen Mittwoch wird er einem Haftrichter vorgeführt.

Titelfoto (LPI Jena): Sichergestellte Drogen, Bargeld sowie eine beim Beschuldigten aufgefundene Schreckschusspistole und ein Schlagring.

Polizei Erfurt: Kein islamistischer Hintergrund bei Messerattacke

Im Erfurter Nordpark kam es gestern am frühen Abend zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 23-jährigen Deutschen und einem 20-jährigen Türken. Während der körperlichen Auseinandersetzung soll eine Waffe eingesetzt worden sein. Beide Männer wurden leicht verletzt. In den sozialen Netzwerken im Internet wurde zeitnah von einer islamistischen Messerattacke mit dem vermeintlichen Ausruf „Allahu Akbar“ berichtet. Nach aktuellen Ermittlungsstand der Polizei liegen keine Erkenntnisse für einen islamistischen Hintergrund der Tat vor. Der 20-jährige Mann wurde durch die Polizei festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Erfurt prüft gegenwärtig die Beantragung eines Haftbefehls gegen den Mann wegen gefährlicher Körperverletzung.